Allein mit Onkel Buck
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Sebastian Schlicht7
Sebastian Schlicht7

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3,0
Veröffentlicht am 10. März 2026
Tolle Figuren inmitten kurioser Situationen

John Hughes prägte die 80er und 90er mit seinen herrlichen Komödien, darunter „The Breakfast Club“ und „Kevin - Allein zu Haus“. Bei Letzterem führte zwar nicht Regie, aber sein Drehbuch war ein großer Faktor, wieso der Film so populär wurde. 1989 übernahm Hughes aber die Regie, zum vorletzten Mal: „Allein mit Onkel Buck“. Der Film gilt für viele als Klassiker der späten 80er, auch unter John Candys Filmografie. Ich persönlich habe den Film nie vorher gesehen und bin auch nicht damit aufgewachsen, weswegen ich natürlich einen deutlich objektiveren Eindruck habe. „Onkel Buck“ ist eine wirklich charmante Komödie an vielen Stellen, an anderen hingegen verliert sich der Film dann aber in den klassischen Haudrauf-Humor der Zeit mit einigen kuriosen Szenen.

Die beiden Eltern der Russell-Familie müssen aufgrund einer Familienkrise zu den Großeltern. Doch wer passt auf die Kids auf? Der Papa ruft gezwungenermaßen seinen Bruder an, Buck. Der ist jedoch alles andere als kompetent: Er lebt in den Tag hinein, trinkt, hat keinen Job, dafür aber ein großes Herz…

Der größte Pluspunkt des Films sind die Figuren und der charmante Cast. Die Kids sind absolut süß und trotzdem schlagfertig und Buck bietet mit seinem Optimismus und seinem Engagement einen tollen Kontrast. Dazu gesellt sich die rebellische, älteste Tochter Tia, die Buck das Leben schwer macht. Gespielt werden alle Charaktere sehr lebendig von tollen Darsteller*innen. Macaulay Culkin hatte hier quasi seine Audition für „Kevin – Allein zu Haus“ ein Jahr später und ist auch hier zuckersüß. Der Star ist aber natürlich John Candy in einer seiner größten und letzten Rollen (er verstarb leider schon 1994). Er ist das Herz des Films und die meiste Zeit ein wirklich toller Charakter.

Es gibt aber auch Momente, die leider etwas negativ auffallen: Da wird in einer Szene ein Teenager entführt, weil dieser die Tochter belästigt hat. Ja, das Großmaul kriegt seine „gerechte Strafe“, aber hier zeigt sich, wie unausgeglichen der Film ist. Auf der einen Seite bietet „Onkel Buck“ sehr ehrliche und charmante Momente und liefert eine schöne Message, auf der anderen Seite geht das Script dann deutlich zu weit mit seinen überschwänglichen Comedy-Momenten. Einerseits sind diese einfach nicht mehr wirklich lustig (wie der unnötige Warzengag oder die Szene mit der Waschmaschine), dann wieder unangenehm düster, so wie die Entführung des Teenies.

Zudem wirkt der Film so als viele Szenen raus geschnitten wurden. Einige Szenen wirken etwas zusammenhangslos, so als ob wir als Zuschauer etwas verpasst haben. Zum Beispiel Tias Flucht von Zuhause: Sie fragt Buck, ob er weiß, was passiert ist, er antwortet mit ja, aber wir werden etwas im Dunklen gehalten. Man kann es sich zwar denken, aber dennoch wäre etwas mehr Kontext gut gewesen… Obendrein wirken manche Handlungsstränge am Ende dann auch zu gehetzt, wie die Beziehung zwischen Buck und Tia. Dafür mag ich aber, dass der Film nicht in einem kitschigen Finale endet.

Optisch ist der Film sehr solide gefilmt mit einigen kuriosen Shots, wie den drei mysteriösen Männergesichtern am Briefschlitz… Dazu kommt ein klassischer und passender 80´s-Soundtrack.

Fazit: „Allein mit Onkel Buck“ hat seine Momente und eine schöne Grundidee. Dazu kommen vor allem charmante Figuren, wie sie nur ein John Hughes schreiben kann. Aus heutiger Sicht jedoch ist der Film etwas schlecht gealtert und hätte deutlich kraftvoller in seiner Aussage sein können. Auch der Humor ist nicht immer mein Ding, auch wenn es sehr witzige Momente gibt. Sehenswert, aber mit einigen Macken...
Brodie1979 ..
Brodie1979 ..

169 Follower 593 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 15. Januar 2026
Ich sah den Film mit etwa 10 Jahren zum ersten Mal und nun nach 25 Jahren erneut, diesmal aus der Sicht eines Erwachsenen . Und habe es genossen, nochmal in diese warmherzige Geschichte einzusteigen, in der John Candy als lieber Loser ein paar Kinder betreut und die aufmüpfige Tochter in einer schweren Phase unterstützt. Der Humor ist veraltet und besonders viele Lacher gibt es nicht, aber natürlich ganz viel Charme, weil viele Darsteller aus anderen Filmen bekannt sind.

Fazit: Weniger auf Lacher angelegte Comedy mit John Candy in ikonischer Rolle!
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