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BrodiesFilmkritiken
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5.015 Kritiken
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3,0
Veröffentlicht am 4. Januar 2018
Als „Zombie-Film mit Niveau“ wurde dieser Film damals beworben, was aber eigentlich einen Tick zu euphorisch ist – man hat es hier mit einem typisch britischen (sehr deutlich ist die Handschrift von Danny Boyle) und recht finsteren Horrorspuk zu tun der im Gegensatz zu vielen Vorbildern das fiese Thema nicht humoristisch bricht sondern nackten, eiskalten Horror liefert ohne jeden Hauch von Ironie. Der Film wirkt recht trist, von Atmosphäre und Inszenierung her, was zwar eigentlich den Ton der Story trifft (Highlights sind die Bilder vom menschenleeren London die mit genialen Tricks hinter der Kamera gemacht wurden) aber sich leider auch auf den Zuschauer überträgt. Die Spannung ist zumindest über weite Strecken solide erhalten, geht dann aber bei den brutalen und wilden Vorgängen auf dem Militärstützpunkt verloren . Trotzdem: insgesamt deutlich besser als so manche Videothekengurke!Fazit: Tristes Gruselmärchen in bewußt trostloser Atmosphäre daß es leider nicht schafft die gut aufgebaute Spannung bis zum Ende konsequent durch zu halten!
Die erste Hälfte ist sensationell! Die Szenen in den Cillian Murphy allein durch das verlassene London läuft fand ich einfach nur klasse. Auch als sie dann in der 4er Gruppe unterwegs waren hat mir gut gefallen. Aber mit dem Eingriff der Soldaten, direkt mit den ersten Schüssen die sie abfeuern, verliert der Film für mich an Dramatik. Da kann auch das Finale den Karren nicht mehr aus dem Dreck ziehen. Auch wirkte zum Ende hin vieles konstruiert, da die Infizierten plötzlich immer zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle waren.
Ach, armer Zombiefilm. Außer den Vampiren wurde kein Sub-Genre des Horrors so durchgenommen wie du. Die Liste deiner Schändungen umfasst nun auch weichgespülte PG-13-Blockbuster, romantische Komödien (mit Zombies) und massenhaft bewusst schlechten Trash (obwohl etwas durch den Kakao zu ziehen, was von Anfang an ohnehin als so albern daherkam wie Zombies, irgendwie total arm ist).
Mir ist das aber alles egal, denn ich hab ja 28 Days Later. Hier werden die Zombies “Infizierte” genannt, sehen noch verdächtig menschlich aus und rennen logischerweise. Danny Boyles Porträt der Apokalypse ist hart und real und überhaupt nicht zum darüber lachen. Liebenswerte Charaktere, gespielt von Hochkarätern wie Cillian Murphy, Brendan Gleeson und Naomie Harris, geben dem Film ordentlich Herz und lassen den Zuschauer um ihr Leben bangen. Ich taufe das Ganze feierlich “Survival-Gefühlskino”.
Eigentlich ist das Zombie und Horror Genre so gar nicht meins. Allerdings merkt man hier das ein richtiger Profi den Film gemacht hat. Die Zombies sehen cool aus, die Atmosphäre im film ist gigantisch, vor allem ein lehr gefegtes London ist ein wahrer Augenöffner. Mit cillian Murphy und Naomie harris hat der Film zwei tolle Darsteller. Vielen dank Danny Boyle für diesen tollen Film.
Der Film zeigt das Zombie Genre mal realistisch. vor allem am anfang spielt sich eine sehr Gute atmosphäre. Das Ende hin gegen fand ich nicht würklich gut.spoiler: Mich Störte es dass der hauptcharakter Von angsthase übernacht zur 1 Mann arme wurde.
Ein gut gemachter, mehr oder weniger, Zombiefilm, im Herzen von London! Sicher verspricht die Story nichts Neues. Denn das hatten wir früher schon einmal. Aber das man die Leute in rasende Bestien verwandelt, ist schon auch Horror pur. Danny Boyle ist dabei sehr Gesellschaftskritisch, wie sein Vorbild George A. Romero. Guter Film, aber leider nur kopiert und ins Europa verlagert.
In 28 Days Later geht es um Jim ( Cillian Murphy ) der nach einem Unfall im Krankenhaus aufwacht und nichts mehr so ist wie es einmal war. Durch einen Laborunfall, bricht ein Virus aus der Menschen zu etwas wie Zombies mutieren lässt. Er trifft dann auch relativ bald auf Selena ( Naomie Harris ) und gemeinsam treffen sie wiederum während ihrer Reise auf den Vater Frank ( Brendan Gleeson ) und seine Tochter Hannah ( Megan Burns ). Ab dann geht dann ein kleiner Road-Trip los, bei dem es ums nackte überleben geht.
Ich hab den Streifen über 10 Jahre nach dessen Erscheinung gesehen und er hat mich umgehauen. Die Grundstimmung im Film ist bombastisch. Natürlich sieht man hier ganz klar in der Eröffnungsszene, wo man sich für die Eröffnungsszene von The Walking Dead hat inspirieren lassen. Aber wem ist diese unglaubliche Spannung von der ersten Sekunde an zu verdanken? Cillian Murphy! Was der hier abliefert ist sagenhaft und sowas gutes hab ich in diesem Genre noch nicht gesehen (The Walking Dead mal nicht berücksichtigt). Der hat viel mehr große Rollen verdient als er es bis dato bekommen hat. Vor allem liefert er jedes mal eine richtig geile Performance ab und ist unglaublich abwechslungsreich. Er trägt auch den größten Teil des Films auf seinen Schultern. Super sind hier die Zombies inszeniert. Ganz selten sieht man mehrere auf einmal. Stattdessen sieht man oft wie schnell es mit dem Infizieren gehen kann. So ist trotz der geringen zahl an Zombies die man sieht die Gefahr die von ihnen ausgeht und speziell die Gefahr des Anstecken, allgegenwärtig. Den kleinen Road-Trip finde ich auch super gelungen. Mit der 2. emotionalsten Infizierungsszene ( Platz 1 geht an den Schäferhund in I am Legend) wird man hier während des Films komplett überrascht. Als die Rolle von Christopher Eccleston dann auftaucht geht der Film nochmal eine komplett andere Richtung was seinen komplett eigenen Reiz hat. Hier taucht die Gefahr Zombies mehr oder weniger in den Hintergrund ab und dann werden die Abgründe des Menschen Thematisiert bzw. zu was Menschen in der Lage sind. Ganz stark! Aber was trennt 28 Days Later, meiner Meinung nach, vom Status Meisterwerk? Was mich irgendwann genervt hat war dieses hastige Wechseln von der einen Kameraeinstellung zur Anderen. Das Funktioniert zwar teilweise bei einigen Jagdszenen aber war mir dann doch irgendwann ein Dorn im Auge. Auch fand ich die Leistung von Christopher Eccleston, von dem ich eigentlich ein riesen Fan bin, nicht so gut wie sonst. Das lag vielleicht auch daran, dass seine Rolle nicht sonderlich viel hergab. Da wurde einiges an Potenzial verschleudert.
Fazit: Auch noch 10 Jahre nach seiner Erscheinung setzt 28 Days Later Maßstäbe. Für Fans von Zombiefilmen ist der Film Pflicht aber auch für alle andere kann sich das Ansehen durchaus lohnen. Der Streifen überzeugt vor allem durch den brillianten Cillian Murphy, eine Story die für Genreverhältnisse überragend ist und einer klassen Spannung die sich durch den kompletten Film zieht.
Dieser Film hat mich zuerst völlig von den Socken geauen mit seiner Atmosphäre und den schnellen Zombies aber das letzte Viertel war das schlechteste was ich seit langem in einem Zombiefilm gesehen habe. Wieso dieser "Held" einfach das Leben von ca. 10 Soldaten und eine sichere Unterkunft gegen das dieser beiden Mädchen eintauscht ist einfach völlig unlogisch. Auserdem lassen sich 10 ausgebildete und bewaffnete Soldaten wohl kaum von einer handvoll Zombies und einem unbewaffneten Psychopathen töten. Aber nein - aus irgendeinem Grund schaffen sie es nicht Ziele zu treffen die in engen Räumen direkt auf sie zu laufen. Und das schlechtere, unrealistischere Ende in die Kinoversion zu packen nur weil es ein Happy End geben muss ist auch ganz schön schwach. Um so Ende zu sehen schaue ich mir ganz sicher keinen Zombiefilm an!
"28 Days Later" ist definitiv einer meiner Lieblings-Horrorfilme (knapp hinter "The Cabin in the Woods"), aber interessanterweise liegt das gar nicht am Horror. Sicher sind die Slasher-Einlagen absolut solide und ein großer Spaß, doch das hat man alles auch schon besser gesehen. Was "28 Days Later" von anderen Horrorfilmen unterscheidet, ist die innovative Herangehensweise, das großartige Setting, die packend-atmosphärischen Bilder der leeren Londoner Straßen und vor allem die perfekte Inszenierung von Danny Boyle (inklusive der wohl am besten fotografierten Tankstellenexplosion aller Zeiten). Leider finden sich diese Highlights allesamt in der herausragenden ersten Filmhälfte, der gegenüber das eher konventionelle, zu actionlastige Finale deutlich abfällt. Trotzdem: Prädikat absolut sehenswert!