„Predator: Badlands“ ist genau der Film, den Disney offenbar schon immer machen wollte:
Ein Predator, der vor allem eines ist – ganz anders als die anderen.
Nicht gefährlicher. Nicht cooler. Nicht mysteriöser. Nein. Einfach… anders.
Weil „anders“ laut Studioapparat automatisch „modern“ bedeutet. Und „modern“ heißt: Wir brauchen einen Predator, der emotional wächst, Selbstfindung betreibt und gefälligst noch ein Haustier adoptiert.
Dek wirkt wie ein Produkt eines Workshops, in dem jemand gesagt hat:
„Lasst uns einen Yautja erfinden, der wirklich heraussticht.“
Und statt „gefährlicher“ oder „unberechenbarer“ hat man sich für:
„Der Kleine ist halt irgendwie besonders.“
Natürlich. Das ist exakt der Spirit, den die Reihe brauchte – ein Predator, der sich anfühlt wie die Hauptfigur eines Animationsfilms, der im nächsten Halloween in den Disney-Stores als Plüschtier liegt.
Und wenn man die alten Filme kennt?
Du weißt schon, diese kleinen, unscheinbaren Klassiker namens Predator (1987) oder sogar der ruppige Predators oder die Hardcore-Comics von Dark Horse?
Dann wirkt „Badlands“ ungefähr so, als hätte jemand Terminator 2 durch den Fleischwolf gedreht und dann gesagt:
„Okay, und jetzt machen wir eine PG-13-Version daraus, aber mit moralischen Lektionen und emotionaler Charakterentwicklung für den Terminator!“
Die Yautja-Kultur, früher ein schweigendes, brutales, archaisches Jägerethos, wird hier auf eine Weise ausgebaut, die sich anfühlt, als sei sie von einem Disney+-Writersroom abgesegnet worden:
Ein Außenseiter-Predator!
Daddy Issues!
Ein knuffiges Alien-Sidekick!
Eine Androidenfreundin, die aussieht wie ein Merchandise-Prototyp!
Und eine Story, die ungefähr so viel Biss hat wie ein entwaffneter Facehugger.
Und dann der Hype!
Der Hype!
„Bestes Sci-Fi seit Jahren!“ Ja, möglicherweise.
Aber ein guter Predator-Film?
Absolut nicht.
Wenn man den Namen Predator entfernt hätte, würde es als eigener Science-Fantasy-Film vermutlich besser funktionieren.
Aber so wirkt es wie eine bewusste Entkernung dessen, was diese Kreatur ursprünglich ausmachte:
Kälte. Brutalität. Unberechenbarkeit.
Keine Coming-of-Age-Reise eines missverstandenen Yautja-Jungspundes.
Kurz gesagt:
„Badlands“ ist Sci-Fi-Unterhaltung, klar.
Aber als Predator-Film?
Ein absoluter Abschied von allem, was die Reihe stark, kantig und kultig gemacht hat.
Man merkt einfach:
Disney wollte einen Predator, der gefällig ist. Und das macht den Film zu exakt dem, was viele Fans befürchtet haben: Murks. Hochglanzmurks. Familienfreundlicher Murks.