Alpha Dog - Tödliche Freundschaft
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Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Die zwar wenigen, aber vorhandenen Kritiken an den schauspielerischen Leistungen und Dialogen verstehe ich wenig. Wer in einer Clique verkehrt, in der nicht jeder hochwohlgebohren und ebenso erzogen ist, und in der man sich meistens auch lässige Sprüche um die Ohren haut, der erkennt hier die Realität gut wieder, nur eben ein bisschen ansehnlich aufpoliert.

Die angeprangerte Fäkalsprache ist auch unter Freunden des Bürgertums heute oft gang und gebe.

Die gesamte Handlung baut sich gut auf und alles, was anfangs nur schick nach lässigem Leben aussieht, arrangiert sich auf den Schluss zu einer einzigen großen Wesentlichkeit. Man kann mitfiebern, und man hofft ganz klar, dass die ‚Sache’ doch gut ausgehen mag, denn der junge gekidnappte Typ ist einem sympathisch, wie auch Frankie (Timberlake).

Das ist einfach ein extrem lässiger Film, der von Dingen handelt, die jeder irgendwie kennt oder zu kennen glaubt, und schon seine Meinung dazu gefunden hat, nur hätte das Ende eben einfach nicht so kommen dürfen! Aber es ist nun mal so passiert.



Aber ich verstehe auch hier nicht, warum ein neuer Film sofort an einem, meist auch nur bedingt oder kaum vergleichbaren, früheren Film gemessen wird, wie Alpha Dog mit ‚Kids’.

Gottlob hat A.D. nur wenig mit dem perversen und vulgären ‚Kids’ gemeinsam, welcher, ganz anders als Alpha Dog, in jeder Hinsicht wohl doch sehr grenzwertig wirkte.

Es ist eben das ewige Easy-Rider-Spiel (da werden alle Roadmovies immer mit diesem stinklangweiligen und enddämlichen Zweirad-Freiheitsfilm verglichen), das letztlich nichts zur Sache tut, und neue Filme gegen das ‚Juwel’ früherer Tage meist alt aussehen lässt. Wen interessiert das? Alpha Dog ist nicht als Remake für irgendetwas Früheres gemacht worden, ebenso wenig als Vergleichobjekt innerhalb seines Genres!

Ein Gastkritiker meint, dass man wegen eines schlecht synchronisierten Telefonates im Film schmunzeln muss! Was war daran unfreiwillig komisch? Der Ausraster von Mazursky ist verbal komisch, in englisch wie deutsch, ob das vor dem Hintergrund der vertanen Chance, seinen Bruder wieder zu bekommen, nun komisch ist oder nicht!



Jemand meint, der Film selbst würde keine Wertevorstellungen vermitteln, jene würden nur beim Zuschauer selbst entstehen.

Aber genauso soll es auch sein, dies ist kein Aufklärungsfilm.

wer so naiv ist und wegen des hier gezeigten Lebensstils sein Leben hin zum Drogendealer und -gebraucher ändern will oder wird, ist eh nicht zu retten.



Es gibt also einige Sorgen um die Moral des Filmes. Also ich denke man kann die Jungs ruhig mal ne Runde cool finden, denn ohne den Mord wären sie das ja auch. Wer bisher genügend Abstand zur gesamten Drogenszene hatte, wird das nun kaum ändern. Wer damit schon immer so seine Schwierigkeiten hatte, wird sich kaum durch ein authentisches Drama bessern lassen, welches einen Mord als jähes Ende hat und nicht einen von Drogengebrauch zerstörten Körper oder Freundeskreis. Denn die ganze Drogengeschichte hat mit dem Mord so gut wie nichts zu tun, sondern ist das Ergebniss zweier überforderter halbcooler Charakterschwächlinge (Gangchef Truelove und Frankie) und eines blind devoten Charakters (Elvis), die sich in ihrer Rumcoolerei verrannt haben.

Der zugekiffteste von allen nämlich, der jüngere Bruder von Frankies Freundin (schwarze Strickmütze), wie auch die ganzen Mädels, haben trotz aller Substanzen den nötigen Abstand zur echten Kriminalität gewahrt. Deshalb verstehe ich auch nicht, warum der jüngere Bruder von Frankies Freundin als Mörder zweiten Grades und damit härter bestraft wurde als Frankie (siehe Texte am Filmende), welcher ja letztlich nicht mehr verhindern wollte, dass der Kleine getötet wird…



Eine sehr gute Kritik des Films an der Außenwelt zeigt sich zu Beginn, als die Gang in Trueloves Bungalow abhängt und das im TV laufende Rapvideo kommentiert, in dem pubertäre Hilfsgangster mit goldenen Pistolen auf Mitschüler schießen…



Bei ‚günter’ hier einige Blocks weiter unten stelle ich mir ernsthaft die Frage, ob er den Film bis zum Schluss gesehen hat!

Der Film ist, wie ES ist. und er zeigt den (pseudo-)coolen Kids neben Dir, wie uncool ein Mord ist, egal wie cool vorher geplappert wurde! Denn eins hat der Film nicht: seine kleinen Helden glorifiziert!
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Der ist sehr cool. Irgendwie mal so ein Film, wo man das nicht erwartet und ich schauâ™s mir ja nicht an, weil ich nen durchtrainierten, tätowierten Justin Timberlake sehen möchte. Seine Rolle find ich aber lustig und der Film hat definitiv was. Irgendwie die ganze Zeit nur Party und am Ende bleibt der Kloß im Hals.

Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
"Alpha Dog" ist ein klasse Film, der besonders von seiner tollen Atmosphäre und Spannung lebt. Außer auf die Namen und Orte (diese musste der Regisseur aufgrund des noch laufenden Verfahrens ändern) ist der Film zudem einer wahren Geschichte nachempfunden, die bis heute noch nicht endgültig abgeschlossen ist. Aufgrund dieser Tatsache baut der Film gleich einen engen Bezug zum Zuschauer auf und zieht in mitten ins Geschehen hinein. Alpha Dog kann besonders mit einer stimmigen und eindrucksvollen Atmosphäre punkten, die den Film von Anfang bis zum Ende trägt. Die Story selbst ist packend erzählt und je weiter der Film fortschreitet desto enger zieht sich die Handlung um die Entführer zusammen und desto spannender wird der Film. Umso überraschender ist auch das Ende, mit dem man eigentlich aufgrund der Entwicklung zwischen Tätern und Opfer nicht mehr gerechnet hätte. Auch die Schauspielerleistungen sind allesamt überzeugend, vor allem von Justin Timberlake. Man hätte es dem Popstar gar nicht zugetraut, aber er verhilft seiner Rolle zur Identifikationsfigur zu werden und verleiht seinem Charakter die nötige Tiefe und Glaubwürdigkeit. Jedoch sind die zwei größten Namen des Films, Bruce Willis und Sharon Stone, nur in Nebenrollen zu sehen und hätten auch von unbekannteren Darstellern ersetzt werden können, ihre Figuren spielen keine große Rolle.
Alles in allem ist "Alpha Dog" ein überzeugendes Drama geworden, das aufgrund der wahren Begebenheit noch etwas mehr an Brisanz gewinnt. Er kann die vollen 2 Stunden durchgehend unterhalten und ist für einen spannenden Filmabend echt zu empfehlen.
KritischUnabhängig
KritischUnabhängig

110 Follower 216 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Habe mir den Film angeguckt, ohne zu wissen, um was es wirklich geht und dass der Film auf einer wahren Begebenheit beruht. Um so erschreckender wirkt dann das Ende...



Die ersten 15 Minuten sind etwas sperrig. Man muss erst reinfinden in den Film, mit den Charakteren und der Ausdrucksweise klarkommen. Dann aber ist man immer mehr Teil des Films.

Etwa 30 Minuten vor Ende des Films merkt man, dass sich da eine fatale Katastrophe anbahnt, die Spannung steigt ins Unermessliche, und man hofft, dass noch alles gut geht (wie es ja sonst in vielen Filmen der Fall ist). Doch selbst das anfangs "gute Gewissen" des Films, Frankie (übringens erstaunlich gut von Justin Timberlake gespielt), mag das Unheil nicht verhindern, nein er trägt sogar letztendlich, dem Gruppendruck und der Angst vor Knast erlegen, dazu bei.

Ich dachte in den Schlussminuten immer, dass es noch ne Wendung gibt, Johnnys Vater rechtzeitig eingreift, weil ich es für zu doof ansah, dass man bei so vielen Zeugen dann doch noch diese Straftat begeht. Doch wie ich feststellen musste, beruht der Film auf einer wahren Begegenheit. Das macht alles umso krasser...
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Alpha Dog ist ein fast perfektes Drogen-Drama nach einer wahren Begebenheit. Der Film überzeugt vor allem durch die großartigen Darsteller,die in den Hauptrollen von recht unbekannten gespielt werden. Nur in den Nebenrollen sind bekannte Schauspieler wie Bruce Willis und Sharon Stone, die wahrscheinlich nur engagiert wurden damit der Film aufmerksamkeit bekommt. Doch das hat der Film überhaupt nicht nötig da die Nobodys die großen Stars locker an die Wand spielen. Allen voran Emile Hirsch und Ben Foster. Überraschend gut war auch Justin Timberlake sowie Anton Yelchin. Das Drehbuch ist sehr gut und hat kaum Schwächen. Die Regie von Nick Cassavetes ist auch gut. Schwach war der Auftritt von Sharon Stone im Fatsuit. Auch zu bemängeln ist das die Figur von Ben Foster nachher einfach ignoriert wird. Trotz diesen beiden Schwächen überzeugt der Film. Auf jeden Fall ansehen.
Kino:
Anonymer User
2,5
Veröffentlicht am 19. März 2010
ist es niemandem aufgefallen oder hab ich was versäumt?? während des films rasstet dieser Nazi-Psycho aus und droht den Jungs und ihrer Gang den tot. Doch dazu kommt es nicht, weil der regissuer das weitere Schicksal dieses Psychopathen einfach ignoriert und man sich über den schluss hinaus fragt, was zum teufel mit dem nun passiert ist. schwerer fehler, diletantische regie, schlechtes spiel..



mfg ein kino-fan
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