Anora
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3,7
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Janika_clingen
Janika_clingen

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0,5
Veröffentlicht am 11. Februar 2026
Geschockt... der Film hat einen Oscar bekomme ??? Er ist einfach nur flach, die Story ist unfassbar langweilig und nimmt keine überraschende Wendung bis zum Ende.. die Schauspieler sind extrem schlecht besonders Ivan. Man entwickelt keine Beziehung zu irgendeinem Charakter, man wartet eigentlich nur das irgendwas spannendes unerwartetes passiert. Dazu ist er super vulgär und es wird super viel rumgeschrien
No Use For A Name
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14 Follower 1.209 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 16. November 2025
Eindringliches, intensives und ja, auch ein bisschen zu langes Drama um eine junge Frau, die auf bittere Art und Weise einige Wahrheiten des Lebens lernen muss. Hier wird ja oft der Vergleich mit "Pretty Woman" gezogen, ein Stück weit ist das auch gar nicht so verkehrt, letztlich geht der Film dann aber in eine völlig andere Richtung.

Die erste Hälfte wird dominiert von ausschweifenden Partys mit Alkohol, Drogen und Sex, es gibt nichts anderes in dem Leben von Wanja, naja, vielleicht noch die Playstation, aber mehr dann auch nicht. Er ist der Prototyp eines verwöhnten kindischen Bengels, der nie etwas anderes als dieses dekadente Luxusleben erlebt hat. Und na klar, dann gehtÄs mit ihm durch, erst kauft er sich eine Freundin für eine Woche (wobei sie am Ende ja kaum mehr als eine Sexgespielin ist) und heiratet sie dann, ja klar. Diese erste Hälfte ist aber zu lang geraten. Insgesamt geht der Film ja über zwei Stunden, es wird zwar ziemlich gut der Spirit dieses maximal dekadenten überbordenden, ausschweifenden Exzess-Party-Lebens, als ob es kein morgen gäbe, eingefangen, das stimmt schon, man bekommt ein gutes Gefühl für die Lebenswelt von Wanja. Aber eine Straffung um vielleicht 20 Minuten hätte dem Film am Ende eher geholfen.

Wier auch immer, Anora geht da anfänglich auch ziemlich naiv ran, ihre Lektion lernt sie erst im Verlauf der letzten 30 Minuten des Films und alles kulminiert in einer sehr eindringlichen und emotional sehr heftigen Schlussszene. Wo zu Beginn ein ständig wummernder Soundtrack dominiert, kommt das letzte Kapitel des Films vollständig ohne Musik aus, was dem ganzen dann natürlich nochmal eine sehr tragische, emotionale Komponente einbringt.

Sprechen müssen wir auf jeden Fall über die Performance von Mikey Madison. Ich kannte sie ehrlich gesagt vorher gar nicht, bin aber sehr beeindruckt von ihrer Leistung. Wie sie zunächst das kleine, naive, ja "Pretty Woman"-Mädchen spielt, die sich voller Überschwang in diese abartige Welt von Konsum und Party wirft und komplett ihren gesunden Menschenverstand ausschaltet, sich nur dem Rausch hingibt, ist schon stark. Ihre Wandlung dann (oder vielleicht ihre wahre Seite) zur BadAss-Arschtritt-Frau kommt zwar relativ plötzlich, ist aber so glaubhaft und toll gespielt, dass einem das gar nicht auffällt, dass dieser Turn auch vom Drehbuch kaum vorbereitet wurde. Aber es ist schon stark, wie sie fluchend und schreiend (wie oft benutzt sie den Ausdruck "Motherfucker"?) sich gegen diese rücksichtslosen Unterdrücker zur Wehr setzt, sprichwörtlich mit Händen und Füßen, ist schon eindrucksvoll. Und dann am Ende doch umsonst, als sie die Wahrheit erkennt, dass Rausch und Machtmissbrauch mit Liebe verwechselt wurde.

FAZIT: Eindringlich und emotional berührendes Drama mit einer tollen Schauspielerin, die unter die Räder in einer rücksichtslosen, perfide dekadenten Parallelwelt gerät und so auf bittere Weise etwas über das Leben erfährt. Opulente bebildert, aber in der Laufzeit am Ende zu lang. Dennoch absolut sehenswert!
Davki90
Davki90

49 Follower 340 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 4. August 2025
Der Oscargewinner von 2025, ist eigentlich ein 2 geteilter Film. Die erste hälfte geht es um eine Bezeigung einer Prostituierte und einem russischen Milliardärs-Sohn. in der zweiten hälfte, kippt sie Stimmung und es wird zu einem Mafiafilm gespickt mit einem Familiendrama. Er ist eigentlich sehr ernst, hat aber auch viele absurd witzige Momente. Könnte eigentlich, auch fast ein Remake von Pretty Woman sein. Die erste Hälfte, ist mir ein bisschen zu lang, aber gegen hinten raus, gewinnt er dafür an Tempo. Aktueller könnte durch den Konflikt mit Russland, der Streifen nicht sein. Deshalb hat er wohl bei den Oscars so abgeräumt. Diese Preisverleihung, ist halt immer auch sehr politisch, kann man gut oder schlecht finden, genau so, wie dieser Film natürlich.
Rene Drescher
Rene Drescher

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0,5
Veröffentlicht am 24. Juni 2025
Sorry ganz ehrlich ......
Oscars ???? Film ausgemacht... da bekommen Studenten echt was besseres hin
BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

11.853 Follower 5.015 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 22. April 2025
Ich habe diesen Film sehr verspätet gesehen,nachdem die Oscarverleihung und alle anderen Lobeshymnen drüber weggezogen sind. Somit hatte ich keine Chance, um mich unvorbelastet darauf einzulassen, ich wollte nur wissen ob ich sehen und verstehen kann, was die Begeisterung auslöst. Und wie in vielen vergleichbaren Fällen hat mich die Euphorie nicht selbst erfasst, aber ich kann verstehen wo die Begeisterung herkommt. Insbesondere Mikey Madsion ist wirklich ein Highligt, die ihre fordernde Rolle faszinierend ausspielt. Obendrein begibt sich der Film nach knapp einer Stunde auf unbekanntes Terrain und ich habe selten einen Film gesehen, in dem ich so wenig absehen konnte, was wohl als nächstes passiert. Damit verfolgte ich diese stressige Tortur die in der Tat Freizügigkeit, Witz und Gewalt vereint.

Fazit: Unkoventioneller Film mit allen denkbaren Emotionen
Fabian A.
Fabian A.

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3,0
Veröffentlicht am 19. März 2025
Bist arm, bleibst (wahrscheinlich) arm. Bist reich, bleibst (wahrscheinlich) reich.

Die offensichtliche Kritik über Machtverhältnisse im Kapitalismus wird sehr gut dargestellt und findet besonders im letzten Drittel seinen wirkungsvollen Höhepunkt. Dort sind es auch die Charakterdarstellungen die nochmals einen draufsetzen und jeden Satz der Dialoge Bedeutung verleihen und die (traurige) Realität wiedergeben.

Wohingegen das letzte Drittel unterhält, steht der Mittelteil und seine Verfolgungsjagd in einem weniger guten Licht dar. Es wird versucht durch Dialoge und scheinbar außergewöhnliche Charaktere eine Stimmung wie die eines Tarantino Films entstehen zu lassen. Anwendung einer Menge Fucks, Motherfuckers etc. inklusive. Was in einem Tarantino oder vergleichbaren Werken wegen einer einzigartigen Erzählweise und skurrilen Charakteren funktioniert, wird bei „Anora“ nicht entfacht und langweilt dementsprechend etwas. Die lange Laufzeit verstärkt das Problem leider.

Aufgrund der starken Darstellung des emotionalen Horrors den der Klassenkampf mit sich bringt sehenswert. Ist es für mich verständlich dass der Film so viel Oscar Hype erhalten hat? Eher nicht.
Minesweaper
Minesweaper

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0,5
Veröffentlicht am 17. März 2025
Der Film war schrecklich höchst ordinär und das über 2 Stunden lang. Warum der prämiert wurde ist mir ein Rätsel, vermutlich hat die Hauptdarstellerin mit allen Jury Migliedern rumgefickt, fuck fuck fick, geil und Scheiße und ähnliches waren 90 % des Dialogs 
Frank Ihle
Frank Ihle

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4,5
Veröffentlicht am 6. März 2025
Da müssen Oscars her, damit man sich diesem Film aufmerksam zuwendet und dann stellt man fest, dass er wirklich richtig toll ist und das verkörpert, was Kino eben ausmacht.
Rob T.
Rob T.

7 Follower 359 Kritiken User folgen

1,0
Veröffentlicht am 13. März 2025
Bester Film. Beste Regie. Bester Schnitt. Bestes Originaldrehbuch. Beste Hauptdarstellerin.
Fünf Oscars für "Anora". Das kam durchaus überraschend.
"Anora" ist ein Independentfilm, der gerade mal 6 Millionen Dollar gekostet hat - und dennoch konnte er sich gegen Filme wie "Konklave" oder "Like a complete Unknown" durchsetzen.

Was also hat "Anora", dass er so viele Oscar bekommen hat?
Wenn man sich den Film ansieht, dann kommt man ins Staunen.

Er will sie eine Woche behalten. Oder eher: mit ihr zusammen sein. Zeit verbringen. Ivan (Mark Eydelshetyn) ist der Sohn eines steinreichen russischen Oligarchen. Er verbringt Zeit mit Anora (Mikey Madison), einer Sexarbeiterin aus Brooklyn.
Es ist Zuneigung, vermutlich. Sie haben eine gute Zeit, und sie sie heiraten dann sogar in Las Vegas. Aber es kommt der Moment, wo die Familie es rausfindet. Ivans Eltern schicken einen Trupp zu ihrem Sohn, darunter sind zwei Schläger. Sie sollen Ivan dazu bringen, die Ehe zu annullieren. Als dann die Eltern selbst in New York eintreffen, droht alles zu eskalieren.

Tja, was also ist es, was dazu geführt hat, dass eine Jury diesem Film fünf Oscars gibt?
Die Story ist zwar nicht herkömmlich, aber auch nicht außergewöhnlich aufregend. Im Gegenteil. Zunächst zieht sich alles, die Handlung ist langgezogen und eher öde. Die schauspielerischen Leistungen sind okay, aber nicht herausragend. Viel Sex, ein bisschen schmachten, und als die Schläger kommen, ist viel Drama. Es wird viel geschrien, ein paar Schlägereien und wieder Geschrei. Und immer wieder f**k.
Die Wende in der Story kommt unvermittelt und erklärt sich auch nicht so richtig. Ivan stellt sich als Ekel raus und Anora muss damit irgendwie klarkommen, sie versucht, stark zu bleiben.
Dennoch fehlt es an Tiefgang, es fehlt eine vernünftige Figurenbindung. Warum es den Schnitt-Oscar gibt, ist vollkommen unklar, denn der Schnitt ist keineswegs auffallend oder besonders. Warum das ein oscarwürdiges Drehbuch sein soll, ist ebenfalls schleierhaft. Die Figuren sind größtenteils klischeemäßig, und einer der Schläger stellt sich als anders heraus, was aber auch überhaupt nicht überraschend kommt.
Der Preis-Erfolg von "Anora" ist ein einziges Rätsel. Ein kino-Highlight ist das keineswegs, eher ein sehr durchschnittlicher Fernsehfilm.
beco
beco

83 Follower 435 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 14. November 2024
Ein ungewöhnlicher Film, der vieles in sich vereint und sich in vier Etappen unterteilt.
1. Einführung
Wir lernen Anora kennen, ihre Lebenswelt und wie sie sich darin bewegt.
2. Ivan tritt in Ihr Leben, eine wilde ausgelassene Party, die mit ihrer Heirat ihren Höhepunkt findet.
3. Jagt nach Ivan, zwischen Slapstick und Action
4. Rückkehr in die Wirklichkeit der realen Welt

Alle Kapitel überzeugen mit ihren unterschiedlichen Erzählweisen, in ihren Darstellungen und mit ihren Darstellern.
Absolut sehenswert
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