Ich kann verstehen, wenn jemanden der Film nicht gefällt. Aber ich habe den Schuh des Manitu geliebt und habe mich erneut sehr sehr gut unterhalten gefühlt. Es gibt viele Referenzen auf andere Filme, viele lustige Szenen und tolle Ideen und auch eine Überraschung. Jeder, der auch nur ein bisschen was mit der Schuh des Manitu anfangen konnte, sollte den Film sehen. Wer einen Film mit komplexer Storyline erwartet, sollte auf einen anderen Film umsteigen :)
Nach den kontroversen Kritiken war ich gespannt was mich erwarten würde. Zum Glück wurde ich nicht enttäuscht. Neben der sehr guten und professionellen Qualität konnte ich mehrfach herzhaft lachen vielleicht weil manche Gags einfach eine totale Blödelei sind. Auch die vielen Referenzen zu anderen Filmen haben gut gepasst. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt.
„Der Schuh des Manitu“ knüpft nahtlos und zeitgemäß an den Humor seines Vorgängers an und beweist, dass Michael „Bully“ Herbig auch auf der großen Leinwand seine unverwechselbare Handschrift beherrscht. Mit treffsicheren Pointen, absurden Dialogen und charmant-überzeichneten Figuren gelingt es dem Film, die Zuschauer über die gesamte Laufzeit hinweg mit zahlreichen Lachern zu unterhalten.
Die Geschichte ist einfach, aber effektiv erzählt: Sie bietet genug Struktur, um den skurrilen Einfällen Raum zu geben, ohne den roten Faden zu verlieren. Gerade die Mischung aus liebevoller Western-Hommage und parodistischer Leichtigkeit sorgt dafür, dass der Film auch heute noch seine komödiantische Wirkung entfaltet.
Fazit: Eine rundum gelungene Komödie, die sowohl Fans des Originals als auch neue Zuschauer mit ihrem Humor, der Mischung aus Klamauk und subtilen Seitenhieben, und einer gut durchdachten Story begeistern kann.
Ich fand „Den Schuh des Manitu“ damals eigentlich ganz gut, auch wenn er sicherlich keinen feingeistigen Humor a la Loriot bot, sondern größtenteils den typisch deutschen Schenkelklopferhumor wie ihn Otto schon seit 50 Jahren zelebriert. Das Problem damals wie heute ist, dass kein Mensch außerhalb des deutschen Sprachraums diese Art von Humor komisch findet. Und weil man solche Filme eben nicht international vermarkten kann, ist man für einen kommerziellen Erfolg zwingend auf entsprechende Einnahmen aus Deutschland angewiesen. Da die Produktionskosten für den neuen „Manitu“ mit ca. 16-18 Mill. Euro fast viermal so hoch waren wie beim ersten Teil, muss der Film schon sehr viele Zuschauer in die Kinos locken um in der Gewinnzone zu landen. Das dürfte allerdings ziemlich schwer werden, da der Film nur ein müder Aufguss des ersten Teils ist ohne jemals ein eigenes Profil zu entwickeln. Die Schauspieler wirken alt, der Humor abgestanden, die Geschichte belanglos. Der ganze Film zehrt allein vom Erfolg des ersten Teils. Irgendwas nennenswert Neues gibt es nicht zu entdecken. Da schaut man lieber noch mal den ersten Teil. Der war lustiger, ideenreicher, preiswerter, und die ganze Machart wirkte trotz Anlehnung an die Karl May-Filme der 60er Jahre irgendwie neu und frisch.
Das war leider nichts! Völlig enttäuscht von dem Versuch was lustiges zu bringen. Nervig mit langen Dialog mit Griechischen und sächsischen Akzent, immer wieder Rückblick auf den erfolgreichen Film um Zeit zu füllen. Die drei Musketiere völlig deplatziert und nicht lustig, kein Kracher nach dem anderen, deshalb kam im Kino höchstens zweimal ein kurzer Lacher auf. Bulli, dass war nix, kannst du bestimmt besser. Leider wird die Enttäuschung lange abhalten. Im Trailer waren eigentlich alle lustigen Stellen zu sehen. Und dann lange nach dem Abspann passiert noch für 4 Sekunden was, da waren 90 % der 26 Personen schon raus. Habe über 22 Euro für das Ticket bezahlt, 6 war es wert.