The Brown Bunny
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esther kind
esther kind

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3,0
Veröffentlicht am 5. Februar 2012
filme wie "the brown bunny" entstehen fast ausschließlich in den usa und schon allein, weil sie dort spielen entfalten sie eine eigene, sonderbare und hypnotische stimmung. es sind werke die ihre bedeutung fast vollkommen aus ihren stil oder genauer aus ihren messerscharfen und zugleich trivial erscheinenden bildern beziehen. wenn etwa bud clay zu den klängen von "come wander with me" durch eine ländliche, amerikanische nachbarschaft kurvt unterstreicht dies meines erachtens auf wundervolle weise die suchbewegung des hauptdarstellers. die charaktere dieses films befinden sich ohnehin nie an einem punkt. sie sind linien, weniger als auf der suche nach einer bestimmung, was aus ihnen wird interessiert sie nicht. da es aber dennoch so etwas wie eine handlung gibt erscheint die auflösung des films etwas trivial und erzwungen. dabei ist die idee des geisterhaften nicht einmal schlecht - nur wird sie eben schon den ganzen film hindurch erzählt. vincent gallo, der sich übrigens während der filmfestspiele von cannes eine harte und teils antisemitische auseinandersetzung mit roger ebert lieferte, hat von seinen vorbildern gus van sant oder jim jarmusch gelernt, eine menge aus stille und bewegungslosigkeit zu machen - das ende jedoch wirft diese konsequenz ohne muße wieder über den haufen. damit beraubt sich der film seiner bezugslosen radikalität, die er über weite strecken hat.
No Use For A Name
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3,0
Veröffentlicht am 15. Februar 2026
Ein ziemlich düsterer, deprimierender, ja geradezu nihilistischer Film. Die meiste Zeit über passiert eigentlich nicht wirklich etwas. Vincent Gallo fährt mit seinem Van die Straße entlang und wir sehen minutenlang nur den Blick auf die Straße, manchmal mit etwas Roadtrip-Musik, manchmal aber auch völlig ohne. Zwischendrin gibt’s mal mehr oder weniger random Begegnungen, man fragt sich die ganze Zeit, was soll das? Gesprochen wird auch nur sehr wenig und dann auch nur belangloses Zeug. Es bleibt dann bis zum grotesken Finale im Wesentlichen unklar, wohin das Ganze führen soll.

Erst in den letzten 15 Minuten nimmt der Film dann nochmal eine ziemlich fiese dramatische Wendung, die ich so nicht habe kommen sehen und die nochmal ein echt heftiger Schlag in die Magengrube ist. Der so viel zitierte (FSK16-)Blowjob ergibt dann auch irgendwie Sinn und ist nicht nur billige Pornografie. Dennoch braucht man schon einen echten Hang zum unspektakulären, stillen Arthausdrama, um Gefallen an diesem Film finden zu können. Denn immerhin passiert 70 Minuten lang eigentlich nichts... Doch aufgrund des starken, wirklich fiesen Abschlusses kann ich gute 6,5 Punkte vergeben.
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