Königreich der Himmel
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3,7
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Jimmy v
Jimmy v

519 Follower 506 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 14. März 2015
Mein Gott, wirklich! "Königreich der Himmel" hat damals schlechte Kritiken bekommen - zurecht, aber es war nicht Scotts Schuld, denn die Version der Schaffenden wurde extrem verstümmelt, um 2004/2005 nicht für Unmut in einem Clash der Kulturen zu sorgen. Aber wie kann ein Film, in dem es um Christen und Muslime geht, auch NICHT politisch sein? Das war schon damals Unsinn, und so kann man sich nur ärgern, nicht die wundervolle Director's Cut Version anzusehen, was ich gerade wieder getan habe. Es ist unglaublich! NIEMALS sollte man sich die Standardversion anschauen (wenn sie bspw. im Fernsehen läuft oder so). Nicht umsonst wird "Königreich der Himmel" von vielen Filmkritikern als der vielleicht beste DC überhaupt (!) angesehen. Und das völlig zurecht. Aber ich will hier nicht über die Unterschiede der Versionen referieren. Der alte Scheiß gehört in die Tonne. So einfach ist das!
Mich fasziniert an "Königreich der Himmel" neben der wundervollen Ausstattung, Musik, Kamera, Action (also alles, was bei Ridley Scott sowieso immer auf höchstem Niveau ist) vor allem das Gefühl, was der Film vermittelt. Es ist selten, dass, gerade ein Hollywood-Film, das Gefühl für die Vergangenheit vermitteln kann und sie trotzdem mit modernem Denken mischt. Natürlich muss man bei der anvisierten Breite an Publikum Zugeständnisse machen. Dennoch: Man spürt warum Figuren wie Balian, Tiberias, König Balduin oder Saladin Jerusalem so wichtig ist. Warum Christen ins heilige Land ziehen und sich dort Erlösung versprechen - und warum es tatsächlich so schön sein muss, trotz all der Wirren, trotz all des Streits. Der Bischof stellt später infrage, ob Männer besser kämpften könnten nur weil sie plötzlich Ritter seien? Balian antwortet schlicht: Ja. Ohne irgendeinen Firlefanz. Und das ist für mich ein sehr tolles Beispiel für dieses wunderbare Feeling. Unbedingt auch auf den Hospitaler-Charakter von David Thewlis achten!
"Königreich der Himmel" kann man immer wieder sehen. Das Thema ist hochaktuell und zeitlos. Historisch bestimmt keineswegs korrekt, ist es mehr eine Art Fabel, ein Essay im Abenteuergewand, wie das Streben für die richtige Sache, im Namen Gottes, und mit dem eigenen Lebenssinn, alle umtreibt. Ich finde, wenn man diesen Film gesehen hat, weiß man, warum man die Konflikte um Jerusalem nicht einfach wegwischen kann, und warum es immer wieder Menschen gibt, die dafür kämpfen; ja, warum man sie sogar dafür bewundern kann.
So gern ich dem Film auch 5 Sterne gegeben hätte, so hat er auch einige kleinere Schwächen: Orlando Blooms Figur ist etwas unrund, und als Hauptrolle taugt er zwar im Großen und Ganzen, doch z.B. Christian Bale, der seinerzeit auch im Kommen war, hätte sicher mehr herausgeholt. Zudem ist es schade, dass Guy de Lisgnan und Renald de Chatillon ein wenig klischeehaft als Bösewichte herausarbeitet werden. Natürlich gibt es auf der anderen Seite solche Figuren auch, und man kann nachvollziehen, dass differenzierte christliche Kriegstreiber für noch mehr Ärger gesorgt hätten. Der Film hätte allerdings durchaus noch mehr an Tiefe gewonnen, zumal diese beiden Charaktere zwar Arschlöcher sein müssen, sie aber definitiv in vielem richtig liegen. Es ist aber schön zu sehen wie gut der Film mit den Muslimen umgeht und zeigt wie Machtstreben auf beiden Seiten alles vorantreibt. Schließlich mag auch die ein oder andere Dialogzeile manchmal zu bedeutungsschwer herüberkommen.
Fazit: "Königreich der Himmel" ist im Director's Cut ein verkanntes Meisterwerk. Historisch nicht akurat, kann der Film dennoch eine wunderbare Aura verbreiten, die in die Konflikte von damals einfühlen lässt. Dadurch nimmt man sogar genug für die Gegenwart mit.
Cursha
Cursha

7.501 Follower 1.067 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 21. September 2015
Gute Effekte und tolle action mähen diese Film zwar visuell zu einem Meisterwerk aber die handlund ist dünn und vor allem weiß Orlando Bloom nicht wirklich zu über zeugen ! Und das obwohl die Besetzung grandios ist ! Echt schade !
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 26. November 2014
Diese Kritik bezieht sich auf den vom Regisseur Ridley Scott autorisierten Director's Cut.

Wie bereits in Gladiator versucht hier Ridley Scott ein, in die Krise geratenes Genre wiederzubeleben. Mit Leichtigkeit gelingt es ihm sein „Königreich der Himmel“ an klassische Ritterfilme anknüpfen zu lassen, ohne ein triviales Hollywood-Märchen zu erzählen. Im Gegenteil: Scott verknüpft ganz versiert die Konventionen des Genres mit einer stringenten, fesselnden Handlung, einer präzisen Charakterzeichnung und gibt dem Publikum das, was es erwartet: Edle Helden, echte Schurken, monumentale Bilder und Schlachtengemälde im Cinemascope-Format. Gleichzeitig thematisiert der perfekt inszenierte Historienfilm die Werte wie Toleranz und friedliches Zusammenleben, vermittelt trotz des Genre gegebenen Heroismus erwägende Zwischentöne und zeichnet ein positives Bild der muslimischen Welt: Sie ist zivilisiert, tolerant, großzügig und agiert weit rationaler als die Vertreter des „Abendlands“. „Königreich der Himmel“ ist somit ein gelungenes, modernes Historienabenteuer.
Wem dieser Film gefallen hat, dem könnte auch "Alexander" von Oliver Stone oder "King Arthur" von Antoine Fuqua liegen.
Kino:
Anonymer User
1,5
Veröffentlicht am 3. November 2014
Diesern Film ist einfach nur sterbenslangweilig. In der 53ten Minute hab ich ausgeschaltet.
Luke-Corvin H
Luke-Corvin H

405 Follower 474 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 14. Februar 2015
Königreich der Himmel basiert lose auf das leben von Balian. Ridley Scott schafft mit Königreich der Himmel ein spannender History-Epos. Ps: Den Director's Cut empfehle ich keinen da er einfach langweilig wird.
Janos V.
Janos V.

56 Follower 128 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 2. Februar 2014
Zunächst mal: Ja, Orlando Bloom schafft es, den Film als Hauptdarsteller zu tragen. Zwar nur mit einiger Mühe und der Hilfe der durchweg begabteren Kollegen um ihn herum, aber immerhin. Damit ist das größte Risiko für das Gelingen von "Königreich der Himmel" zwar ausgeräumt, leider tun sich dafür aber an anderer Stelle unübersehbare Schwächen auf. Vor allem erzählerisch hapert es teilweise ganz gewaltig, die Handlung wirkt immer wieder etwas zerfahren, überladen mit unnötigen Nebenschauplätzen und zugleich in der Hauptrichtung zu dünn für ein Epos dieser Art. Überraschungen sind ebenfalls so gut wie nicht vorhanden - diejenigen, die im ersten Moment unsympathisch aussehen, sind hundertprozentig auch wirklich die Bösen. An der Religion lässt Ridley Scott ebenfalls kein gutes Haar, was angesichts der Thematik aber auch in Ordnung geht. Die im Kern humanistische Botschaft scheint jedenfalls immer wieder durch und sorgt dafür, dass man auch die bombastischen Schlachtszenen ohne schlechtes Gewissen genießen kann. Optisch fährt Scott alles auf, was das Budget hergibt - und das ist nicht wenig: zumindest handwerklich spielt "Königreich der Himmel" in der allerersten Liga. Das war aber auch das Mindeste, was man von einem Ridley Scott erwarten kann. Fazit: Alles sicher gut gemeint, und auch nichts komplett daneben gegangen. "Königreich der Himmel" ist deutlich intelligenter und besser inszeniert als "Troja" und andere Genrevertreter, in den Nebenrollen herausragend gespielt und unterhält über fast die komplette Spielzeit. Dass das Niveau von "Gladiator" nicht ganz erreicht wird, liegt vor allem daran, dass Orlando Bloom eben doch kein Russel Crowe ist.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 8. August 2013
Hallo!
Ich weiß dieser Film ist schon ziemlich alt ABER ich kann die Negativ Kritik nicht verstehen. Ich persönlich finde solche Mittelalterlichen Filme jetzt nicht so wunderbar ABER dieser hier hat mich total überzeugt!

Orlando Bloom spielt hier den Schmied Balian, der seine Sünden auslöschen will und geht dafür mit seinem Vater auf Kreuzzug.

Ich finde es gut das Orlando Balian einen so episch versteinerten Eindruck verleiht, was dazu passt das Balian einst Kind und Frau verlor und immer noch in tiefer Trauer steckt. Da würde ich auch nicht gerade singend und lachend durch die Gegend laufen. Zu mal dann noch der angebliche Vater um die Ecke kommt; ziemlich viel für den Armen Kerl.

Nichts desto trotz finde ich den Film super; die Kostüme, die Effekte hier passt einfach alles zu 100 % perfekt! Klasse Arbeit! Ich habe den Film bereits auf DVD und wenn ein DVD Abend ansteht ist dieser Film ein Muss!
Pizzle
Pizzle

6 Follower 24 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 26. April 2013
Also die Schlacht war mal episch. Ansonsten ging mir der Orlando Bloom aufn Senkel, der gute alte Hufschmied, der zufällig der Beste aller Kämpfer, Strategen, Kriegsherrn und Anführer ist... Möps. Dadurch bleiben leider nur 6/10
thomas2167
thomas2167

708 Follower 582 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 7. Januar 2013
Starregisseur Ridley Scott hat für sein Königreich der Himmel ein kleines , gut funktionierendes und überzeugendes Starensemble um sich geschart. u.a. mit Orlando Bloom , Liam Neeson , Brendan Gleeson , Jeremy Irons etc etc. Herausgekommen ist ein guter , stellenweise überzeugendes Abenteuer - Historien - Epos. Wie bei solchen Filmen üblich macht sich auch hier und da etwas Langeweile breit. Besonders die 1. Stunde ist mit kleinen Unterbrechungen etwas lahm geworden. Im Großen und Ganzen macht das aber nichts - als Gesamtwerk gesehen ist der Film Spitze. Epische Bilder und ein wirres Schlachtengetümmel entschädigen die Fans dann für einiges. Besonders der Showdown - die Schlacht bzw der Angriff auf Jerusalem - hat es in sich. Eine tolle Mischung aus handgemachter Action und coolen Tricks und Effekten. Sehenswerter Abenteuerstreifen!
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 23. August 2012
Ich habe nur den Director's Cut gesehen, und für die 3h (!) 10 Min braucht man ne Menge Sitzfleisch. Aber es lohnt sich und wird nie langweilig. Alle Charaktere bekommen in dieser Version auch genug "Leinwandzeit". Die Schlachten sind großartig umgesetzt, und sparen in typischer Ridley Scott Manier ("Gladiator") auch nicht an abgetrennten Gliedmaßen und meterweiten Blutfontänen ;) Das Drehbuch ist insgesamt vielleicht nicht berauschend, aber größere Logiklöcher konnte ich nicht ausmachen. Ein wenig vermisst habe ich Scott-Stammkomponist Hans Zimmer. Ein Soundtrack von ihm hätte den Film womöglich nochmals deutlich aufgewertet. Der OST ist zwar nicht wirklich schlecht, haut einen aber auch nicht vom Hocker (wie "Gladiator") und manche Tracks fand ich aufgrund ihrer Bekanntheit leicht unpassend (z.B. Patrick Cassidys "Vide cor meum"), bzw. man fühlt sich gleich an andere Filme erinnert. So zitiert Scott auch reichlich sich selbst, aber das kennt man von ihm ja bereits. Aber die Fotografie ist wirklich beeindruckend! Alles in allem ein leicht überdurchschnittliches Historien-Schlachten-Epos und verdiente 7/10 Punkte von mir (Ich beziehe mich nur auf den D.C.!).
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