Glory
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3,5
Veröffentlicht am 6. Februar 2026
So wie jeder andere US-amerikanische Kriegsfilm, trieft auch bei diesem hier Pathos, Emotionale Dramatik und Heldentum. Und wie so oft, wird es auch in manchen Szenen etwas zu arg übertrieben, das kennen wir aber schon, das muss man dann halt in Kauf nehmen. Dazu erzählt “Glory” aber auch eine wirklich spannende und bewegende Geschichte rund um eines der ersten schwarzen Regimenter im amerikanischen Sezessionskrieg und der ganzen Hürden, die dafür genommen werden mussten. Dabei geht es weniger um historische Korrektheit oder eine akkurate Darstellung der Geschehnisse, im Vordergrund stehen ganz klar die Personen.

Aufgehängt wird die Geschichte an der Figur des Colonel Shaw, gespielt von Matthew Broderick. Dieser ist wohl kein richtig guter Schauspieler, die Rolle des verwöhnten Schnösels aus gutem Hause, der hier das Kommando über das schwarze Regiment übernimmt, passt aber ganz gut zu ihm. Ihm an die Seite gestellt wird Major Forbes, gespielt von Cary Elwes, der immer wieder als der moralische Kompass für Shaw fungieren muss, wenn dieser mal wieder über die Stränge schlägt. Dadurch entspinnt sich ein dramatischer Konflikt zwischen den beiden Freunden, noch zusätzlich zur angespannten Situation beiträgt. Auf Seiten der schwarzen Soldaten finden wir eine ganze Reihe namhafter Schauspieler, darunter Denzel Washington und Morgan Freeman.

Die Kriegsaction ist nicht so häufig, wie man meinen könnte, dafür aber furios und intensiv inszeniert. Insbesondere die aus heutiger Sicht etwas seltsame Art, in die Schlacht zu ziehen trägt zur Spannung und Dramatik bei. Die Musik ist erwartungsgemäß einen ticken zu pathetisch, passt aber dennoch eigentlich ganz gut in das Szenario.

FAZIT: Spannender und aufregender Blick auf eine ganz besondere Episode im amerikanischen Bürgerkrieg, stark besetzt und toll inszeniert. Sehenswert!
Lorenz Rütter
Lorenz Rütter

229 Follower 341 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 5. März 2016
Im Zeitpunkt der amerikanischen Bürgerkriegs: Ein junger Offizier kriegt den Befehl, ein Regiment von Farbigen zu befehligen und um mit ihnen, in den Krieg zu ziehen. Da es da zu Spannungen zwischen Weissen und Farbigen kommen wird, liegt hier klar auf der Hand.
Regisseur Edward Zwick hat schon viele Schlachtepen durchgemacht. Sei es mit Brad Pitt und Anthony Hopkins in „Legends of the Fall“ oder mit Tom Cruise und Ken Watanabe „Last Samurai“. „Glory“ ist einer seiner früheren Werke. Es ist noch nicht bombastisch wie seine späteren Arbeiten, bleibt aber Bodenständig und stimmig.
Augenmerk gilt gier eigentlich den jungen Darstellern: Obwohl der weisse Offizier Matthew Broderick in diesem Film der schlechteste Schauspieler ist, versucht er es trotzdem, mit den anderen Akteuren Schritt zu halten. Sein bester Freund und Offizier Cary Elwes schlägt sich eher souveräner durchs gesamte Spiel. Als eher ruhiger und weiser Soldat, ist Morgan Freeman besetzt. Freeman spielt hier besonnen und durchdacht. Schlägt hier auch eine Brücke zwischen seinen Farbigen Freunden und der Weissen Armee. Hier sieht man auch den jungen Denzel Washington: Washington hat hier in seiner Rolle schon vieles durchgemacht und ist ein emotionales Wrack. Hier kann man schon sehen, dass Washington einmal ein grosser Schauspieler werden wird. Denn hier holte er sich seinen ersten Oscar als bester Nebendarsteller.
„Glory“ ist ein guter Film, obwohl es sicher bessere Filme zum Thema Bürgerkriege gibt. Der Film ist einfach aufgebaut und dreckig. Die Geschichte ist nachdenklich. Denn, wenn man zusammenhält und das in einem Krieg, der ach so lächerlich ist, sitzen dann eh alles im gleichen Boot. Jeder sollte eigentlich gleichgestellt sein. In diesem Film sieht man auch selber, wie es offenbar im Krieg aussah. Sogar im selben Lager, gibt es Rassismus und Anspielungen, dass die Schwarzen immer Sklaven sein werden. Leider ist das in der heutigen und modernen Zeit immer noch so.
Fazit: Eine gute Geschichte mit souveränen Darstellern. Der Stoff ist nachdenklich und man merkt auch, dass jeder Krieg, egal in welchem Zeitalter, eigentlich immer Sinnlos war!
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