In die Sonne schauen
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Kassja Perlodent
Kassja Perlodent

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5,0
Veröffentlicht am 2. September 2025
Wie man an den Kritiken merkt, ist der Film nichts für schwache Nerven - oder ebenso fragile Männeregos.
Spannender, künstlerischer Film, der in Form von tiefer Symbolpsychologie Einblick in die Welt einer Frau der vergangenen Epochen gibt. Sehr gelungen!
Marlies H.
Marlies H.

1 Kritiken User folgen

0,5
Veröffentlicht am 10. September 2025
Wer unbedingt selbst in eine Depression rutschen will, der kann sich den Film ansehen. Es bleibt ein schaaler, sehr deprimierter Nachgeschmack. Welchem kranken Geist mag dieser Film entsprungen sein!
Geht es der Regisseurin darum, mit noch mehr Grausamkeit, Tristess, Verwahrlosung, Hoffnungslosigkeit und mehrfachen Todessehnsüchten ... und durchgeführten Suiziden Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit zu erhaschen.... um die Schwierigkeiten in der heutigen Realität vielleicht noch übertrumpfen zu können? Es scheint nicht darum zu gehen, die schwierigen Lebensumstände der Menschen in den unterschiedlichen Zeitepochen darzustellen, sondern es ist wohl eher ein Labsal an den Grausamkeiten, welche sich in dem langatmigen Film immer mehr steigern. Filmschaffende haben auch eine Verantwortung den lebenden Menschen gegenüber - ihren "Kunden", die sich diese Filme ansehen sollen. Geht es den Filmemachern darum, die Menschen in noch mehr Hoffnungslosigkeit mit solchen Filmen zu treiben? Ich habe noch vor Filmende die Vorstellung verlassen - aus Selbstschutz.
Mein Fazit: Meidet diesen Film = nicht anschauen. Es ist ein sehr schlechter Film!
Lavendelstern
Lavendelstern

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5,0
Veröffentlicht am 30. August 2025
Lange hab ich über einen Film nicht mehr so nachdenken müssen. Verstört und gebrochen ist man danach, aber auf eine gute Weise. Wunderschön inszeniert und trotz der Schicksale nie anklagend . Werde ihn mir nochmal anschauen.
nowherenow
nowherenow

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0,5
Veröffentlicht am 29. August 2025
ja spinn ich
wasn hype
dabei is da nix
arme junge frauen, von bösen männern gequält, jahrhundertelang

so
wie es die moderne erzählung verlangt

frauen aind opfer und schuld aind die männer

viel mehr wird da nicht erzählt

der rest sind filmkritiker auf krypto droge

ende
Susanne Ackerl
Susanne Ackerl

2 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 30. August 2025
Was für ein Meisterwerk! Selten bin ich so berührt aus dem Kino gekommen. Auch heute Nachmittag beschäftigen mich die Bilder des Films noch so sehr, dass ich mir erneut Karten gekauft habe. Ich glaube, den Film kann man gut mehrmals gucken. Schauspielerisch ist es alles höchstes Niveau. Besonders hat mich Hanna Heckt als kleine Alma beeindruckt. Einwandfreies Plattdeutsch und das Schauspiel intensiv, glaubwürdig, mitreißend und auf einem Level das zur Oberliga des Schauspiels gehört. Wundervoll.
10/10 Punkten ⭐️
Inge Schneider
Inge Schneider

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0,5
Veröffentlicht am 31. August 2025
Man muss sich schon sehr für Selbstmordfantasien, Sterben und Tod interessieren, um diesem düsteren und trostlosen Film etwas abzugewinnen. Bedrückend statt bewegend. Eine Oscar-Chance sehe ich hier nicht.
abacus24
abacus24

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1,0
Veröffentlicht am 1. September 2025
Bereits nach 15 Minuten wollte ich nur noch raus. Dunkel, negativ, langwierig/weilig,
Ja, ein Kunstfilm mit guten Schauspielern und Filmaufnahmen aber zu Düster und Dunkel.
Ich mag schon Filme die sich kritiscvh mit etwas ausdeinandersetzen, aber über 2 Stunden
düstere Welt. Nein danke. Einer der wenigen Filme wo ich vorher rausgegangen bin.
N Ka
N Ka

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5,0
Veröffentlicht am 17. August 2025
Endlich mal ein guter deutscher Film!
Diese weibliche Erziehung ist einfach großartig... spoiler:
Martina Prestien-Häberli
Martina Prestien-Häberli

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0,5
Veröffentlicht am 6. September 2025
Ein absolut zerstörerischer Film, wo ich mich frage: Welche Drogen wurden konsumiert, welch kranke perverse Phantasie hat jemand, der sich so einen Stoff einfallen lässt. Und dieser Film wurde in Cannes ausgezeichnet...Einfach nur krank! Triggerwahnungen müssten gleich mehrere ausgesprochen werden, der Film kann retraumatisieren, der Film verbreitet einfach nur eine düstere, depressive Grundstimmung! Überhaupt, in kleinstem Maße empfehlenswert!!!
Yuji Saso
Yuji Saso

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0,5
Veröffentlicht am 10. September 2025
Absurder Pessimismus getarnt als Realismus
Enthält Spoiler.

In Interviews erklärte die Regisseurin, dass sie den Hof während der Pandemie erstmals besuchte und dort Urlaub machte. Sie schildert, wie sie in einer ruhigen Ecke des Hauses saß und fasziniert war von der Vorstellung, dass an genau diesem Ort „vor 100 Jahren, vor 80 Jahren wilde Dinge passiert sind“ — dass „Dramatisches und Banales an derselben Stelle geschehen“ sei.

Während ihrer Recherchen stieß sie nach eigener Aussage vor allem auf ein „idyllisches Bild“ des Lebens auf dem Hof. Diesem konnte sie aber nicht glauben — warum eigentlich, bleibt unklar. Dann entdeckte sie einen Satz in den Archiven:

„Die Magd muss für den Mann ungefährlich gemacht werden.“

In Interviews gibt sie offen zu, dass ihre weiteren Recherchen ins Leere liefen, was dieser Satz jetzt eigentlich bedeutet. Also beschloss sie, den Satz „halluzinatorisch“ (nach eigener Aussage) weiterzudenken:

Sie stellte sich vor, dass die Magd zwangssterilisiert wurde.
Danach, so ihre Fantasie, sei sie jede Nacht von den Männern des Hofes missbraucht worden.

Das alles ist nicht durch Quellen belegt. Es ist eine freie Erfindung. Und es wirkt absurd. Was für ein krankes Weltbild muss man eigentlich haben, damit das wie die plausibelste Erklärung wirkt?
Historisch viel naheliegender wäre die Deutung, dass es hier um moralische Kontrolle ging: sittsame Kleidung, räumliche Trennung, das Vermeiden von Versuchung, die Bewahrung von „Anstand“. Doch die Regisseurin entschied sich für das genaue Gegenteil — und dieser Ansatz prägt den gesamten Ton des Films.

Was folgt, ist eine über vier Generationen gespannte Erzählung, die in einer Atmosphäre von Unheil, Missbrauch und Verzweiflung ertränkt wird.

spoiler: Der Film beginnt mit einer Szene, in der ein tyrannischer Hausherr eine Magd ohrfeigt.


spoiler: Nach dem Krieg laufen mehrere Frauen angeblich mit Steinen in den Taschen in den Fluss, um Übergriffen durch die Besatzung zu entgehen — eine kollektive Verzweiflungstat, die historisch kaum plausibel wirkt.


spoiler: Ein Elternpaar jagt sogar den eigenen Sohn, um ihm mit einer Sichel den Arm abzuhacken, damit er nicht eingezogen wird — anstatt ihn zu verstecken oder andere Wege zu finden.


Fast jede Szene wird von dröhnenden, unheilvollen Klängen unterlegt, jede Einstellung wirkt von einer negativen Grundstimmung durchzogen. Sogar eine einfache Heuwagenfahrt wird zu einem Albtraum und endet im Tod.

Dabei hatte die Regisseurin in ihren Recherchen Hinweise auf Idylle und Normalität gefunden. Im Film aber ist davon nichts mehr übrig: Das dargestellte Bild ist einseitig grau, gewaltvoll und bedrückend — ein Albtraum, der als Historie inszeniert wird.

Bei der Premiere in Cannes erzählte Hauptdarstellerin Lena Urzendowsky, dass ein Mann nach der Vorstellung zu ihr gesagt habe:

„Nachdem ich den Film gesehen habe, habe ich mich zum ersten Mal in meinem Leben dafür geschämt, ein Mann zu sein.“

Die Schauspielerin nahm das als Bestätigung, und auch die Regisseurin zeigte sich damit zufrieden — als wäre kollektive Schuld irgendeine positive künstlerische Leistung, lmao.

Wir haben den Film mit vier Frauen gesehen. Keine von uns konnte sich mit den Figuren identifizieren oder deren Handlungen nachvollziehen.

Am Ende wirkt der Film wie eine verwässerte Version von Lars von Triers „Melancholia“: übermäßig melodramatisch, ohne die notwendigen Kontraste, verzweifelt auf Gravitas aus.
Es fehlte eigentlich nur noch, dass irgendein Bauer ein Schwein missbraucht, um die Stimmung endgültig ins Extreme zu treiben.

Das Ergebnis ist ein verzerrtes, pessimistisches Zerrbild der Vergangenheit:
Anschuldigungen ohne Belege, Trauma ohne Zwischentöne, Leid ohne Hoffnung.

Und dennoch: Die handwerkliche Qualität ist unbestreitbar.
Beeindruckende Kameraarbeit, präzises Color Grading, meisterhafte Kostüme.
All das jedoch verschwendet an eine Erzählung, die in sich selbst verloren wirkt, die so besessen ist vom eigenen Pessimismus. Das im Feuilleton viel besprochene "sich kollektiv darin wiederfinden" ist mehr manufactured consent als wahre Identifikation...

Fazit

Ein visuell herausragender, aber inhaltlich fehlgeleiteter Film.
Eine ausufernde Unheils-Fantasie, die historische Realität durch düsteren Pessimismus ersetzt.
[/spoiler]
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