Zum Thema Rassen- bzw. Klassenunruhen: Als es in Wien 1927 nach einem skandalösen, politisch motivierten Freispruch wegen Mordes an zwei Unschuldigen durch Anhänger der Frontkämpfervereinigung zu Unruhen kam, haben empörte Sozialdemokraten zunächst ein Polizeiwachzimmer und eine unliebsame Zeitungsredaktion angegriffen und danach das Gerichtsgebäude Justizpalast in Brand gesteckt, aber keine Plünderungen vorgenommen, keine Autos Unbeteiligter demoliert und keine sonstige Häuser angezündet. Ich finde, das sind schon feine Unterschiede zu den mehrfachen extremen Ausschreitungen durch einen primitiven asozialen Mob in den USA (wie es durchaus dokumentarisch in dem Film geschildert wurde, aber auch schon in England und Frankreich vorkam), nur weil die Polizei gegen Verbrecher wie Rodney King, George Floyd oder Michael Brown, die sich bei begründeten Personenkontrollen pampig machten oder widersetzten, halt (eventuell) übertrieben hart einschritt. Der drogensüchtige Schwerverbrecher Rodney King bekam übrigens in einem Zivilprozess von der Stadt Los Angeles 3,8 Millionen US-Dollar Schadenersatz, dafür würde ich mich auch verprügeln lassen. Als ein weißer amerikanischer Bürger einen weißen deutschen Austauschschüler, der ihm aus seiner offenen Garage eine Flasche Limonade geklaut hatte, erschoss (aufgrund eines Stand-your-Ground-Gesetzes im Zweifelsfall zu Recht!!!), gab es deshalb weder gerichtliche Konsequenzen gegen den schießwütigen Amerikaner noch Unruhen Auslandsdeutscher... Das sind alles mit etwas Googeln überprüfbare Fakten.