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aufder LAUer_11
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3,5
Veröffentlicht am 20. März 2026
The Aviator ist eine sehr schnelllebige sowie kurzweilige Biographie. Es geht direkt los, keine lange Eingewöhnungsphase. Man hat generell das Gefühl, dass viel gekürzt wurde bzw. das einiges noch mehr erzählt hätte werden können. Gleichzeitig ist aber auch alles sehr viel und sehr schnell. Hier haben wir eine Unausgewogenheit in der Erzählweise. Dadurch lässt in meinen Augen auch das Interesse und die Identifikation mit dem Protagonisten nach. Grundsätzlich trotzdem stark verfilmte Geschichte mit tollen Schauspielerleistungen und Entwicklungen. Viele Themen und Konflikte.
Auch dieser Martin Scorsese Film ist einer seiner okaysten Filme. Zwar hat man eine tolle Story, eine tolle Kamera und Leonardo Di Caprio in Topform aber dafür hat man sehr viel Langeweile und eine viel zu hohe Laufzeit. Aber er hat definitiv seine Momente. Ich will jetzt nichts Spoilern aber über Beverly Hills passiert dort was. Die Effekte sind ok aber mehr nicht. Der ganze Cast ist natürlich total bekannt und auch toll gespielt. Also ich mochte "Aviator" auch wenn er nicht mal ansatzweise einer der besten Filme von Scorsese ist. Ich würde ihn jetzt nicht nochmal schauen, weil er doch etwas zu lang ist. Aber das Ende ist schon sehr spannend. Wie gesagt, er hat seine Momente.
Insgesamt ist es ein guter Film der tolle Momente, geniales Schauspiel und eine tolle Story bietet.
Ein Biopic über den Flugpionier und Milliardär Howard Hughes (1905-1976) mit einem grandiosen Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio. Dieser veranschaulicht die Stärken und auch die Schwächen dieses Charakters. Dabei ist seine zielgenaue Penetranz ein signifikantes Kennzeichen seines Erfolges. Er geht rücksichtslos vor, verprellt Kollegen und Geschäftspartner. Kann in den meisten Fällen ihre Bedenken vom Tisch wischen und sie vom Gegenteil überzeugen. Zwangsneurosen wie z.B. Waschzwänge oder Berührungsängste werden szenisch umgesetzt oder ein endloses Brabbeln eines Satzes zeigt, wie gestört Howard ist. Vor allem gegen Ende seines Lebens. Dass dem wohlhabenden Egozentriker die Frauen scharenweise zu Füßen liegen, versteht sich von selbst. Hier sei stellvertretend nur Kate Beckinsale als Ava Gardner erwähnt, sowie Cate Blanchett als Katherine Hepburn, die es an der Seite des eigenwilligen Zausels recht lange ausgehalten hat. Sein Talent als Flugzeugkonstrukteur und wagemutiger Pilot wird optisch umgesetzt. Ein lebhaftes Bild eines armen, reichen Mannes, der alles haben konnte nur keine Sympathie. Seine Bedeutung als Flugzeugkonstrukteur muss er vor einem Untersuchungsausschuss erläutern. Hier wird seine Monopolstellung für die Vereinigten Staaten eine nationale Gefahr. Howard Hughes hebt den Fehdehandschuh auf, aber seine Physis schwindet. Zweifellos ein großer Amerikaner, der Visionen hatte und sie auch umsetzte. Martin Scorsese hat für uns ein Bilderbuch geschaffen, in dem man gerne blättert.
Immer, wenn überlange Filme mit glänzenden Schauspielern bis in das kleinste Detail sehr gut und aufwändig aussehen, wenn die Akribie und Versessenheit der Verantwortlichen förmlich greifbar ist und mir trotzdem irgendetwas fehlt, steht meist ein Name unter der Rubrik Regie: Martin Scorsese. So auch bei "Aviator". Fraglos sehenswert, habe ich Verständnis für jede Top-Bewertung und frage mich erneut, warum das bei mir nicht so richtig zünden will.
Für mich einer der besten Filme mit Leonardo du Caprio, da er keine Fläche Schmilzt ist wie viele andere Filme mit ihm. Sein Schauspiel ist excellent und er spielt die verrücktheit des Protagonisten überzeugend. Der Film ist aufwendig gemacht und überzeugt mit guter Kamera und Requisite.
Diesen Film habe ich jetzt schon 2mal gesehen und bin immer wieder begeistert. Nur eine kleine Sache stört mich und zwar manchmal ist der Film langatmig. Aber ansonsten super Schauspieler!
Allen Unkenrufen zum Trotz die Leo seit "Titanic" abbekommen hat für mich stand immer fest dass er ein phantastischer Schauspieler ist. Daran hat sich auch bei "Aviator" nichts geändert, genaugenommen ist es Leo der den fast drei Stunden langen Film alleine trägt - aber das ist auch für ihn eine deutliche Spur zuviel Gepäck. Inhaltlich macht das ganze nämlich keinen Sinn, man bekommt das Leben von Howard Hughes nicht irgendwie logisch, mit kontinuierlicher Handlung oder sinnvoll präsentiert sondern es ist eigentlich nur eine Abfolge von Szenen in denen man Hughes bei diversen Feiern und Anlässen erlebt, für ein wenig Action ist gesorgt in 2 Sequenzen bei denen er mehr oder weniger spektakulär mit seinem Flugzeug abstürzt und im letzten Drittel wo Hughes kontinuierlich mehr den Verstand verliert erleben wir ihn in seinem Wahnsinn vor sich hinvegetieren (Highlight ist eine endlose Kette von vollgepinkelten Milchfalschen die er aufstellt). Für Leo ist das eine endlose Palette an Möglichkeiten sich die Seele aus dem Leib zu spielen und die Oscarnominierung die er dafür bekam geht auch völlig in Ordnung - aber das macht keinen guten Film aus, vor allem nicht wenn das ganze über 3 Stunden lang ist. Obendrein hört der Film dann zwar endlich, aber doch sehr abrupt auf und man erfährt auch nicht was aus Hughes letztlich wurde (ich bin zwar auch kein Experte aber ich weiß dass es mit dem Knaben kein wirklich gutes Ende nahm). Daher merkt man dass hier mit Absicht beschönigt wurde und das macht den handwerklich gut inszenierten Film dann letztlich doch zusätzlich unsympathisch. Und was die Oscarnominierung für Alan Aldas popeligem Minipart sollte muss mir mal jemand erklären ...
Fazit: Überlanges und inhaltlich nicht wirklich stimmiges Drama das alleine durch den genialen Leo getragen wird - trotzdem eine anstrengende Sache!
Starkes Biopic über Howard Hughes. DiCaprio schauspielerische Leistung ist absolut fulminant. Hughes wird dargestellt als überbordend vor Energie, Innovationskraft und Gestaltungswillen. Der amerikanische Mann. Ein Unternehmer par exellence. Gleichzeitig ein Gefangener seiner neurosen, Ängste und Zwangsvorstellungen. Ein hochintelligenter Mann, der sich bewußt ist, dass er droht verrückt zu werden. Der erleben muss, dass er, der in der Lage ist, der Welt seinen Willen aufzuzwingen, von noch stärkeren Kräften aus seinem Inneren in die Knie gezwungen wird. Dieses Ringen der Kräfte wird von DiCaprio mit einer Intensität auf die Leinwand gebracht, dass man sich keinen anderen Schauspieler vorstellen kann, der hier mithalten könnte. Sehr interessant ist auch auch Cate Blanchets Darstellung der Katherine Hepburn. Ein ungewöhnliches Bild einer außergewöhnlichen Frau. Stark! Witzig auch der Kontrast zwischen Ostküstenadel und Westküstenneureichen. Und so spannt Scorsese sein Panoptikum "Amerika" weiter auf.
Für einen Film von Scorsese ist dieser Film so unglaublich langweilig. Die Handlung ist weder interessant noch groß umgesetzt. Außerdem ist der Film für eine solche Handlung viel zu lange geraten. da kann auch Leos und Cates fantastisches Spiel nichts mehr retten.