Mit "Good Will Hunting" erzählt uns Regisseur Gus Van Sant die Geschichte um den hoch intelligenten Will Hunting (Matt Damon). Sein Alltag sieht aus wie jeder anderer auch. Tagsüber putzt er den Boden einer hochangesehen Uni und in seiner Freizeit spielt er Baseball oder betrinkt sich mit seinen Kumpels um Chackie (Ben Affleck) und Morgan (Casey Affleck). Als der Lehrer Gerard Lambeua (Stellan Skarsgard) eine knifflige Mathematikaufgabe an die Tafel der Uni schreibt, löst Will sie mit Leichtigkeit.
Lambeua entdeckt schnell Wills mathematisches Talent. Doch dieser ist sehr verschlossen und zudem Gewaltbereit. Als eine Reihe von Psychologen an den hartnäckigen Will scheitert, wendet sich Lambeua an seinen alten Freund Sean Maguire (Robin Williams). Doch dieser hat selbst Probleme...
"Good Will Hunting" könnte ohne weiteres als modernes Märchen durchgehen. Will stammt von der Gosse, ist ein Waisenjunge, könnte mit seiner Begabung viel erreichen (Lambeau erhofft sich der Menschheit damit zu dienen!) und damit aufsteigen und nebenbei bekommt er auch noch die große Liebe. Zwar legt Gus Van Sant jede Menge Stolpersteine hin (Will und Sean streiten sich, Will kommt ins Gefängnis), aber man glaubt zu keiner Zeit, dass der Film ein schlechtes Ende nehmen wird! Als dann auch noch Skylar (Minnie Driver) die Bühne betritt, weiß man sofort, sie wird es sein! Damit ist der Film leider Überraschungsarm und man weiß, wie er ausgehen wird! Aber das schadet dem wunderbaren Film trotzdem nicht. Mit den 5 Charakteren (Will, Sean, Lambeau, Skylar und Chacie), schuff Van Sant wunderbare Figuren und sie machen schlichtweg Spaß. Es ist zudem sehr interessant zu verfolgen, wieso Will so ist. Mit seinem fotografischen Gedächtnis und seinen Intellekt, ist er jedem überlegen. Man könnte schon meinen, er langweilt sich! Doch wieso macht er nicht mehr daraus und versucht aus diesem "Loch" zu entkommen? Das erfährt man nach und nach. Überraschend ist es zwar nicht, aber die Figur und seine Hintergrundgeschichte erzeugt dennoch einen großen Reiz. Dabei spielt der junge Matt Damon groß auf und zeigt sein vielseitiges Talent. Besonders in den letzten Minuten spielt er groß auf. Williams dagegen mimt den gebrochenen Mann. Seit seine Frau verstorben ist, ist er neuem sehr verschlossen. Seine Trauer vermittelt er hin und wieder durch einen Anfall von Aggressivität. Er zeigt aber auch, dass die heutigen Psychologen keine Spießer sein brauchen. Hin und wieder lässt er einen flotten Spruch (schieb dir die Zigarette in den Arsch. Das ist wesentlich gesünder!) los und entwickelt schnell eine freundschaftliche Beziehung zu Will. Skarsgard spielt hier den arroganten Professor für Mathematik äußerst gut und man entwickelt als Zuschauer auch eine gewisse Ablehnung ihm gegenüber. Auch der junge Affleck weiß hier zu überzeugen. Am besten gefiel mir jedoch Minnie Driver. Ihre Skylar leidet unter der Last ihres großes Geldes, was sie von ihrem Vater vererbt hat. Sie fürchtet, alle sehen nur das in ihr.
Natürlich hat sie auch jede Menge lustige Momente (Geschichte im Inbiss, Basketball-Traum) bekommen. Ich hab mich auf ihren Auftritt jedes Mal gefreut. Gegen Ende rührt sie einen auch zu Tränen.
FAZIT: Gus Van Sant´s Film "Will Good Hunting" ist ein "alles ist toll" Film. Es passieren zwar schlimme Dinge wie Gefängnis, Schlägerei und Streit, aber niemals das Gefühl, dass der Film keinen Happy End bekommt! Als Wohfühlfilm macht er sehr viel Spaß und die 2 Stunden vergehen rasend schnell, doch mir war ein Tick zu "weich".