Jeff (Adam Driver) und Emily (Mayim Bialik) besuchen ihren Vater (Tom Waits) in New Jersey. Dort lebt er seit dem Tod seiner Frau alleine in einer Hütte und versucht seinen Kindern klarzumachen, dass das auch funktioniert. Jeff und Emily sehen natürlich, dass die (Un-)Ordnung in der Wohnung eine andere Sprache spricht. Timothea (Cate Blanchett )und Lilith (Vicky Krieps) machen sich nach Dublin auf, um dort ihre Mutter (Charlotte Rampling) zu besuchen. Und obwohl die beiden längst erwachsen sind und eigene Leben führen, leiden die Schwestern immer noch unter dieser erdrückend dominanten Figur. In Paris müssen die Zwillinge Skye (Indya Moore) und Billy (Luka Sabbat) die Wohnung der bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen Eltern auflösen. Der Blick in alte Fotoalben lässt den beiden schließlich klarwerden, wie fremd ihnen die eigenen Eltern ihr ganzes Leben lang eigentlich waren...
Wenn sich bei Jim Jarmusch so etwas wie ein Alterswerk entwickelt hat, dann zeigt es sich darin, dass die mittlerweile 72-jährige Independent-Ikone („Down By Law“, „Dead Man“) größere Ambitionen und den unbedingten Drang zur Coolness immer mehr abgestreift hat. Auch seinen Drehrhythmus hat er dem entschleunigten Modus seiner Filme angepasst: Sechs Jahre ist es bereits her, dass der Regisseur in „The Dead Don't Die“ favorisierte Schauspieler*innen wie Bill Murray, Tilda Swinton und den seit „Paterson“ (2016) augenscheinlich unverzichtbar gewordenen Adam Driver einer Zombie-Invasion aussetzte – nicht zuletzt wegen der sich nur schwer mit seiner lakonischen Gangart vertragenden Nähe zur Genre-Parodie und zum satirischen Zeitgeist-Kommentar mit durchwachsenem Ergebnis.Mit „Father Mother Sister Brother“ folgt Jarmusch nun einem noch weit schlichteren Konzept – und fast scheint es so, als habe
IDENTIÄT ALS ECHO
Kult-Regisseur Jim Jarmusch präsentiert seinen Fans einen Episodenfilm mit drei Familiengeschichten, deren Handlungen sich nicht kreuzen, aber gewisse Gemeinsamkeiten aufweisen.
Jarmusch ist ein Fan von ungefähren Parallelitäten. Er sucht, findet, inszeniert Abstände, Wiederholungen und Spiegelungen mit Varianten, wie bei „Coffee and Cigarettes“ (2003). In „Only Lovers Left Alive“ (2013) heißen die Protagonisten ...
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Gringo93
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3,5
Veröffentlicht am 19. Februar 2026
Fazit: Mit viel Lakonie gewürzte und trockene Tragikomödie, welche episodenartig Familienkonstellationen und -beziehungen sowie familiäre Alltagskonversationen präzise beobachtet und mit viel unterschwelligem Humor aufbereitet. Dadurch fehlt dem Film und Figuren leider an emotionalem Tiefgang und Komplexität (abgesehen von der ). Dennoch ein typischer, guter Jim Jarmusch mit durch die Bank großartigem Schauspieler-Ensemble.
beco
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3,0
Veröffentlicht am 2. März 2026
Ein typischer Jim Jarmusch? Eine Komödie? Auf drei unterschiedliche Familiensituationen wird ein Schlaglicht geworfen, zwei davon - „Mother“ und „Father“ - zeigen das Verhältnis zwischen Kindern und einem Elternteil, dass von Skurrilität, Unaufrichtigkeit und dem Verlust an Nähe und Zuneigung geprägt ist. Die dritte zeigt „Brother“ und „Sisters“, die sich nahestehen und eine tiefe Zuneigung ausstrahlen, deren Eltern sind tot, ...
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David Willson
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3,0
Veröffentlicht am 4. März 2026
Der Titel ist nackt und die Begegnung in zwei der Familien genauso. Der Zuschauer beobachtet 3 Pflichttermine zur Familie Beziehungen. Der verwitwerter Vater sollte von den zwei Erwachsenen Kindern um 35J besucht werden. Er luscht Geld von den Kindern ab und spielt den armen traurigen verwirrenden Vater gut vor.
Eine Mutter wird auch pflichtgemäß von den 2 Töchtern jährlich zum Afternoon Tea besucht. Alles ist traditionelle, steif und kalt, ...
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“Father Mother Sister Brother" hat eine Altersfreigabe ab 12 Jahren bekommen. Das bedeutet, dass nur Personen, die mindestens 12 Jahre alt sind, diesen Film im Kino sehen dürfen. Kinder, die zwischen 6 und 11 Jahre alt sind, dürfen laut FSK den Film allerdings auch im Kino sehen, wenn sie in Begleitung einer sorgeberechtigten Person oder eines Vormunds sind.
Dritter Jarmusch-Film in Folge mit Adam Driver
Ohne Adam Driver geht seit 2016 bei der amerikanischen Independent-Ikone Jim Jarmusch nichts mehr: „Father Mother Sister Brother“ ist nach „Paterson“ (2016) und „The Dead Don't Die“ (2019) der dritte Film in Folge für Regisseur Jarmusch, in dem er den „Star Wars“-Darsteller besetzte.
Simple Ausgangsidee für den Episodenfilm
Nach eigenen Angaben begann die Arbeit am Drehbuch zu „Father Mother Sister Brother“ für Jim Jarmusch mit dem einfachen Wunsch, einen Film zu schreiben, in dem Tom Waits den Vater von Adam Driver spielt. Das lockere Anthologie-Format, das drei verschiedene Handlungen an unterschiedlichen Orten auf der Welt miteinander verbindet, ist für den US-amerikanischen Kultregisseur nicht unüblich und wurde bereits in seinen Episodenfilmen „Mystery Train“ (
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Weitere Details
Produktionsländer USA,
Frankreich,
Italien,
Deutschland,
Irland