Whistle
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FILMGENUSS
FILMGENUSS

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1,5
Veröffentlicht am 7. Juni 2026
PFEIF MIR DAS LIED VOM TOD
von Michael Grünwald /

Es gibt sie wirklich: Aztekische Totenkopfpfeifen – womöglich eingesetzt zur psychologischen Kriegsführung. Wie das funktioniert hat? Diese kleinen, handlichen Blasinstrumente, die tatsächlich genau so aussehen wie im Film (nur in weniger akkuratem Zustand) geben einen markerschütternden Ton ab, der so klingt wie der Schrei eines von Todesangst geplagten Menschen. Man kann sich den Klang mit Sicherheit auf Youtube zu Gemüte führen, doch mit Sicherheit ist es etwas anderes, den so kuriosen wie beängstigenden Sound direkt, ohne Zwischenmedium, ans Ohr zu lassen, und nicht in mauer Qualität ums Eck nochmal abzuhören. Dann weiß man, wie es ist, wenn dieser Klang nachhaltig im Gedächtnis bleibt.

Artefakte-Horror mit realem Bezug? Bingo!

Mit diesem archäologischen Artefakt aus Mittelamerika lässt sich doch sicher ein schmissiger Horrorfilm machen? Magische Gegenstände aus frühen Zeiten geben schon was her – so zum Beispiel die tätowierte Mumienhand aus dem Geisterhorror Talk To Me der Gebrüder Philippou. Nimmt man diese wie zum Gruß und rezitiert dabei dem genauen Ritus folgend Phrasen, steht die Verbindung ins Jenseits, wo die Toten begierig aufs Diesseits schielen, weil es dort viel besser war.

In Whistle schürzt man die Lippen und trötet in das antike, pummelige Gefäß, um Gevatter Tod ein paar frühzeitige Tode zu bescheren, auf die er nur sehnlichst wartet, denn wie das Schicksal es so will, herrscht für jedes lebende Wesen ein gewisser Determinismus, der sich prinzipiell nicht umgehen lässt, es sei denn…

Als Tote(r) ist man immer klüger

Klar spielen Teenager mit der Gefahr. Egal, wie viele Schulklassen sie schon absolviert und wie sehr sie auch schon auf den ernsten Rest ihres Lebens vorbereitet wurden. In eine antike Pfeife bläst man gerne, auch auf die Gefahr hin, dies bald aus dem letzten Loch zu tun.

Whistle hält also einen filmgewordenen Abzählreim parat, und lässt all die entbehrlichen Freundinnen oder Freunde, die Dafne Keen umgeben, über die Klinge springen. Wenn Klingen ins Fleisch schneiden, bedeutet das Blut, Blut und nochmals Blut.

Einer wird so zugerichtet, als hätte er sich mit seinem Boliden mehrmals um einen Baum gewickelt, ein anderer macht dem schwarzen Ritter aus Monty Pythons Die Ritter der Kokosnuss alle Ehre. Nick Frost zum Beispiel hätte früher mit dem Rauchen aufhören sollen, aber wie auch immer. Wie Regisseur Corin Hardy, der uns mit The Nun ein Standalone für den Dämonen namens Valak geschenkt hat, geht in seinem neuen Film davon aus, dass es vollkommen reicht, Todesfälle nur zu variieren anstatt sie in ein Skript einzubetten, dass mehr über Tod, Schicksal und daraus entstehende, sich bedingende Umstände zu erzählen weiß. Als wäre diese Pfeife nicht eines respektvollen Nachpfeifens würdig, wenn sich Whistle nur ein bisschen mehr für sich selbst und seinen Plot interessiert hätte.

So uninteressant ist das Thema Tod doch gar nicht?

Dafne Keen, einst Wolverine-Girl in Logan und in der Star Wars Serie The Acolyte als Jedi vertreten, gibt hier ein Goth-Girl ohne nennenswerte Mimik. Um sie herum völlig austauschbare Charaktere, die, wie schon erwähnt, sich selbst begegnen, und zwar in der Stunde ihres Todes. Eine coole Idee, doch selbst die verschenkt Hardy insofern, da er zu glauben scheint, Dämon Valak würde auf jede nur erdenkliche Weise mit dem immer gleichen spukhaften Verhalten noch irgendwen hinter dem Ofen hervorlocken.

Einen Pfeifton für den Film, bitte!

Whistle fehlt zur Gänze, und das ist aus meiner Sicht nicht übertrieben, das Gespür für Atmosphäre und schleichendem Grusel. Seine Wahl der Mittel ist zu offensichtlich, um man fühlt schon Minuten, bevor Whistle irgendein Horror-Element aus dem Hut zaubert, was es ist, wie es kommen wird und wohin es letztlich führt. Für einen Horrorfilm ist das der schlimmste Tod. Dabei wünscht man sich vergeblich, dass irgendwer durchs Pfeifen in den knuffigen Totenschädel diesem ein vorzeitiges Ende beschert. Früh genug kann es nicht kommen.



Mehr Reviews und Analysen gibt's auf !
Vitali Steiger
Vitali Steiger

22 Kritiken User folgen

1,0
Veröffentlicht am 1. Juni 2026
Sorry aber ein totaler Schrott Film.  Die Story ist sehr schlecht die Schauspieler ebenso. Von daher nicht zu empfehlen.
PT2 Filmfan
PT2 Filmfan

68 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 22. Mai 2026
Der Film ist eine Mischung aus Smile und Final Destination. Die Idee ist gut, einige leichte Jump Scares ok, Horror ja ganz ok, und nette kills inklusive.
Wie so oft sind die Schauspieler dämlich, und hinterfragen zu ansonsten hat er mich gut unterhalten
Ich hasse TikTok
Ich hasse TikTok

1 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 20. Mai 2026
Ein wirklich empfehlenswerter Film. Klar ist er nicht sonderlich gruselig, aber das ist heutzutage auch kaum noch ein Film. Dafür sticht dieser Film mit seiner genialen Story Idee hervor und vermittelt die Charaktere in der kurzen Zeit ziemlich gut.
Ab hier eine Spoiler Warnung:
spoiler: Die Idee, dass jeder einen eigenen Tod hat, der einen das ganze Leben lang sucht ist vom Gedanken Recht gruselig und erinnert mich ein wenig an It follows. Die Flöte, die den eigenen Tod vorzeitig herbeiruft ist von der Idee ebenfalls gut. Hier fand ich allerdings, dass die Herkunft, der Nutzen und der Wille der Flöte zu wenig thematisiert wurde. Typische Logiklücken hat der Film ebenfalls, was aber normal für Horror ist und entsprechend nicht ins Gewicht fällt. Das Paar in dem Film fand ich ziemlich gut und es hat den Wunsch geweckt, dass dieses Überlebt. Viele Horror Filme scheitern, weil sie diesen Wunsch erfüllen. Ich schaue einen Horrorfilm: Ich will Hoffnung und Spannung und will, dass das Ende mich traurig stimmt, indem er diese bricht. Und hier hat dieser Film nochmal richtig gepunktet. Es hatte den Anschein, dass das Paar überlebt. Und dann sieht man in der letzten Szene, wie die gesamte Schule inklusive des Paars zum Tode verurteilt wird. Der gesamte Kampf, umsonst. Die bereits erfüllte Hoffnung, genommen und in der Luft zerfetzt. Man geht und weiß, was all diese Menschen nun erwartet. Und gleichzeitig musste ich auch kurz lachen, als das Mädchen auf der Bühne in die Föte gepustet hat. Natürlich ist dieser Film nicht mit Meisterwerken wie Sinister, oder die Frau in Schwarz zu vergleichen, allerdings ist er gemessen an den Horrorfilmen der letzten paar Jahre schon ziemlich gut. Empfehlenswert, gerade im Kino, da der Sound viel zum Film beiträgt.
BibiG3
BibiG3

1 Follower 58 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 13. Mai 2026
Im grossen und ganzen hat mit mir der Film gut gefallen. Nur einige Szenen waren so ekelig das ich nicht hingeschaut habe. Ich hörte im Vorfeld nur The Nun deshalb habe ich den Film geschaut. Nichts für schwache Nerven. Den Tod kann man nicht austricksen.
King17
King17

27 Follower 612 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 11. Mai 2026
Ein heftiger Horrorfilm, der es total in sich hat! Die Handlung ist sehr spannend, interessant und düster gestaltet. Der Horrorfaktor war mehr als nur vorhanden. Es gab ziemlich gute Jumpscares und ein Gänsehaut Gefühl. Die Atmosphäre war sehr düster gestaltet, was den perfekten Horror Vibe gegeben hat. Die Charaktere waren sehr gelungen inszeniert. Des Weiteren bietet der Film pure Brutalität, Gemetzel, sowie Emotionen und ein Tick Humor, aber auch eine TOP Besetzung. Insgesamt ist der Film ein wahres Horror-Meisterwerk und ein wahrer Blockbuster.
challengesbya.d.2k
challengesbya.d.2k

25 Follower 380 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 9. Mai 2026
Ein starker Horrorfilm, der es größtenteils in sich hat. Der Film bietet Spannung, einen niedrigen, dennoch vorhandenen Horrorfaktor, aber auch eine größtenteils gelungene Storyline und eine TOP Besetzung! Ein paar Jumpscares waren auch dabei, leider aber nicht wirklich zum Zucken, dennoch gut eingesetzt. Im Gesamtpacket ist das ein starker Horrorfilm.
KultdesRattenkönigs
KultdesRattenkönigs

1 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 11. Mai 2026
Der Film hat so gewirkt wie als wären Szenen einfach raus geschnitten worden , und dadurch gab es keine wirkliche Bindung zwischen den Charakteren ⚆ _ ⚆ Okay da ich mir nicht die Name von den Figuren gemerkt habe nennen wir sie einfach : Ärztin,Beatlejuice Lady,Revenger,Basketballer & Blondie. 1.) spoiler: Basketballer war so ein richtiges Boyfriend Klischee,er hat Revenger die ganze Zeit herum geschubst (was noch ganz aushaltbar war) -> Seine Figur war aber im großen und ganzen Nutzlos. Die anderen haben nie herausgefunden , dass er gestorben ist und er hatte auch nicht wirklich einen Einfluss auf das geschehen, die Story hätte genau so passieren können auch ohne ihn.

2.) spoiler: Es hat 0 Sinn gemacht das Beatlejuice Lady ihren Tod durch die Mach der Liebe besiegt hat ? Was war das für ein Blödsinn ????? Sie hätte genau da sterben sollen.

3.) spoiler: Bei dem Priester konnte man nichtmal erkennen an was er hätte sterben sollen ? Hatte er ne Allergische Reaktion und würde dann verprügelt ????

4.) spoiler: Warum hat niemand im Film hinterfragt (der nicht von der Situation wusste) warum Leute die mit 15 oder gestorben sind , die Knochenstruktur von Erwachsenen haben zum Zeitpunkt ihres Todes ? Würde das in der Realen Welt passieren gäbe es sehr viele Theorien und oder Panik

5.) spoiler: Der Film wirkt so wie als hätte man ein Film über 2 Frauen die sich lieben machen wollen, man hat sich aber nicht getraut es nur im Ihre Liebe zu machen und dadurch kam dann der Horror Aspekt dazu. Wäre komplett okay gewesen , nur leider fiel der Horror Aspekt im Film zu Kurz. Ärztin und Beatlejuice Lady , sind viel zu schnell zusammen gekommen.

6.) spoiler: Der Film ist so geschrieben wie als hätte man Smile und Final Destination genommen und versucht sie mit einander zu kombinieren. Das Konzept mit dem rufen seines eigenen Todes ist eigentlich ziemlich gut, aber wenn man Final Destination und Smile gesehen hat kann man den Plot vom ganzen Film voraus sehen. Like die Post Credit Scene ist einfach nur das Finale vom neusten Smile Film (*´Д`)

7.) Was ich gut Fand : spoiler: Ich mochte Blondie sehr. Ihr Tod war sehr spannend und die Darstellung von ihrer Leiche war Super ! Wie sie noch mit ihrer letzen Kraft die Glocke geläutet hat und wie man gesehen hat, dass sie rapide altert. Ich mochte diese Darstellung sehr ! Ich habe es auch sehr cool gefunden , als der Priester sich quasi selbst den Todegeweit hat weil er das Blut der Ärztin angefasst hat. Für mich war Ärztin das wäre Finalgirl. Auch die ganzen Kustüme waren auch Supi Beatlejuice Lady hatte immer Hammer Klamotten :)
BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

11.859 Follower 5.069 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 6. Mai 2026
Das Konzept von „Final Destination“ und ähnlichen Filmen wird hier gekonnt umgesetzt: eine aztekische Todespfeife beschwört böse Geister herauf, die dann einer Truppe Teenager das Leben zur Hölle macht und das ein oder andere auch beendet. Das führt zu einigen gelungen Schocks und saftigen Splattermomenten. Leider nimmt man daran nur bedingt Teil, da insbesondere die Hauptfigur extrem verschlossen und distanziert erscheint und man keine emotionale Bindung aufbaut. Trotzdem macht diese Pfeife angemessen Spaß.

Fazit: Altes Konzept frisch aufgewärmt mit Kurzweil und etwas Blut!
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