Johann Betz widmet sich in seinem Dokumentarfilm dem 1982 verstorbenen Architekten Franz Joseph „Sep“ Ruf, der in seiner Jahrzehnte umspannende Karriere mehr als 300 Gebäude gebaut hat. Darunter der Kanzlerbungalow in Bonn, die Maxburg in München oder der deutsche Pavillon zur Weltausstellung in Brüssel 1958.
Man merkt dem Film leider allzu sehr eine unangenehme bayerische Selbstbezogenheit und konservative Oberflächlichkeit an. Er wiederholt nahezu gebetsmühlenartig seine Botschaft: Sep Ruf war ein Genie. Doch jenseits dieser schlichten Behauptung bleibt der Film erschreckend substanzlos. Anstatt sich mit Rufs Einflüssen und seiner Position gegenüber Zeitgenossen wirklich auseinanderzusetzen bzw. Es in einen größeren architekturhistorischen ...
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