Zitat aus der Filmstarts-Kritik: „Girls Club“ ist sicherlich kein Film der Kinogeschichte schreiben wird.
Auch ein Filmstarts-Kritiker darf sich mal irren. Mittlerweile gibt es eine überaus erfolgreiche Broadway-Musical-Variante, die zahlreiche Tonynominierungen erhielt, sowie 2024, also zwanzig Jahre später, ein mehr oder weniger gutes Kino-Remake. Zudem sind die Memes und Zitate aus dem Originalfilm auch heute noch im Umlauf. Und wie viele Filme können noch von sich behaupten, dass sie Themenvorbild in Videos von Superstars wie Ariana Grande (Thank You, Next) sind?
Was Mean Girls (so der original Titel) erfrischend von anderen Highschool-Comedys abhebt, ist die Tatsache, dass es hier nicht wie allzu oft üblich nur ums erste Mal und die Käbbeleien und Spielchen zwischen Jungs und Mädchen geht. Obwohl auch das natürlich ein nicht unerhebliches Thema ist, stehen hier vielmehr, wie der Titel schon ahnen lässt, die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen den weiblichen Hauptpersonen im Fokus. Und das macht riesigen Spaß! Es mag sein, dass ein Drehbuch aus weiblicher Feder dafür verantwortlich ist. Geschadet hat es definitiv nicht.
Die urkomische Tina Fey hat ein witziges, aber nicht albernes, anspruchsvolles, aber nicht bierernstes Script geschrieben. Es kann mühelos auch als Gesellschafts- und Sozialkritik auf anderen Ebenen als der Highschool herhalten, wodurch es auch für Zuschauer geeignet ist, deren Schulzeit schon eine Weile her ist.
Die Schauspieler, die meisten noch am Anfang einer großen Karriere, sind durch die Bank großartig. Mittlerweile sind Namen wie Rachel McAdams, Tina Fey, Amy Poehler, Lizzy Caplan oder Amanda Seyfried Stammgäste und gut bekannte Gesichter bei Oscar-, Golden Globe- und Emmy-Verleihungen. Und hätte Hauptdarstellerin Lindsay Lohan sich nicht traurigerweise selbst ein Bein gestellt in ihrer Karriere, wäre auch ihr Name darunter.
Meine uneingeschränkte Empfehlung, ein Film, den man sich auch mehrmals und immer wieder anschauen kann und der erstaunlich wenig gealtert ist