Das Böse unter der Sonne
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Cursha
Cursha

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4,0
Veröffentlicht am 12. September 2023
Ich hab tatsächlich einen kleinen Narren gefressen an den Christie Verfilmungen dieser Epoche. Mit gewohnter Leichtfüßigkeit inszeniert und mit einem großen Ensemble, welches unter anderem aus Peter Ustinov, Maggie Smith und Diana Rigg besteht verläuft der Film zwar ähnlich wie die anderen Teilen, aber das Rätselraten macht hier tatsächlich große Freude. Was eben an dem doch lockeren Ton liegt, den traumhaften Kulissen und der Ausstattung. Zudem bieten diese Verfilmungen eben auch den Anlass zum Mitraten und bieten dem Zuschauer eine reale Chance den Fall zu lösen, was in modernen Hollywood Filmen kaum mehr der Fall ist. Heute sind die Figuren stets schlauer als der Zuschauer, Details werden nicht gezeigt und man kann gewisse Fälle nicht mehr lösen im Kino. Da geht "Das Böse unter der Sonne" einen deutlich besseren Weg und reiht sich weiter zu den guten Kriminalfilmen ein.
Sebastian Schlicht7
Sebastian Schlicht7

11 Follower 354 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 18. Mai 2025
Erneut unterhaltsames Poirot-Abenteuer mit viel Sonne und Wasser!

Peter Ustinov hatte 1978 die ikonische Rolle des Detektiv Hercule Poirot in „Tod auf dem Nil“ übernommen und verkörperte nun Agatha Christies Figur für mehrere Filme. Der direkte (filmische) Nachfolger erschien 1982: „Das Böse unter der Sonne“. Das Setting ist dabei wie immer bekannt: Poirot macht Urlaub an einem exotischen Ort und natürlich passiert ein Mord inmitten der High Society. Überraschend nur, dass der Film „Tod auf dem Nil“ in vielen Bereichen sehr ähnlich ist, und das nicht nur im Setting…

Poirot genießt dieses Mal die Sonne in Italien an der Adria. Doch er soll dabei auch einen Auftrag erledigen und einen verschwundenen Diamanten auftreiben. Aber es kommt (wie immer) ein Mord dazwischen, der dem belgischen Ermittler den Urlaub ruiniert…

Wobei „ruinieren“ das falsche Wort ist. Poirot hat wohl einen geheimen Fetisch für ausgeklügelte Mordfälle an exotischen Schauplätzen. Denn jedes Mal ist es dieselbe Ausgangssituation und jedes Mal haben wir sehr ähnliche Stereotypen. In diesem Falle ist es aber auch das sommerliche Setting, welches starke Parallelen zu „Tod auf dem Nil“ hat, sowie die junge Romanze mit Dreiecks-Charakter.

Dafür ist der Film aber auch (genau wie sein Vorgänger) wieder herrlich unterhaltsam an vielen Stellen, was an den erfrischenden Darsteller*innen liegt, von denen die meisten so spielen als wären sie ein Bond-Bösewicht. Und wie es der Zufall will, inszenierte der Regisseur Guy Hamilton einige der größten 007-Storys, darunter „Goldfinger“. Hamilton war aber auch für die langatmige Agatha Christie-Adaption von „Mord im Spiegel“ (1980) verantwortlich. Hier jedoch hat er ein deutlich besseres Händchen für die teils absurde Mord-Geschichte, welche auf extrem viel Glück basiert und bedient die ausgelutschten Klischees mit mehr Augenzwinkern.

Darstellerisch überzeugt hier vor allem Maggie Smith, die auch schon in „Tod auf dem Nil“ eine Figur verkörperte. Ebenso überzeugend ist Diana Rigg (bekannt aus „Game of Thrones“ als Olenna Tyrell) als herrlich unsympathische Diva Arlena. Der Cast ist aber insgesamt sehr unterhaltsam und macht den Film deutlich lustiger.

Auch optisch überzeugen wieder beeindruckende Schauplätze an echten Orten. Strahlende Sonne und türkis-farbenes Meerwasser erzeugen einen sommerlichen Urlaubsflair. Der Score besteht zu zwei Dritteln aus Cole Porters Musik zu „Anything Goes“, was etwas schade ist, da der schwungvolle, humorvolle Ton des Musicals nicht so ganz zu dem putzigen, kleinen Krimi passt…

Fazit: „Das Böse unter der Sonne“ hat viele Stärken und Schwächen seines Vorgängers. Einerseits ist der Film unterhaltsam durch seine überzogenen, aber charmanten Schauspieler*innen, jedoch leidet er unter dem typischen Genre-Problem: Kriminal-Geschichten haben sich für mich schnell abgenutzt, da sie sich oftmals zu sehr ähneln in ihrer Struktur. In diesem Falle sind „Das Böse unter der Sonne“ und sein Vorgänger sehr ähnlich in Sachen Look und Mordfall. Unterhaltsam ist das Ganze aber trotzdem.
Mho
Mho

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5,0
Veröffentlicht am 31. Oktober 2025
Der 3te im Bunde, der Agatha Christie Verfilmungen, die ich immer und immer wieder ansehen kann!
Mord im Orient Express und Tod auf dem Nil vorangegangen - genau in dieser Reihenfolge!
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