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schonwer
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3,5
Veröffentlicht am 23. September 2016
"Das Parfum" überzeugt in der ersten Stunde auf ganzer Linie. Der Look und die Atmosphäre von Paris aus dem 18. Jahrhundert wird perfekt eingefangen und der Film ist in dieser Stunde sehr schön inszeniert. Ben Whishaw ist eine gute Besetzung für die Rolle des Grenouille, genauso wie Dustin Hofmann (hervorragend) und Alan Rickman sind in diesem Cast sehr gut! Der Soundtrack ist stimmig und der Geruchssinn wird filmisch so gut wie nur möglich eingefangen, was jedoch nicht so grandios gelingen kann wie im Buch. Was jedoch nach dieser Stunde passiert ist ein kleiner Niveaufall. Die Szenen mit dem Parfumeur Baldini und die Passagen in der Höhle kommen viel zu kurz. Die Suche und Ermordung der Frauen ist gut und das Ende ist dann leider etwas misslungen. Es wirkt an manchen Momenten unfreiwillig lustig und komisch und die Inszenierung ist nicht auf dem Niveau des Anfangs.
Nebenbei erwähnt: Wer das Buch gelesen hat kennt die Figuren besser, wer jedoch das Buch nicht gelesen hat könnte ein par Schwierigkeiten mit dieser Verfilmung haben.
Fazit: Nicht so gut wie das Buch aber trotzdem sehenswert.
Ein langweiliger Film. Wobei ich im allgemeinen die Zeit, in der der Film spielt, nicht sehr tolle find. Was mir erklären könnte weshalb ich den Film nicht mag. Ich finde ihn weder spannend noch ansprechend. Einziges Plus ist der tolle Alan Rickman.
Tjaja, der Film hat schon etwas Perverses, und oft Befremdliches. Das Buch war bereits befremdlich und so manche Seiten habe ich überblättert, das war mir doch manchmal alles ein bisschen zu krass. Privat wäre es nicht meine Lektüre gewesen, durch die Schule musste ich es lesen. Den tieferen Sinn habe ich bis heute glaube ich noch nicht so wirklich verstanden. Davon abgesehen ist aber die Verfilmung durchaus gelungen. Beeindruckende Bilder und tolle Schauspieler. Der Hauptdarsteller schafft das, was die Hauptfigur auch im Buch verursacht: Abneigung. Herausragend - wie aber immer - ist Alan Rickman. Dieser brilliante Schauspieler ist einfach ein Genuss in jedem Film.
Mir hat der Film nicht besonders gefallen,kommt wie bekanntlich nicht ans Buch heran. Aber die Umsetzung fand ich nicht sehr gelungen. Grenouille ist hier kein Wahnsinniger,eher ein Trottel der durch Zufall hier und da ein paar Jungfrauen umbringt,auch kommt seine Art und sein Verhalten nicht so authentisch rüber wie im Buch. Die Spannung ist auch eher mittelmäßig.
Tom Tykwer ist mit diesem Film ein genialer Coup gelungen. Trotz des schweren Themas gelingt es ihm den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen und dafür zu begeistern. Die Bilder sind durch sehr gelungene Kamereafahrten überzeugend und authentisch, sehr Detaillverliebt. Dazu eine klasse Musik, die Darsteller können ebenso überzeugen , vorallem Ben Wishaw, aber natürlich auch die Altstars Hoffmann und Rickman. Otto Sanders Erzählstimme finde ich ebenso passend, genau die richtige Tonlage für diesen Film. In keiner Minute wirkt der Film auf mich langweilig, und das bei einem so anspruchsvollem Thema. Als Kritkpunkt ist sicher zu sehen, dass Grenouille hier anders als im Buch nicht als kaltblütiger Mörder, sondern mehr zufällig, fast tollpatschig handelt, was einen kleinen faden Beigeschmack hinterlässt, aber dennoch ein super Film, eine sehr gelungene Roamnumsetzung, und das nicht alles aus Büchern optimal umegsetzt werden kann, versteht sich ja von allein. Für mich ist dieser Film ein Highlight der deutschen Kinogeschichte und mein persönlicher Lieblingsfilm von Tykwer.
Ich fand den Film, wenn ich das Ende ausblende, gut. Hätte aus meiner Sicht bestimmt 4 von 5 Punkten verdient gehabt. Die Story ist originell und die Bilder des Mittelalters sind sehr gut dargestellt worden. Insbesondere die Geruchszenen wurden klasse eingefangen. Dass das Baby am Anfang des Filmes den Finger packte und daran roch, war für mich zwar absurd, aber ok. Bis kurz vorm Ende war der Film ein realistisch inszeniertes Mittelalterdrama. Aber dann dacht ich ich wäre im falschen Film.
Spoiler
Der Täter hat ein sehr ausgeprägen Geruchsinn und tötet Frauen, um aus deren Geruch Parfum zu machen. Er hat im Gehirn hat ein kleinen Tick. Er wird von der ganzen Stadt gesucht, verfolgt und am Ende gefunden. Er soll hingerichtet werden. Er legt zur Hinrichtung sein selbst gemachtes Parfum auf und wird zum "Allmächtigen". Häh??? Er hat nämlich das perfekte Parfum kreiert und alle, die das riechen, fallen in eine liebende Leidenschaft und begehren ihn.
Spoiler Ende
Ich dachte wirklich, dass der Täter träumt oder fantasiert, aber nichts da. Das war wirklich das Ende. Ich hab noch gewartet bis Spider Man vorbei schaut und den Film noch "attraktiver" macht (ironisch). Ich bin doch in keinem Star Wars Film, sondern in einem realistischen Mittelalterdrama. Ich verstehe nicht wie man eine so originelle Story, so am Ende verhunzen kann und so ein unrealistisches Ende geben kann.
Ich finde einer der besten Nachverfilmungen überhaupt! Ich denke ich kann mir wirklich eine Meinung erlauben da ich selbst so ziemlich die größte Filmsammlung besitze mit weit über 1000 DVDs darunter natürlich nur die wichtigsten aus der Filmgeschichte. Dieser Film ist in jedem Fall einer meiner absoluten Favoriten! Die gelungene mischung von Erzählung und Handlung ist in meinen Augen total gelungen und verzaubert den Zuschauer vom ersten bis zum letzten Augenblick! Ebenfalls ein sehr ansehliches Ende im gegensatz zu manch einem anderen Film!
Also ich habe mir ja schon so manchen Film angesehen und einem kann ja bekanntermaßen nicht alles gefallen. Aber als ich dioesen Film im Kino gesehen habe wollte ich schon aufstehen und gehen. Ein Baby dass auf einem Marktplatz zur Welt kommt mag ja noch gehen wenn man von dieser Zeit ausgeht aber wenn dieses Baby dann auch noch nach nem Finger schnappt und daran riecht kommt es mir so unnatürlich vor dass mich das kalte Würgen übermannt. Und dann noch dieses PERVERSE Ende. Also wirklich ... schlecht , abartig und in keinster Weise künstlerisch wertvoll.
Ich muss zugeben ich bin angenehm überrascht feststellen zu müssen, dass die Kritiken zu diesem Film diese wirklich extremen Gegensätze aufweisen.
Eine Verfilmung eines Buches ist selbstverständlich immer ein heikles Thema und grundsätzlich Gegenstand kontroverser Diskussionen. Das Lesen eines Buches lässt schier unendlichen Raum für die persönlichen Vorstellungen des Gegenstandes in eben diesem Werk, wogegen eine Verfilmung eher mit einer Interpretation des Regisseurs gleichzusetzen wäre. Diese kann natürlich nicht mit allen Vorstellungen übereinstimmen. Eine Verfilmung von 147 Minuten kann nicht jede Einzelheit eines Buches enthalten. Und daher ist es durchaus verständlich das die eine oder andere Szene gekürzt, uminterpretiert oder gar gestrichen wurde, auf die der Eine oder der Andere vielleicht großen Wert gelegt hätte.
Darf das extrem subjektive Empfinden des Ekels, eines Schachverhaltes des Filmes, von so großer Bedeutung für die möglichst objektive Bewertung des Filmes sein?
Was macht einen Film spannend? Ein unvorhergesehenes Ende? Eine schier ausweglose Situation des Filmhelden, aus der er sich jedoch voller Heldenmut befreit? Plötzliche Handlungsänderungen?
Wenn ein Film ein unvorhersehbares Ende hat, welches ist es wenn nicht dieser?
Man möge es mir nahe bringen wie man dieses Ende nur im Entferntesten vorausahnen konnte. Wie sollte man das Ende des Filmes besser darstellen als auf diese Weise? Auch wenn der Wortlaut an der ein oder anderen Stelle mit dem Buch nicht übereinstimmt!
Eine wunderbare Verfilmung, die wie jeder Andere nicht perfekt ist und auch nicht sein muss.
Also mir hat Das Parfüm wirklich gut gefallen. Ich habe das Buch nicht gelesen und jedem müsste doch eigentlich klar sein, dass Filme nunmal nie an einen Film heranreichen. Wie soll das gehen? Eine 1:1 verfilmung würde wohl keinen Zuschauer in die Kinos locken, da dies die üblichen neunzig Minuten sprengen würde. Dieser Film ist wirklich gut gemacht. Das einzige was fehlt ist hierbei "geruchsfernsehen".