Backrooms
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3,2
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BibiG3
BibiG3

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1,5
Veröffentlicht am 3. Juli 2026
Hat mir gar nicht gefallen. Eine Erklärung hat am Ende gefehlt. ich verstehe nicht warum so gut bewertet wurde.
LIN
LIN

1 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 2. Juli 2026
Super Film meiner Meinung nach. Super spannend und einfach wow. Man muss ihn selber gucken um es zu verstehen
Isabelle D.
Isabelle D.

331 Follower 529 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 29. Juni 2026
"Backrooms" von Kane Parsons ist einer der unheimlichsten Horrorfilme, die ich in den letzten Jahren gesehen habe. Das Furchteinflößende entsteht hier weniger durch Jump Scares, Monster oder Body Horror - auch, wenn das ebenfalls, wohldosiert, im Film vorkommt -, sondern findet vor allem auf psychologischer Ebene statt.

Wie die Dichter der Schwarzen Romantik, beispielsweise E. T. A. Hoffmann oder Ludwig Tieck, und der englischen Schauerliteratur des 18. Jahrhunderts, beschäftigt sich auch "Backrooms" mit der dunklen Seite der menschlichen Psyche, mit Leid, Trauer, Einsamkeit, dem Verlassenwerden und dem Abdriften in den Wahnsinn. Dass die Backrooms innerhalb der erzählten Welt real sind, wird zwar klar - aber woher sie kommen? Wie sie entstanden sind? Warum sie da sind? Was ihr Zweck ist? Wohin sie führen? All diese Fragen bleiben offen. Und spuken auch lange nach Ende des Films noch im Kopf herum und hallen nach wie ein Echo.

Trotz der unendlich erscheinenden Weite der Backrooms wirkt der Film klaustrophobisch, wie ein Kammerspiel. Dazu trägt sicher auch das reduzierte Ensemble bei, das im Grunde nur aus zwei Haupt- und drei Nebenfiguren besteht. Spannend ist dabei auch das Verhältnis zwischen den beiden Hauptfiguren: dem gescheiterten Architekten und alkoholabhängigen Möbelhausbesitzer Clark, der seine Scheidung nicht mit seinem gekränkten Stolz vereinbaren kann und voller Verbitterung und Wut auf seine Ex-Frau ist. Und seiner Psychotherapeutin Mary, die ihr eigenes Kindheitstrauma mit sich herumträgt. Einerseits will Mary Clark helfen, ihren Job gut machen, und ihren Patienten wieder zurück ins Leben holen. Andererseits nimmt sie ihre Arbeit fast schon zu persönlich und kann sie nach Feierabend nicht einfach abschütteln. Clark geht regelmäßig zur Therapie und scheint damit zumindest ein Einsehen zu haben, dass er Probleme hat und Hilfe braucht. Gleichzeitig will er von Mary vor allen Dingen Bestätigung für seine Sicht der Dinge bekommen. Als er die Backrooms entdeckt, scheint das aber neue Lebensgeister in ihm zu wecken und plötzlich ist es ihm nicht mehr nur wichtig, dass Mary ihn bestätigt, sondern, dass sie ihm wirklich glaubt.

Wie gesagt, hat mir der Film nach dem Abspann noch länger keine Ruhe gelassen. Ich habe also ein bisschen recherchiert und habe dadurch erst erfahren, dass es zu den Backrooms bereits seit Längerem eine YouTube-Serie gibt, die vom Filmregisseur stammt, und dass das Ganze ein Internet-Phänomen mit seiner eigenen Historie ist. Vor einiger Zeit entstand dort das Konzept der "Liminal Spaces", also Orte, die wie aus einer Zwischenwelt wirken, wie Übergänge zwischen der Realität und dem Übernatürlichen, Schwellenzustände zwischen Leben und Tod, dem Bekannten und dem Unbekannten, dem Greifbaren und dem Unbegreiflichen. Also im Grunde das materialisierte Unheimliche. Das können verlassen wirkende, leere Hotelflure sein, leere Fabrikgelände oder vergessene Orte aus einer anderen Zeit.

Fazit: Ein überaus gelungener Horrorfilm, der das Wesen des Unheimlichen auf beunruhigende Art und Weise einfängt, und der noch lange nachklingt. Sehenswert!
Rob T.
Rob T.

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4,0
Veröffentlicht am 26. Juni 2026
Clark (Chiwetel Ejiofor) hat gerade keinen guten Lauf. Er leitet ein Möbelgeschäft, das nicht gut besucht ist. Man könnte auch sagen: gar nicht besucht. Er ist gerade geschieden worden, und deshalb schläft er in seinem Laden.
Im Keller hört er Geräusche, die von der anderen Seite der Wand zu kommen scheinen. Er entdeckt, dass es einen geheimen Eingang zu den Räumen dahinter gibt. Und nicht nur das: es handelt sich um ein scheinbar endloses Labyrinth an Räumen.
Gemeinsam mit seinen Angestellten Kat (Lukita Maxwell) und Bobby (Finn Bennett) sowie mit einer Videokamera erkundet er die Räume. Alle drei kehren nicht zurück.
Nun ist es seine Psychotherapeutin Mary Kline (Renate Reinsve), die sich auf die Suche nach ihm macht.

Kleines Budget, maximaler Erfolg. "Backrooms" gehört zu den spannenden Phänomenen dieses Kinojahres. Der Psychothriller hat nicht mal eine Million Dollar gekostet und hat bereits ein Vielfaches eingespielt. Regisseur Kane Parsons ist gerade mal 21, und dieser Film ist eine Adaption seiner Youtube-Serie.
Es ist ein Hype entstanden, der aber auch vollkommen gerechtfertigt ist.
Man erlebt hier einen echten Psychotrip. Denn aus der Entdeckung dieser Räume hinter der Wand erleben wir viele Überraschungen. Der Film spielt da auch mit dem Zuschauer. Mit seinen Ängsten, mit seinem Empfinden.
Der Film bietet extrem spannende Momente, Augenblicke, die an den Nerven zerren, auch Schreckmomente.
Was der Film aber vor allem bietet: Man muss ein bisschen mitdenken, und das passiert von ganz alleine. Denn das muss man auch sagen: Ziemlich wahrscheinlich wird man nicht alles verstehen, aber man kann da sehr lange drüber nachdenken, weil immer wieder Anhaltspunkte aufblitzen, über die man später unter Umständen noch nachdenkt.
Hinzu kommen großartige Soundeffekte, Klangteppiche, und beim Abspann sollte man sitzen bleiben, denn der Sog, der da zu hören ist, geht unter die Haut.
Eduard
Eduard

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0,5
Veröffentlicht am 24. Juni 2026
Totaler Schwachsinn - das „Monster“ ist auch total langweilig und die Story dahinter ist auch sehr öde
Michael K.
Michael K.

60 Follower 310 Kritiken User folgen

1,0
Veröffentlicht am 24. Juni 2026
Es ist noch einmal ein wesentlicher Unterschied, ob ein Film eine platte oder abstruse Handlung hat oder ob gar keine Handlung da ist, und "Handlung'" geradezu schockierend aufgesetzt und mit "psychologischem" und "philosophischem" Worthülsen-Blendwerk als "mysteriös" verkauft werden soll. Bei "Backrooms" ist das Zweite der Fall, und daher ist das einer der wenigen Filme, vor denen ich wirklich warnen würde.
Aufgrund der Trailer könnte man - wie ich es tat - einen formalistischen Thriller wie "Der Schacht 1" erwarten. Aber davon ist hier nichts zu sehen. Die Szenen spoiler: bilden eine einzige Abfolge krasser Logiklucken, es ist .zum Beispiel völlig unklar, warum die wackere Protagonistin am Ende von dieser Figur verfolgt wird, was diese Klinik vorher sollte und warum sie plötzlich im Haus eingemauert ist.
. Und die spoiler: Szene mit den Puppen, die der Protagonist essen will,
ist nicht nur inhaltlich komplett wirr, sondern auch technisch schockierend billig. spoiler: Das Ende geht voll in Richtung 0,5 Sterne,
nur das anfangs stimmungsvolle Setting verhindert bei mir knapp die noch schlechtere Bewertung. Die Schauspieler/innen sind hier allerdings komplett "unschuldig", hier kann meines Erachtens kein Schauspieler der Welt (und keine Schauspielerin) etwas "retten"..
beco
beco

84 Follower 453 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 23. Juni 2026
Eine Reise in die (Un-)Tiefen der Erinnerungen, der Vorstellungen und Verzerrungen, aus deren labyrinthischen Gängen man nicht so leicht wieder entkommen kann.
Die Thematik ist mit viel traditionellem Horror vermischt und erst zum Ende meint man sicher zu sein, dass die Psychotherapeutin Dr. Mary Kline (Renate Reinsve) die eigentliche Hauptfigur ist und nicht Clark (Chiwetel Ejiofor) der Geschäftsführer des heruntergekommenen Möbelgeschäfts, was dem Geschehen eine sehr andere Interpretation eröffnet.
Nicht ganz einfach und gewiss zwiespältig, aber auch sehenswert durch die labyrinthische Unterwelt in der sich die Protagonisten verlieren.
Jacqueline Hahn
Jacqueline Hahn

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0,5
Veröffentlicht am 21. Juni 2026
Wir haben mit Spannung und Freude die Tickets für diesen Film gekauft, da wir begeistere Spieler von Backrooms auf Steam waren.

Und was soll ich sagen..

Der Film hat uns maßlos enttäuscht.. Beinahe keine Handlung.. Szenen wurden teilweise unnötig in die Länge gezogen, kaum Spannung, wenige Schreckmomente, 4D-Erlebnis im Kino war quasi nicht vorhanden.

Man hätte aus diesem Film so viel herausholen können. Es hätte so viele Räume und Entitäten zu zeigen gegeben.

Es hätte gereicht, wenn man sich einfach nur ein bisschen an dem PC Spiel orientiert hätte.

Wirklich wirklich schade. Das Geld absolut nicht wert.
FILMGENUSS
FILMGENUSS

1.001 Follower 982 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 21. Juni 2026
NIMMERLANDS PIRATEN ODER: VON MAUERN UND IHREM DAHINTER
von Michael Grünwald /

„Folge dem Kaninchen!“ So heisst in Lewis Carrols psychologischem Sinnbild Alice im Wunderland, einer viktorianischen Coming-of-Age Geschichte, die das Innere eines Mädchens nach außen kehrt. Wir wissen alle: Alice taucht ein in eine Welt, für die seltsame Verfremdung der Realität ein Hilfsausdruck ist, die ihr aber insofern vertraut vorkommt, da sich Zustände manifestieren, die sich als ihre eigenen erkennen lassen.

Rabattaktion auf Reisen ins Ich!

Diese Psychofantastik hat sich mehrere Jahrzehnte später an die Gegebenheiten der Gegenwart angepasst. Kein Kaninchen mehr, kein Hutmacher, keine Spielkartenarmeen und kein Jabberwocky. Willkommen im Zeitalter des Kapitalismus, der Konzerne und der Anonymisierung des eigenen Ichs. Da hinein ist Kane Parsons geboren. In eine Welt, die kaum mehr weiße Flecken aufweist, die bis auf wenige Inseln und Täler als erschlossen gilt, wo niemand mehr auf Entdeckungsreise geht wie anno dazumal Columbus, Humboldt oder James Cook.

Die Idee von der Welt in der Welt

Beides, das Mysterium der Reise ins eigene Ich und der Drang, hinter das bereits Entdeckte zu blicken, um selbst noch mal Entdecker zu werden, lässt das Multidimensionale des Marvel-Universums genauso reifen wie die Grundidee der Gebrüder Duffer und ihren Stranger Things, die das Upside Down geschaffen haben – eine Welt, die später als manifestierte Kopfgeburt eines Psychopathen analysiert werden wird – und die reale Welt mit dieser verwaschenen Kopie ihrer selbst zeitgleich und ineinander existieren lässt.

Das Verständnis der Räumlichkeit wird dabei ausgehebelt – ob die Zeit selbst dabei verzerrt wird, mag man noch hinterfragen, denn klar ist: Zeit und Raum können nicht unabhängig voneinander existieren. Das Erfassen des Raumes ergibt sich durch die Kenntnis der Zeit, die man braucht, um ihn zu durchqueren – um es ganz simpel auszudrücken.

Betretbare Geisteszustände oder: Irgend etwas stimmt hier nicht

Kane Parsons war gerade mal elf, als der Netflix-Hype Stranger Things vom hauseigenen Bildschirm waberte. Die Idee der verkehrten Realität oder einer verzerrten Ausgeburt einer selbigen könnte aus diesem Fernseherlebnis entstanden sein, vielleicht aber auch aus dem Lesen von Stanislav Lems Solaris – und der Begeisterung für einen ganz großen Kino-Surrealisten: David Lynch.

Wenn jemand etwas mit Räumen zu tun hat, die in Zwischenwelten und einerseits in der Realität und auch wieder nicht existieren, dann ist das dieses in die Filmgeschichte eingegangene Mastermind, das mit Twin Peaks und seinen als White und Black Lodge bezeichneten Welten aus Schachbrettböden und roten Vorhängen auch Eulen nicht mehr sein ließ, was sie schienen. In ihnen tanzen Zwerge und sprechen rückwärts, ein gealterter FBI Agent Cooper sitzt in einem roten Fauteuil, auch Laura Palmer schreit sich dort die Seele aus dem Leib. All das erscheint vertraut und doch verkehrt, mit diesem Knick der Realität und dem Gefühl, irgend etwas – und tatsächlich ist dieses Etwas enorm – stimmt hier nicht.

Im Großraumbüro von Agent Cooper als Lost Place

Dabei wäre die Bezeichnung fürs Lynchs Expeditionen in Dimensionen dahinter als Traumwelten zu schwach. Sie sind mehr als das. Sie hegen schließlich die Vermutung, dass diese aus Raum und Zeit losgelösten Hirn-Welten als Makro-Welten tatsächlich, und zwar auf Quantenebene, existieren könnten.

Womit wir eine weitere Möglichkeit in Betracht ziehen, nun endlich auch Parsons Backrooms begreifen zu können. Denn die sind wie Lynchs Welten eine verfremdete vertraute Realität, die wie billige Kopien wirken, die eine eigene Mathematik schaffen – die der leeren Quader. Sie geben sich voll und ganz einer der Natur inhärenten Geometrie hin – ganz in Gelb.

Dieses Gelb alleine wirkt schon toxisch, doch je tiefer Chiwetel Ejiofor als Protagonist Clark in diese Welt eindringt, die als materialisiertes Ich auch für andere zugänglich scheint und eben nicht nur für sich selbst, je variabler wird das alles. Je tiefer und weiter es also in diese Backrooms hineingeht, desto gefährlicher, schmutziger und dunkler werden sie.

Jemandem einen Hund beschreiben, der noch nie einen Hund gesehen hat

Es drängt sich der Vergleich auf, dass Backrooms vom Unterbewusstsein handelt. Was denn sonst? Das Unterbewusste existiert, als gebrochener Spiegel der Realität. Was für eine Freud(e), diese Ordnung der uns gewohnten Dreidimensionalität aufzuheben. Diesen Spaß hatte sich schon Zeichner M. C. Escher gemacht, in dem er seine unmöglichen Architekturen auf Papier brachte, in dem er die Möbius-Schleife einfach weitergeführt hat.

Auch die Backrooms sind unendlich, einen kleinen Hinweis gibt Parsons mit einem Filmzitat aus Die unendliche Geschichte. Auch hier wieder: Eine rein aus der eigenen Fantasie erzeugte Welt. Somit ist Backrooms mit seiner Prämisse längst nicht neu. Nur zeitgemäßer, weniger märchenhaft. Weniger bombastisch wie bei den Duffer-Brüdern. Sondern psychoanalytischer, essentieller. Direkt an den Molekülen andockend.

Ein Hype, ganz für sich allein

Diese Idee wurde 2019 zum Hype, dieser Hype zu einer der wuchtigsten Creepypastas im Internet. Und natürlich muss das Studio A24 hier aufspringen und ganz in seinem Sinne diese faszinierende Welt, die , wenn man sich lange genug damit beschäftigt, in ihrer Unlogik vorne und hinten völlig logisch erscheint, auf die Leinwand bringen.

Junge Erwachsenen zwischen 16 und 25 Jahren stürmen also die Kinos sogar an heißen Sommertagen. Die Frage, ob Parsons Regiedebüt gelungen ist oder missglückt, stellt sich gar nicht. Sein Film genügt sich in seiner Prämisse völlig selbst, braucht da weder Feedback noch ein Qualitätssiegel. Das dieses Sich-selbst-Genügen genau das ist, was an dieser Sache so fasziniert, ist das Schöne daran.

Es bellt der andalusische Hund

Doch auch wenn man Backrooms bewerten will: Parsons überlässt den Kinofilm zu seiner Youtube-Legende nicht ganz dem Zufall. Und womöglich weiß er selbst nicht so genau, wen er da glücklich macht mit seinem Werk. David Lynch hätte es gefallen, er würde seine Wesenheiten als elegante Hommage wiederfinden, ohne sie benutzt zu sehen.

Gehen wir noch weiter in der Zeit zurück, würde Luis Buñuel sich darin bestätigt sehen, dass Einrichtung nicht mehr ist als der symbolische Platzhalter für das belastende Materielle, für die Schwere der Existenz. Wer je Buñuels Der andalusische Hund gesehen hat, wird bei all dem Gerümpel in dieser Backrooms-Dimension ein verwandtes Motiv erkennen, nämlich jenen Mann, der beim Durchqueren eines Zimmers einen ganzen Bulk an Möbel hinter sich herzieht. Renate Reinsve gibt Antwort: Von Jeremy Cox genial gefilmt, probt sie derweil die Flucht durch einen Sofa-Parkour.

Als Dokumentation wird alles nur noch gruseliger

Backrooms ist somit die aktuellste Antwort auf ein vernachlässigtes Filmgenre – und überhaupt auf einen vernachlässigten und sehr oft als reiner Dekor fehlinterpretierte Stil: Den Surrealismus. Parsons versteht, worum es dabei geht. Womöglich versteht er es wie sonst kaum jemand, der sich nach David Lynch daran versucht hat.

Parsons wird zum Spezialisten, der es sich aber nicht nehmen lässt, seinen Vorbildern sichtbar für alle zu huldigen. Und dazu gehört neben bereits erwähntem auch The Blair Witch Project – ohne Found Footage-Horror wäre Backrooms nur das halbe Zimmer. Der Wille zum Erforschen und Erlangen von Erkenntnis hat schon in den Neunzigern die Hexenjäger im Wald auflaufen lassen: Jetzt opfern sich bekannte Gesichter aus Film und Fernsehen, um der Wahrheit auf den Leib zu rücken.

Erklär‘ mir Schrödingers Gesichter

Den Horror-Regeln unterwirft sich Backrooms nur bedingt, nur solange es seinen Reminiszenzen dient. Dass er sich dabei komplett dem psychologischen – oder gar psychotherapeutischen– Aspekt unterwirft, dem will er, den Duffer-Brüdern gleich, mit der Möglichkeit eines profanen, aber immer noch rätselhaften Mysteriums entgegenwirken. Das beschert ihm eine gewisse Balance und entzieht ihm damit den Vorwurf, in irgendein Geschwurble abzudriften.

Backrooms ist verankert und gleichzeitig auch losgelöst. Und schafft obendrein, seit dem SW-Independentfilm Fremont, eines der irrsten und schönsten Schlussbilder zugleich, das im Quantengedächtnis eines Malers wie Francis Bacon, der mit seinen multiplen Gesichtern immer schon verstört hat, verankert bleibt.

Dafür alleine ist Parsons Film schon sehenswert, neben all den Details, die wie eine gebührenfreie Spielwiese für jene Enthusiasten anmutet, die in ihrem Kopf genug Abenteuer für ein ganzes Leben finden – und manchmal sonst nichts brauchen.


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Anita Tischler
Anita Tischler

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0,5
Veröffentlicht am 20. Juni 2026
Der schlechteste Film aller Zeiten. Nicht mal einen einzigen Stern wert. Alle Zuschauer waren komplett enttäuscht. Frechheit.
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