Die hilfreichsten KritikenNeueste KritikenUser mit den meisten KritikenUser mit den meisten Followern
Filtern nach:
Alle
David Willson
1 Follower
108 Kritiken
User folgen
3,0
Veröffentlicht am 4. März 2026
Der Titel ist nackt und die Begegnung in zwei der Familien genauso. Der Zuschauer beobachtet 3 Pflichttermine zur Familie Beziehungen. Der verwitwerter Vater sollte von den zwei Erwachsenen Kindern um 35J besucht werden. Er luscht Geld von den Kindern ab und spielt den armen traurigen verwirrenden Vater gut vor. Eine Mutter wird auch pflichtgemäß von den 2 Töchtern jährlich zum Afternoon Tea besucht. Alles ist traditionelle, steif und kalt, und die Töchtern spielen eine etwas unterdrückte Freude vor. Nur beim Schwester Bruder Treffen von Zwillinge freuen sie sich wirklich einander zu sehen obwohl der Anlass traurig ist. Diese 3 Szenen sind in sich stimmig, manchmal komisch bescheuert. Die Darbietung ist überzeugend und der Film wurde gut gedreht. Das Gesamtbild ist für mich einfach zu mager und lau.
Ein typischer Jim Jarmusch? Eine Komödie? Auf drei unterschiedliche Familiensituationen wird ein Schlaglicht geworfen, zwei davon - „Mother“ und „Father“ - zeigen das Verhältnis zwischen Kindern und einem Elternteil, dass von Skurrilität, Unaufrichtigkeit und dem Verlust an Nähe und Zuneigung geprägt ist. Die dritte zeigt „Brother“ und „Sisters“, die sich nahestehen und eine tiefe Zuneigung ausstrahlen, deren Eltern sind tot, aber dadurch die Geschwister zueinander bringen.
Komödien-Sieger ist Tom Waits, die große Kühle herrscht bei Charlotte Rampling als „Mother“ und mit Brother and Sister kann ich am wenigsten anfangen, warme Zuneigung im Rückblick auf die Vergangenheit mit ihren zwielichtigen Eltern. Keine klare Empfehlung, aber auch keine Warnung
Kult-Regisseur Jim Jarmusch präsentiert seinen Fans einen Episodenfilm mit drei Familiengeschichten, deren Handlungen sich nicht kreuzen, aber gewisse Gemeinsamkeiten aufweisen.
Jarmusch ist ein Fan von ungefähren Parallelitäten. Er sucht, findet, inszeniert Abstände, Wiederholungen und Spiegelungen mit Varianten, wie bei „Coffee and Cigarettes“ (2003). In „Only Lovers Left Alive“ (2013) heißen die Protagonisten nicht unabsichtlich Adam & Eve (Tom Hiddleston, Tilda Swinton. In „Paterson“ (2016), eine meisterhafte Ode an den Alltag, gleichen sich die Tage wie ein Ei dem anderen, ständig tauchen Zwillinge auf. Die kleinen oder größeren Unähnlichkeiten nimmt der US-amerikanische Filmemacher ins Visier, nicht nur die Charaktere, auch die Sprachen wie deren Gebrauch. Seine Filme strahlen eine unglaubliche Ruhe, ja Besonnenheit aus, was sonst?! So auch bei „Father Mother Sister Brother“ ein Hochgenuss. Wenn Kinder ihre Eltern besuchen oder ihnen nachtrauern gibt es einiges zu verheimlichen oder zu entdecken. Jarmusch erläutert die zwischen den Generationen erreichte Entfernung, indem er die Figuren nebeneinanderstellt. Dazu muss nicht hektisch zwischen den Storys hin- und hergeschaltet werden. Die Energie, die zuweilen betont komischen Unterhaltungswerte reichen locker aus, jeden Part durchzuerzählen. Das macht Jarmusch so gut, dass jede kleinste Änderung der Mimik zu entschlüsseln ist (insbesondere bei Adam Driver). Er vertraut dem Publikum die Auswertung an, bestens geeignet für eine Filmnachbesprechung.
Das Unternehmen Film läuft auch deswegen so gut, weil Jarmusch gerne wiederholt bewährtes Personal engagiert, vom Stamm-DOP Yorick Le Saux (auch oft bei Olivier Assayas) über Editor Affonso Gonçalves sowie Stars wie Tom Waits, Cate Blanchett und nicht zuletzt Adam Driver.
Fazit: Wer Jim Jarmusch sucht, wird ihn bei „Father Mother Sister Brother“ finden. Seine scharfe Beobachtungsgabe und der Sinn für Humor sind bestechend amüsant.
Fazit: Mit viel Lakonie gewürzte und trockene Tragikomödie, welche episodenartig Familienkonstellationen und -beziehungen sowie familiäre Alltagskonversationen präzise beobachtet und mit viel unterschwelligem Humor aufbereitet. Dadurch fehlt dem Film und Figuren leider an emotionalem Tiefgang und Komplexität (abgesehen von der ). Dennoch ein typischer, guter Jim Jarmusch mit durch die Bank großartigem Schauspieler-Ensemble.