Naru (Shahrbanoo Sadat) ist eine talentierte Kamerafrau beim Fernsehen, die eine tiefe Abneigung gegenüber Männern hegt, da sie mehrmals von ihrem Partner betrogen wurde. Nun lebt sie mit ihrem Sohn in einer bescheidenen Einzimmerwohnung bei ihren Eltern in Kabul. Doch nach afghanischem Recht gehört der Sohn eigentlich seinem Vater (Masihullah Tajzai). Während ihrer Arbeit lernt Naru den verheirateten Qodrat (Mohammad Anwar Hashimi) kennen und verliebt sich in ihn. Diese aufkeimenden Gefühle bringen sie in einen inneren Konflikt. Sie fragt sich, ob Qodrat eine Ausnahme oder er nur das Spiegelbild ihres betrügerischen Ex-Mannes ist? Diese Frage stellt ihre Vorstellungen von Männern in Afghanistan auf den Prüfstand und zwingt sie, sich mit ihren eigenen Vorurteilen auseinanderzusetzen.
Definitiv einer der besseren Berlinale-Eröffnungsfilme
Von Michael Meyns