Neueste Kritiken: How To Make A Killing - Todsicheres Erbe
How To Make A Killing - Todsicheres Erbe
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Lemmiblog
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Veröffentlicht am 15. Juli 2026
GELD MACHT GLÜCKLICH, IST SO
Becket ist das letzte Glied einer Erbkette. Seine Mutter, die einst von der Familie verstoßen wurde, hat ihm eingetrichtert, dass nur er dieses Vermögen verdient. Nachdem er auch noch seinen Job verliert, fasst Becket einen mörderischen Plan: Die 7 vor ihm in der Erbfolge müssen weg.
How to Make a Killing geht ca. 105 Minuten und ist ab 12 Jahren freigegeben. Wir haben hier eine Komödie mit Glen Powell in der Hauptrolle und ganz ehrlich, der Mann trägt den Film im Alleingang. Er ist charmant, sympathisch und hat dieses Talent, selbst fragwürdige Entscheidungen irgendwie nachvollziehbar wirken zu lassen. Die Geschichte selbst ist kurzweilig, allerdings sind es die Nebenfiguren, die dem Film immer wieder Steine in den Weg legen. Allen voran Julia, gespielt von Margaret Qualley. Beckets Kindheitsschwarm bewertet Männer ungefähr so, wie die Fifa den Fußball: Hauptsache die Finanzen stimmen. Als das Geld ihres Ehemanns weniger wird und Becket durch eine Reihe von "Unfällen" in der Erbfolge nach oben klettert, wirft sie sich ihm allerdings nicht an den Hals. Stattdessen erwartet sie, dass Becket auf sie wartet, weil er früher in sie verliebt war. Dieser ganze Handlungsstrang ist wirklich anstrengend, vor allem weil Becket im Verlauf sogar einen vernünftigen Job und eine Frau findet. Der eigentliche Plot rund um die Beseitigung der anderen Erben macht Spaß. Man merkt förmlich, wie Becket mit seinen Aufgaben wächst und ein bisschen professioneller wird. Dennoch bleibt der Film eher im Bereich "ganz nett". Er ist nie langweilig, aber auch nie großartig. Das Finale überrascht allerdings und dürfte die Zuschauer spalten. Unterm Strich bleibt eine kurzweilige Komödie, die vor allem dank Glen Powell funktioniert. Die Kills sind ordentlich, die Geschichte wird flott erzählt und man hat seinen Spaß. Leider sind einige Nebenfiguren ziemlich nervig und der Film schafft es nie, über ein "ganz nett".
6/10 Punkten. Es gibt Studien, die behaupten, Geld mache nicht glücklich. Ich würde trotzdem gerne einmal selbst nachprüfen, wie unglücklich ich mit ein paar Millionen auf dem Konto wäre.
"How to make a Killing" von John Patton Ford hat eigentlich eine interessante Geschichte, aus der man eine schwarzhumorige Komödie hätte machen können. Leider ist die Geschichte so uninspiriert, unmotiviert und lieblos herunter erzählt, dass der Film unnötig langatmig und belanglos geraten ist. Man fiebert nicht wirklich mit dem Protagonisten mit, auch wenn Glen Powell sein Bestes gibt, seiner Figur Charme zu verleihen und für Mitgefühl zu werben.
Vielleicht liegt es auch an der Erzählweise, die Regisseur und Drehbuchautor für die Handlung gewählt haben. Der Film beginnt, als Becket schon in der Todeszelle sitzt, er erzählt die Haupthandlung in Rückblenden. Über die Morde bügelt er relativ schnell drüber und als Zuschauer kommt man gar nicht erst in die Verlegenheit, sich mit moralischen Zwickmühlen auseinanderzusetzen, inwiefern die Morde gerechtfertigt waren und ob Becket Sympathie verdient. Ehe man sich versieht, ist der Film auch schon wieder vorbei, ohne dass man irgendetwas für die Figuren empfunden hat oder die Handlung einen irgendwie zum Nachdenken angeregt hätte.
Die Geschichte hätte die Möglichkeit für zahlreiche bitterböse Gags geboten, aber auch das bleibt aus. Wirklich lustig ist der Film nicht. Wirklich traurig oder berührend auch nicht. Gesellschaftskritik oder sonst irgendein tieferer Sinn ist hier auch nicht zu entdecken. Trotz allem ist der Film aber auch nicht so schlecht, dass er wütend machen würde. Er ist einfach nur ... pfft.
Fazit: Schade um das verschenkte Potenzial. Daraus hätte man mehr machen können.
Glen Powel meuchelt eine unliebsame reiche Sippschaft. Der Film bleibt dabei im Genre schwarze Komödie, obwohl er nicht wirklich lustig ist. Er verlässt sich einfach auf den Charme des Hauptdarstellers, der seine Missetaten charmant weglächelt. In die Bereiche Drama, Krimi oder Thriller geht er garnicht konkret rein und das ist für die 100 Minuten Laufzeit einfach zu wenig. Selbst wenn Powel zeigt, dass er so einen unguten Charakter gut tragen kann.
Fazit: Schick aufgemacht, aber weder witzig noch spannend und eigentlich nur unschön makaber!