So wie jeder andere US-amerikanische Kriegsfilm, trieft auch bei diesem hier Pathos, Emotionale Dramatik und Heldentum. Und wie so oft, wird es auch in manchen Szenen etwas zu arg übertrieben, das kennen wir aber schon, das muss man dann halt in Kauf nehmen. Dazu erzählt “Glory” aber auch eine wirklich spannende und bewegende Geschichte rund um eines der ersten schwarzen Regimenter im amerikanischen Sezessionskrieg und der ganzen Hürden, die dafür genommen werden mussten. Dabei geht es weniger um historische Korrektheit oder eine akkurate Darstellung der Geschehnisse, im Vordergrund stehen ganz klar die Personen.
Aufgehängt wird die Geschichte an der Figur des Colonel Shaw, gespielt von Matthew Broderick. Dieser ist wohl kein richtig guter Schauspieler, die Rolle des verwöhnten Schnösels aus gutem Hause, der hier das Kommando über das schwarze Regiment übernimmt, passt aber ganz gut zu ihm. Ihm an die Seite gestellt wird Major Forbes, gespielt von Cary Elwes, der immer wieder als der moralische Kompass für Shaw fungieren muss, wenn dieser mal wieder über die Stränge schlägt. Dadurch entspinnt sich ein dramatischer Konflikt zwischen den beiden Freunden, noch zusätzlich zur angespannten Situation beiträgt. Auf Seiten der schwarzen Soldaten finden wir eine ganze Reihe namhafter Schauspieler, darunter Denzel Washington und Morgan Freeman.
Die Kriegsaction ist nicht so häufig, wie man meinen könnte, dafür aber furios und intensiv inszeniert. Insbesondere die aus heutiger Sicht etwas seltsame Art, in die Schlacht zu ziehen trägt zur Spannung und Dramatik bei. Die Musik ist erwartungsgemäß einen ticken zu pathetisch, passt aber dennoch eigentlich ganz gut in das Szenario.
FAZIT: Spannender und aufregender Blick auf eine ganz besondere Episode im amerikanischen Bürgerkrieg, stark besetzt und toll inszeniert. Sehenswert!