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Filmliebhaber-Tom
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1,5
Veröffentlicht am 13. September 2016
[...] Irgendwie wirkt SAINT ANGE – HAUS DER STIMMEN wie eine nett bilderte, handwerklich zwar saubere, aber im Grunde überflüssige Alternativversion vom später entstandenen spanisch-mexikanischen Beitrag DAS WAISENHAUS von JUAN ANTONIO BAYONA, die man, falls man diesen Film kennen sollte, getrost abhaken kann. Somit bleibt lediglich Irritation über das Gesehene zurück, das in keinem Genre wirklich mit neuen Ideen zu punkten vermag und den Eindruck vermittelt, sich bewusst jeder Erwartungshaltung zu entziehen, wobei auch die wohl als hochdramatischer Abschluss konzipierten letzten pathetischen Szenen nur wenig herausreißen können. Einige Fragen bleiben auch nach dem Abspann offen und dürften so immerhin den geneigten Konsumenten zum Weiterdenken verführen. Laugier beweist zumindest bereits das in ihm steckende und sich in seiner weiteren beruflichen Entwicklung offenbahrende Potential. [...]
Eine komplette Kritik zum Film gibt es auf dem Horrorblog FILMCHECKER.
Ja, wenn man jetzt weiß, dass hier der gleiche Regisseur wie bei "Martyrs" und "Ghostland" am Werk war, dann erkennt man sofort seinen Stil. Und selbst bei seinem Frühewerk hier erkennt man auch gleich sein wahrlich großes Talent für die Komposition von ausdrucksstarken Bildern! Und so lebt dieser Film auch weniger von einer stringenten, dynamisch vorangetriebenen Story, als vielmehr durch die starke, teilweise surreale, traumhafte Bildsprache.
Dabei ist die Geschichte selbst jetzt zugegebenermaßen nicht sonderlich originell, dennoch hat mich die Inszenierung hier von Pascal Laugier sehr fasziniert. Besonders beeindruckt hat mich das Schauspiel der beiden jungen Frauen Virginie Ledoyen und Lou Doillon, die der Story dadurch erst so die richtige Gravitas geben. An externer Handlung passiert jetzt nicht wirklich so viel, da kann ich gut nachvollziehen, dass einige den Film langweilig finden. Man muss schon einen Draht zu der sehr eigenen Bildsprache von Laugier haben, um diesen Film mögen zu können.
FAZIT: Relativ konventionelle Story, die aber durch intensive und ausdrucksstarke Bilder fasziniert, getragen von zwei großartigen Schauspielerinnen. Für Genrefans auf jeden Fall eine klare Empfehlung, aber auch für andere, die französische Geister/Spuk-Stories mögen, dürfen gerne einen Blick riskieren.