Ich muss sagen, der Streifen ist gar nicht mal so schlecht. Das Grundkonzept, ist sehr gut. Nu, er ist etwas zu vorhersehbar und Sydney Sweeney, hat irgendwie nicht so wirklich bock. Dies sind die eigentliche Probleme des Films. Eine Chance, sollte man ihm aber geben. Es ist ein typischer "Macht euch selber ein Bild Film".
Vorab: Sydney Sweeney wird für ihre Rolle als Millie keinen Oskar bekommen.
Dennoch liefert sie eine solide Leistung in einem Stangenware-Thriller ab, der durchaus gut unterhalten kann. Ist das alles immer logisch? Nö. Vor allem, wenn der Film ins thrashige rutscht, macht er jedoch viel Spaß.
Fand ihn zwar lang und wartete auf die Wendung, doch als sie kam war ich überaus zufrieden. Ich gehe ins Kino um mich unterhalten zu lassen. Klar hab ich Anspruch, aber gute Unterhaltung muss nicht zwingend Oscar-würdig sein. Im Übrigen find ich oft oscarprämierte Film so richtig, richtig schlimm...
Der Film hat das gehalten, was der Trailer versprochen hat. Hochglanz-Thriller mit zum Teil vorhersehbaren, zum Teil überraschenden Wendungen. Ich wurde gut unterhalten und hatte keine Sekunde Langeweile. Ein Kinoabend, für den sich das Ticket gelohnt hat.
Millie (Sydney Sweeney) kann kaum fassen, dass sie einen Job als Haushälterin bei der wohlhabenden Familie Winchester bekommt. Die zunächst nette Hausherrin Nina (Amanda Seyfried) fällt schon bald negativ auf. Sie macht Millie das Leben schwer.
Paul Feig hat mit Komödien wie „Taffe Mädels“ (2013) und „Spy: Susan Cooper Undercover“ (2015) begeistert. Sein Thriller „The Housemaid – Wenn sie wüsste“ ist leider kaum spannend. Der US-amerikanische Regisseur tritt das einseitig von Nina geführte Gefecht in dem 131 Minuten dauernden Film mindestens 15 Minuten zu breit aus, einfallsreich Erzähltes ist wenig zu erfahren, das Setting jedoch ist im aufwändigen Hochglanz auf der Leinwand verteilt. Erst als die wendungsreiche Auflösung der Geschichte in Gang kommt, wird die Aufmerksamkeit des Publikums erregt. Spät wird’s fies, sadistisch und blutig.
Seyfried bringt die dauerhysterische Nina sehr beeindruckend durch die langatmige Phase. Auch das Spiel von Sweeny kann sich sehen lassen. Andrew (Brandon Sklenar) strahlt eine tonangebende Ruhe aus. Irgendwann muss er einschneidende Entscheidungen treffen.
Das turbulente Finale, der Cast und die Schauwerte von Feigs Film trösten ein wenig über die Anstrengungen hinweg.
Grundsätzlich gute Umsetzung des Buches, aber gegen Ende gab es ein paar Änderungen, die unnötig waren und wohl nur dazu dienten, den Film etwas reißerischer und blutrünstiger zu machen. Im Buch war es realistischer, besser durchdacht. Die Schauspieler waren allesamt sehr gut.
Bereits in den ersten Minuten als das Hausmädchen Millie, gespielt von Sydney Sweeney, ihr Vorstellungsgespräch bei Nina Winchester hat. fällt auf, dass da was faul ist. Kaum ist Millie eingestellt, gibt es schon den ersten Krach mit Nina. Sie beschuldigt Millie die Unterlagen für den Elternabend entsorgt zu haben. Nein, Nina, gespielt von Amanda Seyfried tickt regelrecht aus Nur der Ehemann Andrew ist zu Millie freundlich.
Es stellt sich heraus, dass Nina psychisch labil ist und Millie muss einige Schickanen erleiden.
Bei einem Musicalbesuch in New York kommen sich Andrew und Millie näher. Sie landen im Bett. Dort geht es zur Sache und Brandon Sklenar zeigt seinen muskelbepackten Oberkörper. Und für die Männer zeigt Sydney Sweeney ihre Brüste.
Im 2. Teil des Films erfährt der Zuschauer warum Nina so große Probleme hat. Das geheimnisvolle Zimmer im Dachgeschoss spielt eine zentrale Rolle. Wer ist eigentlich der Übeltäter? Hier zieht sich der Film etwas in die Länge.
Beim großen Finale erwartet den Zuschauer eine Überraschung. Und Millie heuert bei der nächsten Familie an.
Amanda Seyfried spielt ihre Rolle herausragend. Sie wechselt in einer Szene die Emotionen in atemberaubenden Tempo. Sydney Sweeney bleibt in ihrem Spiel etwas farblos. Das kann sie besser.
Der Film ist ein erotischer Psychothriller mit einigen Wendugen, ähnlich einer Achterbahnfahrt. Trotzdem hätte man. aus dem Film mehr machen können. Ich habe einen spannenden Kinoabend erlebt!
Ok Story und ok Schauspieler. Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen. Recht langweilig ohne große Spannung und sehr vorhersehbar. Einmal sehen und vergessen.