Hundreds Of Beavers
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Isabelle D.
Isabelle D.

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4,5
Veröffentlicht am 19. Februar 2025
"Hundreds Of Beavers" von Mike Cheslik ist ein völlig durchgeknallter Spaß in Schwarzweiß, der munter Stummfilm, Cartoon, Jump & Run Videospiele, Western und Komödie miteinander vermixt. Mit Ausnahme des Lieds am Anfang, das die Vorgeschichte von Jean Kayak erzählt, wird kein Wort gesprochen. Es gibt wenige Texttafeln zwischendurch, wie man sie von Stummfilmen kennt, ansonsten kommunizieren die Schauspieler mit Gesten und Geräuschen. Jean Kayak ist ein Apfelschnaps-Hersteller, der selbst sein bester Kunde ist - bis eines Tages Biber die Stützpfeiler seiner Schnaps-Reservoirs zernagen und damit eine Kette von Ereignissen auslösen, die Jeans Haus sowie seine komplette Plantage und sein ganzes Hab und Gut in Schutt und Asche legen.

Jean versucht sich daraufhin mehr schlecht als recht in der Wildnis alleine durchzuschlagen, stellt sich aber bei der Hasenjagd maximal dusselig an. Die "Tiere" in dem Film sind übrigens Menschen in Tierkostümen, Stofftiere oder animierte Cartoon-Figuren. Eines Tages sieht er Rauch in der Ferne aufsteigen und geht dorthin, in der Hoffnung, auf andere Menschen zu treffen und Hilfe zu bekommen. Er gelangt zu einem Pelzhändler, der Waren gegen Pelze eintauscht. Jean verliebt sich in die Tochter des Pelzhändlers, doch der möchte sie lieber mit seinem Stammkunden verkuppeln, welcher mit seinem Hundeschlitten und strategisch klug aufgestellten, ausgeklügelten Fallen täglich zahlreiche Pelze liefert.

Doch auch hier kommt es wieder zu einer Verkettung unglücklicher Ereignisse. Schließlich willigt der Pelzhändler doch ein, dass Jean seine Tochter heiraten darf, wenn dieser ihm Hunderte von Bibern bringt. Doch die Tiere sind sehr clever und lassen sich nicht so leicht erwischen ...

Fazit: Irgendwie bescheuert und irgendwie genial. Muss man gesehen haben.
Cursha
Cursha

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4,5
Veröffentlicht am 6. Februar 2025
Manche Filme sind einfach einzigartig und finden in ihrem Genre keine Vergleichsmöglichkeit. Dies gilt auch für „Hundreds Of Beavers“! Einem der witzigsten Filme, die ich je gesehen hab, der so eigen ist und voller kreativer Ideen, das es eine Schande ist, das der Film erst so spät nach Europa gekommen ist und auch in Kinos wieder kaum bis gar nicht gezeigt wird, weil man wieder Platz für den Hollywoodmüll brauch, der die Lichtspielhäuser verpestet.
Dabei ist „Hundreds Of Beavers“ ein herrlich absurdes, aus der Zeit gefallenes (Fast)-Meisterwerk.
Der Film handelt von Jean Kayak, der mit Apfelschnaps handelt, doch als seine Farm in Luft aufgeht muss er sich in Mitten der Eiseskälte als Jäger von diversen Tieren sein Brot verdienen und bekommt es dabei mit unzähligen Bibern zu tun.
„Hundreds Of Beavers“ beginnt bereits in jeder Pore extrem ungewöhnlich und besitzt durch seinen visuellen Stil schnell einen trashigen Charakter, der sich aber schnell als größte Stärke offenbart. Der schwarz/weiß Look, mit körnigem Bild und 4:3 Format erzeugt schnell den Eindruck als schaue man einen Film einer längst vergangenen Epoche. Dass der Film zudem ein Stummfilm ist und niemand im Film, auch nicht die Menschen, nur ein Wort wechseln, gibt ebenfalls das Gefühl alte Stummfilme zu schauen, auch wenn der Ton durchaus vorhanden ist. Einzig Dialoge sind abwesend. Dabei ist die Geräuschkulisse um so beeindruckender, ebenso die extrem theatralische Musik, die das Gesehene exzellent untermalt.
Regisseur Mike Cheslik beweist dabei großes Geschick und schafft es zeitgleich den visuellen Stil mit der Dramaturgie eines Videospiels zu paaren, in welchem er immer wieder Gameelemente in den Film einfließen lässt und diese auch elementarer Bestandteil der Handlung sind, wenn Jean beim „Questgeber“ sich verschiedene Items für die Jagd freischalten kann und damit neue Gewinne erzielen kann.
Der Slapstick Humor funktioniert dabei hervorragend und wird durch Ryland Brickson Cole Tews großartigem Spiel hervorragend getragen.
Ebenfalls großer Pluspunkt werden, die im Titel schon steckenden Biber und sämtliche Tiere in dem Film. Diese sind nämlich offensichtlich Menschen in billigen Kostümen, die jede Illusion brechen. Hasen, Biber, Wölfe und Waschbären sind Menschen in Kostüme, ein Pferd besteht aus zwei Schauspielern, ein Vogel ist offensichtlich aus Papier zusammengebastelt. Alles wirkt so absurd und drüber, dass es zu einem hervorragenden Werkzeug wird, dass den Humor des Film weiter unterstützt.
Cheslik erzeugt damit zwar zunächst eine trashige Note, doch ist dies bewusst erzeugt und man erkennt in jedem Moment die Hingabe und Leidenschaft, die in das Projekt geflossen ist und dass es eben auch mit geringen Mitteln möglich ist perfekt zu unterhalten und bessere Filme abzuliefern, wie beispielsweise Disney oder Marvel.
Kurz: „Hundreds Of Beavers“ ist ein positiver Fiebertraum, der visuell beeindruckend ist, hervorragenden Humor besitzt und voller grotesker Ideen ist. Unvergleichlich mit anderen Werken schafft es Cheslik Leidenschaft und Kreativität zu vereinen und außergewöhnliches Kino zu erzeugen, dass in jedem Moment sehenswert ist und man auch kurze Längen gerne verzeiht, da solche Filme leider kaum mehr vorhanden sind und ein größeres Publikum finden.
Oliver Oertel
Oliver Oertel

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5,0
Veröffentlicht am 3. Februar 2025
Kam grad in der Sneak ... Am Anfang dachte ich ja noch, das ist 'ne skurile Werbung für irgendeinen Apple-Cider und nicht der Hauptfilm. Kurz gefasst - der Film ist so richtig bescheuert. Also so richtig richtig. So dass er schon wieder richtig gut wird. Wer als Kind Spaß an "The Three Stooges" hatte, findets garantiert auch lustig. Ich hab mich jedenfalls schlappgelacht - mehr oder weniger 108 Minuten durchgängig ... :D Allerdings - Leute, die schon mit dem berühmten Stock im Arsch geboren wurden, werden vermutlich auch nach 10 Minuten entnervt gehen ... :D
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