Honey Don’t!
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Sebastian Schlicht7
Sebastian Schlicht7

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3,0
Veröffentlicht am 7. Januar 2026
Sehr ernüchternde Noir-Krimikomödie, trotz tollem Cast...

Die Coen-Brüder sind eigentlich immer ein Garant für ein tolles und frisches Kinoerlebnis. Doch sind beide getrennt unterwegs, sieht das Ganze schon anders aus. Ethan Coen drehte 2025 „Honey Don´t!“, quasi der zweite Teil einer „Lesbian B-Movie“-Trilogie (der erste Teil war „Drive-Away Dolls“ von 2024). Und B-Movie passt sehr gut, denn der Film hat diesen unterhaltsamen, verruchten Vibe der 70er Exploitation-Szene, ebenso einen tollen Cast. Doch leider geht das Ganze am Ende nicht so wirklich auf…

Honey O´Donahue ist Privatdetektivin und geht einem Todesfall nach, der nicht nach einem Todesfall aussieht. Die Spur führt zum arroganten Priester bzw. Drogenboss Drew Devlin und seiner Kirche…

Die Story ist simpel und die Ausführung zunächst sehr unterhaltsam, was vor allem am Cast liegt, der mit viel Spaß an die Sache geht. Margaret Qualley, Chris Evans und Charlie Day stechen besonders heraus und liefern eine gute Performance ab.

Auch die Actionszenen bzw. die blutigeren Momente haben Unterhaltungswert, da der Film sich nie zu ernst nimmt und den bekannten schwarzen Coen-Humor mit ein bindet. Doch der geht nur bedingt auf, manche Szenen sind etwas zu over the top und wirken dadurch überraschend mutlos und gewöhnlich. Ein Coen-Brüder-Film auf Sparflamme könnte man sagen.

Das größte Problem ist jedoch die teils zusammenhangslose und unspektakuläre Geschichte. Immer wieder werden bestimmte Handlungsstränge aufgemacht und dann plötzlich fallen gelassen. Dadurch bleiben die meisten Figuren leider sehr blass und uninteressant, so auch die Hauptfigur Honey. Und das Finale ist unfassbar ernüchternd, weil ich vor allem dachte, dass es jetzt erst richtig los geht. Aber nein, zack schon ist der Film vorbei. Und mit seinen 90 Minuten ist „Honey Don´t!“ kein langer Streifen, klar, aber das hier ist einfach zu wenig für einen soliden, unterhaltsamen Film.

Optisch sieht das Ganze gut aus und auch der Score von Carter Burwell ist ok und wie gesagt trägt der Charme der Darsteller*innen den Großteil der Szenen.

Fazit: „Honey Don´t!“ hatte Potential gehabt, doch ohne seinen Bruder ist Ethan Coen wohl etwas hilflos. Die Nacktheit, das Blut und der schwarze Humor wirken fast etwas zu aufgesetzt und die Story ist erstaunlich fad. Wer einen deutlich besseren Film in der Kategorie sehen will, sollte sich „Love Lies Bleeding“ von 2024 ansehen!
Lemmiblog
Lemmiblog

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2,0
Veröffentlicht am 22. Dezember 2025
WIR SIND KEINE MAKKARONI

Honey ist Privatdetektivin in Bakersfield und sucht parallel zur nächsten Sexpartnerin ihre vermisste Nichte. Die wurde zuletzt mit einem merkwürdigen alten Mann gesehen, der ihr sagte, er liebe sie. Als wäre das nicht schon schräg genug, treibt auch noch eine bizarre Kirche ihr Unwesen. Deren Pfarrer hat nicht nur ein erstaunlich aktives Sexualleben, sondern auch jede Menge krumme Geschäfte am Laufen.

Honey Don’t geht ca. 90 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben. Wir haben hier den zweiten Teil der B-Movie-Lesben-Trilogie rund um Margaret Qualley, die neben einem regen Liebesleben auch erstaunlich kompetent in ihrem Job ist.
Wer auf nackte Haut, viel Sex und eine eher zusammengeschusterte Handlung steht, sollte hier definitiv reinschauen. Denn seien wir ehrlich, die Story kommt erst in den letzten 30 Minuten überhaupt in Fahrt, dann allerdings rasant und gnadenlos. Alles davor fühlt sich wie Flickwerk an. Eine Kirche wird eingeführt, Chris Evans taucht als Pfarrer auf, der öfter Sex hat, als Jesus vermutlich genehmigen würde und im Grunde hat das alles kaum etwas mit der eigentlichen Handlung zu tun. Wobei man fair sein muss, eine echte Handlung gibt es vorher ohnehin kaum. Man redet hier, fährt dort hin, redet weiter. Fertig.
Margaret Qualley ist das Sahnehäubchen auf einem eher mauen Apfelkuchen. Jede Szene mit ihr funktioniert, egal ob angezogen oder nackt. Sarkastisch, frech, trocken, eine Figur, die man gern sieht und der man gern zuhört.
Alle anderen Figuren bleiben dagegen extrem oberflächlich. Die Männer, vor allem die Väter, sind wie immer komplette Loser und wirklich punkten kann hier sonst niemand.
Unterm Strich bleibt ein Werk, das man gut nebenbei laufen lassen kann, ohne Angst zu haben, etwas Wichtiges zu verpassen. Aufmerksamkeit verdient hier eigentlich nur eine Person und die heißt Qualley.

4,5/10 Punkten. Schwache, gebeutelte Menschen wenden sich der Kirche zu, werden abgezockt und der Pfarrer ist moralisch völlig im Eimer. Erstaunlich realistisch, fast schon dokumentarisch.
David Willson
David Willson

1 Follower 106 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 17. September 2025
Kleinstadt lesbisch 'emanzipierte' Privatdetektivin wird von verschiedenen komplizierten Fällen begegnet und geht humorvoll, aber gewaltig damit um. Die Lebensgeschichte von unterschiedlichen Menschen werden angetastet, aber sie führen nirgendwo hin.
Die Rollen sind stark gespielt und es gibt eine gewisse Leichtigkeit und Humor, und die spannende Erwartung, dass alle Fragen beantwortet werden. Leider nicht!
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