The Heart Is Deceitful Above All Things
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3,5
Veröffentlicht am 15. Oktober 2025
Ein unbequemer Film und kein leicht konsumierbarer Film.

Einige Szenen bewegen sich an der Grenze zum Erträglichen. Körperliche und sexuelle Misshandlungen von Kindern und Frauen, glücklicherweise hält die Kamera bei den ganz schlimmen Szenen nicht voll drauf, aber das Kopfkino läuft natürlich.
Dass das Ganze so gut funktioniert, ist in erster Linie dem stark aufspielenden Cast zu verdanken, es ist schon erstaunlich, wen Asia Argento hier alles vor die Kamera bekommen hat - meist auch nur für wenige Szenen, aber immerhin. Sie selbst hat sich die Hauptrolle gegeben, was sicherlich eine streibare Entscheidung war, sie macht ihre Sache hier aber überraschenderweise ganz gut.

Die ständig wechselnden toxischen Beziehungen, bei denen sie sich immer wieder in die Abhängigkeit gewaltbereiter Männer begibt, wie sie sich mit Drogen auf einem selbstzerstörerischen Kurs ohne Rückfahrt begibt, das ist für sie schon schlimm genug, aber wenn ein Kind da zwischen die Fronten gerät, das ist dann wirklich tragisch und das ist es, was den Film so schwer ertragbar macht.

Der eigentlich Star ist natürlich der Kinderschauspieler Jimmy Bennett, der hier für den Film wahrlich einiges durchmachen musste. Natürlich ist er weit von der Meisterklasse . eines Haley Joel Osment entfernt, spielt seine Rolle aber dennoch außergewöhnlich. Das Drehbuch lebt weniger von einer echten Spannungskurve sondern lebt von der tristen, finsteren und hoffnungslosen Atmorsphäre, die diser Film in jeder Faser atmet. Und dass Jeremiah keine Erlösung erfahren wird, ist eigentlich von Beginn an klar.

FAZIT: Schwer verdaubare Kost, sicherlich kein Film für den fröhlichen Popcorn-Fimlabend. Dennoch ein gelungenes, bewegendes und emotional berührendes Drama um einen Jungen, der nie eine Chance in seinem Leben hatte. Für alle, die auf stark inszenierte Independent-Dramen stehen und die unangenehme Thematik aushalten können/wollen, gib's hier von mir eine Empfehlung.
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