Erreicht nicht die Intensität des ersten Teils, funktioniert aber als Geistergrusel dennoch ziemlich gut. Es gibt einige starke Szenen (. als Aiden in der Badewanne sitzt), die vor allem visuell beeindruckend sind. Dazu kommt ein toller Score, der die schaurige Szenerie toll unterstützt, ich habe erst im Nachhinein herausgefunden, dass der von Hans Zimmer ist - grandios! Es gibt nicht so viele Jumpscares, aber die Atmosphäre ist angenehm unheimlich.
Naomi Watts ist wie immer schauspielerisch über jeden Zweifel erhaben und dominiert jede ihrer Szenen. Gut wirkt ebenfalls "Mentalist" Simon Baker, der aber natürlich immer im Schatten von ihr spielt. David Dorfman, der ja so oft als so guter Kinderschauspieler gelobt wurde, kann mich nicht so richtig berühren, ich fand ihn schon im ersten Teil etwas anstrengend. Und von der überragenden Performance eines Hailey Joel Osment ist er natürlich Lichtjahre entfernt. Allerdings ist seine Figur des ständig abwesend-grimmig dreinstarrenden Jungen jetzt vom Drehbuch auch nicht besonders facettenreich angelegt.
Angenehmerweise steht diesmal nicht wieder dieses Video im Vordergrund, das immer weitergereicht werden muss, das wäre ja auch langweilig, die gleiche Geschichte noch einmal zu erzählen. Tatsächlich wird die Story um Rachel und ihren Sohn konsequent und intelligent weitergesponnen, ohne sich aber zu weit vom Leitmotiv ewgzubewegen. Und besser als die grauenhaft schlechten japanischen Originale ist das Alles sowieso!
FAZIT: Starkes Sequel, das (zum Glück) nicht die gleiche Geschichte noch einmal erzählen will, sondern der Story tatsächlich einige neue Aspekte abgewinnen kann. Dabei sind es vor allem eindrucksvolle Bilder in Kombination mit einem effektiven Score, die eine schön schaurige Atmosphäre erzeugen. Für Fans des ersten Teils auf jeden Fall eine Empfehlung!