Neueste Kritiken: Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke
Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke
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Isabelle D.
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5,0
Veröffentlicht am 29. März 2026
"Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" von Simon Verhoeven ist eine großartige Verfilmung des wunderbaren Romans von Joachim Meyerhoff, in dem er von seinen Erlebnissen an der Schauspielschule erzählt und von seinen Großeltern, bei denen er damals gelebt hat. Vor allem, wenn man (wie ich) selbst eine Schauspielausbildung absolviert hat, erkennt man sich sehr in dem jungen Joachim wieder und fühlt sich in den Schauspielunterricht zurückversetzt. Die Schauspieler müssen einen Heidenspaß gehabt haben, Dozenten an der Schauspielschule, Regieassistenten und Schauspiel(schüler)er zu spielen.
Alle Schauspieler machen ihre Sache fantastisch, vor allem Bruno Alexander als Joachim spielt so überzeugend, dass man als Zuschauer vollkommen vergisst, dass man es mit einem Film zu tun hat. Insgesamt habe ich viel gelacht, viel geweint und mich keine Sekunde gelangweilt.
Ein Film, bei dem ich lachen und weinen muss! Voller Wärme und genauer Beobachtung. Hervorragende Schauspieler*innen, tolle Bildregie. Sehr gute und passende Musik. Keinen einzigen Moment langweilig. Ein unfassbares Meisterwerk!
Recht unterhaltsamer Film mit beeindruckenden, meist witzigen, selten albernen Szenen aus der Welt des Schauspiels, vor allem aber der Schauspielschulen.
Hauptfigur Joachim wird von Bruno Alexander überzeugend dargestellt; seine exzentrischen Großeltern (Senta Berger & Michael Wittenborn) runden nicht nur das Starensemble ab, sondern versorgen den Film neben Komik mit der nötigen Portion Drama.
Fazit: Unterhaltsamer, mutmaßlich relativ realistischer Einblick in die Schauspielausbildung; dennoch erwarteten wir aufgrund der begeisterten Kritiken deutlich mehr. Unterm Strich blieb der Streifen über weite Strecken zwar vordergründig witzig und interessant, im Abgang blieb ein fader Beigeschmack zurück. Vielleicht, weil der Film anfangs zu viel wollte, aber nie so richtig durchstartete. Irgendwie perfekte Unterhaltung für ARD/ZDF, die man sich generationsübergreifend daheim um 20:15 Uhr anschalten kann, nur damit die Familie nach und nach auf der Couch wegpennt; ohne dass irgendjemand danach das Gefühl hat, etwas verpasst zu haben. :)
Ein Film über Vetternwirtschaft im Filmbusiness?! Während ich Meyerhoffs Bücher wirklich witzig, unterhaltsam und doch ernst und inspirierend offen finde, bewegt sich dieser Film eher zwischen Langeweile und Fremdscham. Fragwürdig und verwundernd lässt mich aber Botschaft des Films zurück… es geht nicht darum was du kannst sondern woher du kommst wenn du es am Theater zu was bringen möchtest? Passend dazu ist auch Regie und Cast eine direkte familiäre Linie.
Das traurige daran ist, dass der Film hier komplett unfreiwillig exemplarisch für Vetternwirtschaft steht. Eine Ohrfeige für alle Schauspieler und Regiestudenten ohne berühmte Eltern.
Ich habe „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ zusammen mit meinem Sohn gesehen und wir waren beide tief berührt. Der Film ist eine emotionale Achterbahnfahrt: Er erzählt vom Verlust geliebter Menschen, vom Weiterleben, vom Suchen nach Halt und schafft es gleichzeitig, unglaublich witzig zu sein ohne die Tragik zu verharmlosen. Diese Balance zwischen Traurigkeit und Leichtigkeit macht den Film so besonders. Durch eigene Verlusterfahrungen hat uns vieles besonders getroffen, wir haben geschluckt und gleichzeitig viel gelacht. Absolute Empfehlung! Ein großartig gespieltes Kinoerlebnis, das lange nachhallt.
Der Tod seines Bruders wirft Joachim (Bruno Alexander) aus der Bahn. Er beschließt, sein Elternhaus zu verlassen. Er will Schauspieler werden und bewirbt sich an einer renommierten Schauspielschule in München - und wird sogar genommen. Er wohnt nun be seinen Großeltern und erlebt ihren manchmal schrulligen Alltag mit. Den hat er als Kind schon erlebt und fasziniert zur Kenntnis genommen. Aber er liebt seine Großmutter (Senta Berger) und seinen Großvaters (Michael Wittenborn) für all ihre Eigenheiten. An der Schauspielschule jedoch gibt es Stress. Joachim hat Probleme, sich zu öffnen, sich fallenzulassen. Bald nagen große Selbstzweifel an ihm.
"Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" - so heißt nicht nur der Film nach dem gleichnamigen Roman von Joachim Meyerhoff - Joachim im Film beklagt diese Lücke auch. Oder eher: Er leidet an ihr, ohne zu merken, wie sehr er leidet. Der Film von Simon Verhoeven ist unglaublich warmherzig, rührend und mitunter sehr lustig. Daran hat Hauptdarsteller Bruno Alexander einen sehr großen Anteil. Ihm zuzusehen, ist ein Erlebnis. Er spielt die Rolle, und er lebt die Rolle. Körperhaltung, Gesten, Blicke. Aber auch Senta Berger als elegante, manchmal schrullige Alte und Michael Wittenborn als ihr Mann spielen ihre Rollen hervorragend. Wir dringen ein in mehrere Kosmen - den der Theaterschule und den der Familie. Da ist so viel Liebe drin, dass man teilweise vor Rührung die Tränen kommen. Der Film ist mit 137 Minuten sehr lang - langweilig aber wird es nie.
Super Film! Positives wird Negativem gegenüber gestellt. Lustig, tiefgründig, nachdenklich. Lebe im Heute und Jetzt, und genieße die Zeit mit deinen Lieben!
Dieser Film bringt einen nicht nur zum laut lachen im Kino, sondern ist auch zutiefst berührend wo auch mal eine Träne fließt uns es mucksmäuschenstill ist im Kino!
Ein überraschend gelungener Film, der die Balance hält zwischen Komödie und Drama und dabei sehenswerte Einblicke in das Schauspielersein vermittelt, wie aus einem hölzernen Joachim ein Schauspieler wird, der was zu sagen hat. Dabei bleibt die im Zentrum stehende Selbstfindung von Joachim (Bruno Alexander) immer glaubwürdig, sein Weg, der geprägt ist von den Problemen an der Schauspielschule, aber auch vom frühen Unfalltod seines Bruders, wird durch das unaufdringliche Spiel von Bruno Alexander getragen. Hinzukommen die kuriosen, liebevollen Szenen von Senta Berger und Michael Wittenborn, die die Großeltern von Joachim spielen, alleine diese sind den Besuch des Films wert. Allemal sehenswert
Dieser Film ist ein kurzweiliges Vergnügen, das vor allem durch seine Atmosphäre besticht. Ein besonderes Highlight wartet auf die Generation um 1964. Wer in dieser Zeit geboren wurde, wird sich in der Kulisse und dem Zeitgeist eher zu Hause fühlen. Das Set-Design weckt Erinnerungen und sorgt für einen hohen Identifikationsfaktor.