Amerikanisches Idyll
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3,2
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Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 20. Februar 2017
Seine Gegenüberstellung von middle class-Gediegenheit und revolutionärer Jugend führt American Pastoral etwas unbeholfen vor, dennoch überzeugt der Film, insbesondere dann, wenn er die Story zu Gunsten der Charaktere zurückstellt.
Christian Alexander Z.
Christian Alexander Z.

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4,0
Veröffentlicht am 17. Oktober 2023
Etwas unbequemer Film. Parallelen zu der der Lebensgeschichte von Patty Hearst. Sorgsam inszeniert, teilweise etwas überdekoriert. Gut gemacht, dennoch mit Luft nach oben.
Brodie1979 ..
Brodie1979 ..

169 Follower 607 Kritiken User folgen

2,0
Veröffentlicht am 18. April 2017
Das Regiedebüt von Ewan McGregor – das ist keine Garantie für einen wirklich guten Film, aber doch ein Grund mal draufzuschauen. Und es ist ein Fall wo ich hinten und vorne nicht verstehen kann was McGregor gerade an diesem Skript so sehr gereizt hat das er es umsetzen wollte, aber gut, das muß ich nicht in Frage stellen. Ich kann aber offen zugeben daß es am Film zwar nicht wirklich was auszusetzen habe, aber ebenso wenig beeindruckt bin. Vielleicht liegt das auch daran daß ich allzu bittere und schmerzhafte Filme nicht so sehr mag und dieser Film ja eigentlich nichts anderes ist: eine Mischung aus Familiendrama und ein wenig Thriller, gemischt mit vielen Diskussionen und Überlegungen zu politischen Standpunkten. Dabei machen alle Darsteller einen guten Job, der Film ist ruhig und leise inszeniert – trotzdem fand ich es unangenehm ihn zu sehen daß es eigentlich nur Leid und Trauer bringt. Wer solche Filme mag wird hier sicher einen zufriedenstellenden Kandidaten finden – wer Unterhaltung sucht sollte diesen hier eher auslassen.

Fazit: Als Regiearbeit sehr gut, im Inhalt aber hauptsächlich zermürbend und deprimierend!
No Use For A Name
No Use For A Name

14 Follower 1.486 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 28. April 2026
Ich habe erst im Nachhinein erfahren, dass das das Regiedebut von Ewan McGregor ist, umso beachtlicher, dass er sich für seinen ersten Film gleich einen so anspruchsvollen Stoff vorgenommen hat. Aber die Umsetzung des Buches ist ihm hervorragend gelungen. Die idyllische amerikanische Vorzeigefamilie beginnt schon relativ früh zu bröckeln, die Anzeichen werden aber vom Schweden und auch von seiner Frau nicht wahrgenommen, so kommt es zur unvermeidlichen Katastrophe. Merrys Psychotherapeuten bringt es schon eigentlich zu Beginn treffend auf den Punkt, wenn sie eine psychodynamische Deutung ihres Stotterns anbietet. Aber hier reagieren die Eltern nicht nur mit Unverständnis sondern gleich mit aktiver Abwehr.

Dennoch ist die Radikalisierung von Merry etwas zu plötzlich geraten, eine offene Auseinandersetzung mit ihrer Mutter, ein Streitgespräch mit ihrem Vater, einige “No War”-Poster an der Wand, das muss genügen, um den Zuschauer einzustimmen. Wenngleich das vom Drehbuch ganz gut vorbereitet wird, so kommt die Wandlung, vor allem in diesem dramatischen Ausmaß, wie es sich zum Ende hin offenbart, dann doch aus meiner Sicht etwas zu schnell. Nichtsdestotrotz wird die Geschichte überzeugend und emotional erzählt. Besonders hervorzuheben ist (wieder einmal) die schauspielerische Leistung von Ewan McGregor. Er spielt seine Figur des Schweden, der zwischen der Liebe zu seiner Tochter und der gleichzeitigen Unfähigkeit sie zu verstehen geradezu zerrissen wird. Jennifer Connelly hat eine etwas undankbare Rolle, da sie von Anfang an nur die ablehnende und wenig empathische Mutter spielen muss, immerhin zum Ende aber auch ihren emotionalen Moment bekommt. Dakota Fanning hat leider viel zu wenig Screentime, brilliert aber in jeder ihrer Szenen.

FAZIT: Emotionales und bewegendes Drama über die Dekonstruktion einer (vermeintlichen) amerikanischen Vorzeigefamilie und der Auflösung des titelgebenden amerikanischen Idylls. Starke Schauspieler, allen voran Regisseur und Hauptdarsteller Ewan McGregor, tragen die Geschichte trotz leichter inszenatorischer Schwächen sicher in ein tragisches und berührendes Finale. Sehenswert!
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