Neueste Kritiken: Alpha Dog - Tödliche Freundschaft
Alpha Dog - Tödliche Freundschaft
Durchschnitts-Wertung
3,7
189 Wertungen
16 User-Kritiken
5
3 Kritiken
4
9 Kritiken
3
2 Kritiken
2
2 Kritiken
1
0 Kritik
0
0 Kritik
Sortieren nach:
Die hilfreichsten KritikenNeueste KritikenUser mit den meisten KritikenUser mit den meisten Followern
Filtern nach:
Alle
No Use For A Name
14 Follower
1.584 Kritiken
User folgen
4,0
Veröffentlicht am 27. Juni 2026
„Alpha Dog“ wirft dich direkt hinein in die Drogendealerszene von kalifornischen jungen Erwachsenen, vor allem an den wirklich exploitativ genutzte Gossen-Slang muss man sich erstmal gewöhnen. Der Fachausdruck ist vielleicht Wigger-Slang, die Art von Sprache, die eigentlich wohlhabende Vorstadt-Kids, versuchen auf Krampf wie harte Gangster zu klingen. Wenn man dem Internet glauben darf (ich hab’s nicht mitgezählt), wird das Wort „Fuck“ 368-mal genannt (3,1-mal pro Minute!), nicht viele Filme (na klar, „The Wolf of Wall Street“ mit mehr als 500 Nennungen) liegen darüber. Aber auch alle anderen nur denkbaren Slangwörter und Fäkalausdrücke werden inflationär gebraucht. Das hat mich am Anfang erst irritiert und dann gestresst, aber im Verlauf konnte ich mich ganz gut daran gewöhnen.
Wenn man sich auf diese Gangster-Wigger-Sprache einlassen kann, bekommt man ein immerhin recht unterhaltsames und auch irgendwie spannendes Thriller-Drama geliefert, das selbst dann noch gut funktioniert, wenn man den Ausgang der Geschichte kennt – immerhin ist der Film an wahre Begebenheiten angelehnt. Regisseur Nick Cassavettes hat diese eintönige, repetitive und aggressive Sprache als bewusstes Stilmittel eingesetzt, um die mangelnde Substanz dieser Typen aufzuzeigen, die außer Posen und Gewalt eigentlich nichts haben. Etwas aus dem Raster fällt da der von Justin Timberlake gespielte Frankie Ballenbacher, der irgendwie freundlicher und erwachsener daherkommt, als die ganzen anderen. Im Übrigen liefert der Sänger hier eine doch recht passable schauspielerische Leistung ab, überhaupt ist der Film auffallend gut und passend besetzt. Lediglich Emile Hirsch kann ich irgendwie nicht ernst nehmen – weder als Schauspieler noch als Boss der Truppe hier. Aber vielleicht ist das auch genauso vom Regisseur beabsichtigt…
FAZIT: An einen wahren, sehr tragischen Fall angelegte Gangstergeschichte mit tollen Schauspielern, aber einer etwas anstrengenden Tonspur. Den Straßenslang der Kids muss man aushalten können, um Spaß an diesem Film zu haben. Immerhin ist er von Nick Cassavettes solide inszeniert und die meiste Zeit doch spannend und unterhaltsam.
Der Film wird von vielen Menschen missverstanden! Was in diesen Film erzählt wird, gilt nicht der absoluten Wirklichkeit. Es ist eher eine Erzählung über mehrere gescheiterten Erziehungen. Ich selber bin in einer behüteten Familie aufgewachsen und kann mir nicht vorstellen so abzustürzen. Aber ich bin abgestürzt. In Drogen und selbstmitleid. Kritisch und destruktiv ist die Geschichte auf der tiefsten Ebene, die ein Mensch fallen kann, auch wenn eine konservative Erziehung mit moralischen Werten dzrchgezogen wurde... Liebe geht an den Autoren und Produzenten des Filmes raus! Der beste Film, der Welt!!!
“Alpha Dog” ist ein fesselnder Film mit einem überraschenden Ende. Gut inszeniert ist dieses filmische Werk eine super Wahl für einen Videoabend, wenn es mal ein etwas ernsterer Film sein soll.
Regisseur Nick Cassavetes gelingt es seine Geschichte von ersten bis zur letzten Minuten spannend zu erzählen und seinen Charaktere eine Seele zu geben. Dabei beginnt man nicht nur die Rollen der Guten zu lieben, sondern sympathisiert in gewisser weise auch mit den Bösewichten. Dies ist eine Sache, die nicht jedem Film gelingen.
Wieder mal gibt’s Realität in Filmform: dieser Film rekonstruiert ein wahres und wirklich grausames Verbrechen bei dem in Wirklichkeit noch nichtmal das Urteil gesprochen ist. Und man glaubt es echt kaum, der Film bedient viele Ebenen: der Part Komödie war zwar nicht zu erwarten, aber trotzdem gibt’s hier und da durchaus was zu lachen, dann ist der Film eine nüchterne und durchaus glaubwürdige Betrachtung von heruntergekommenen Asi-Jugendlichen und obendrein eine teils dokumentarische Nachstellung der furchtbaren Ereignisse. Auch Darstellerisch gibt’s eigentlich nur Pluspunkte: mit Emile Hirsch, Sharon Stone, Harry Dean Stanton und Bruce Willis sind die Nebenrollem gut besetzt, hauptsächlich richtet sich das Augenmerk wohl auf Popsänger Justin Timberlake der eine der tragenden Hauptrollen spielt und sich erstaunlicherweise sehr gut darin macht. Letztlich also ein cool gestylter Thriller mit hipper Optik, jeder Menge Stars und einem dramatischen Background. Thrillerunterhaltung auf hohem Niveau!
Fazit: Bewegende Chronik einer scheußlichen Tat mit tollen Darstellern lebensecht und kurzweilig inszeniert!
Keine Empfehlung für dieses durchaus langweiliges erzähltes Gangster Streifen.
Ich habe eigentlich deutlich mehr erwartet als mir dann schlussendlich geboten wurde. Allein das Timberlake eine große Rolle in dem Film einnehmen sollte, schreckte mich besonders ab aber dies bewahrheitete sich nur halbwegs. Davon abgesehen ist die schauschpielerische von keiner der Darsteller wirklich überragend sondern gliedert sich eher in der schlechteren Hälfte ein. Außer vielleicht der aggressive Jack, aber diesem wurde auch keine wirklich schwierige Rolle zugetragen. Gefallen hat mir jedoch das auf jegliche Übertreibungen verzichtet wurde und man das Gefühl bekommt als sei alles genau so abgelaufen. Ach bevor ich es vergesse, das CGI Blut ist mit Abstand das schlechtestes welches ich jemals gesehen habe.
Von Alpha Dog war ich sehr überrascht. Ich habe ihn in der deutschen Version gesehen. Zumindest hier schafft der Film etwas sehr eigenartiges: Besonders in der ersten Hälfte ist der Film teilweise zum schießen komisch, teilweise sicher auch unfreiwillig (man sehe sich die Mimik von Ben Foster an, wie er von einem Augenblick auf den anderen absolut erstarren und dann wieder durchdrehen kann). Eigenartigerweise beißt sich das aber keineswegs mit dem niederschlagenden Ende, sondern harmoniert, weil ja auch das Entführungsopfer die Sache keineswegs ernst nimmt - eigentlich keiner, bis auf Elvis und Truelove. Das macht das Ende eigentlich so tragisch:spoiler: Bestimmt hätte der Junge nichts erzählt und ihn laufen zu lassen wäre die richtige Option gewesen.
Diese Gegensätzlichkeit von Humor und Ernsthaftigkeit habe ich noch nie so gesehen. Allein dafür verdient Alpha Dog sein Lob. Hinzu kommen sehr gute Schauspielleistungen, wobei man hier besonders Anthony Yelchin und Shawn Hatosy als Elvis hervorheben sollte. Gerade letzterer hat seine Sache ziemlich gut gemacht und lässt gerade durch seine Nebenhaftigkeit erahnen, warum er dies und das getan hat. Ohne Schwächen ist der Film aber auch nicht. So ist es zwar cool, dass es irgendwie keinen wirklichen Hauptcharakter gibt (erst stehen Hirsch/Foster im Vordergrund, dann Timberlake/Yelchin und später wieder Hatosy/Hirsch), aber an manchen Enden hätte man gerade noch mehr machen können. Gerade an der Figur des Elvis. Sehr viel verschenkt wurde aber mit dem Verschwinden von Fosters Charakter. Irgendwann ist der Halbbruder weg. Die Redaktionskritik beschreibt sehr gut, dass hier zu viel verschenkt wurde, gerade weil er nur einmal wirklich auf seinen Erzfeind trifft. Sehr schade! Dazu fand ich Sharon Stones Leistung eigentlich sehr nahegehend, während hingegen Bruce Willis gelangweilt wirkt. Gerade auch die Aussage seines Charakters am Anfang es ginge hier um Erziehung wird eigentlich gar nicht so recht aufgegriffen, weil die meisten Elterncharaktere durchweg ziemlich unsympathisch erscheinen. Fazit: Alpha Dog ist ein ziemlich guter Film der bei Ausbesserung der genannten Schwächen ein richtiges Meisterwerk auf seine eigene Art sein könnte. So kann man sich ihn definitiv ansehen, wird aber etwas enttäuscht sein - weil es einfach noch ein Stück besser gegangen wäre!
Im Kino hatte ich mal einen Trailer zu "Alpha Dog" gesehen. Der sah nicht schlecht aus und dann habe ich den Film letztens in der Videothek stehen sehen. Da ich nichts anderes fand, was mich interessierte, lieh ich mir den Film mal aus. Ohne große Kenntnis über die Story und ohne große Erwartungen sah ich mir den Film also an und muss sagen, dass "Alpha Dog" kein übler Film ist. Dass der Film auf wahren Begebenheiten basiert, bekommt man ja gleich am Anfang mitgeteilt. Dass dies allerdings Tatsachen sind, die erst jüngst geschahen, bzw. so ähnlich geschahen, habe ich danach erst im Internet gelesen und das hat mich doch ein wenig überrascht. Bei diesem Punkt bekommt "Alpha Dog" auch gleich sein erstes Lob. Der Film wirkt nämlich wirklich recht realistisch und baut sich sehr langsam auf. Lange Phasen des Films kommen komplett ohne Spannung und Action aus. Es existiert eher so eine Art unterschwellige Spannung, weil man genau weiß, dass das ganze Geschehen nicht gut ausgehen wird. "Alpha Dog" nimmt sich viel Zeit und das ist auch gut so. So kann man am Ende das Verhalten einiger Charaktere nämlich nachvollziehen und auf der anderen Seite ist das Ende so noch viel schockierender. Von den schauspielerischen Leistungen in "Alpha Dog" kann man überaus zufrieden sein. Anton Yelchin als Entführungsopfer, dem es nichts ausmacht entführt worden zu sein, mimt seinen Charakter durchaus sympathisch. Ben Foster, der wieder einen ziemlichen Psychopathen verkörpern darf, hat mich auch komplett überzeugt. Sogar Justin Timberlake hat seine Rolle gut rübergebracht, was mich ein wenig überrascht hat. Dann wären da eine ganze Menge Nebenrollen, welche ihre Zwecke allesamt souverän vollbringen. Bruce Willis ist so gut wie nicht zu sehen, aber seine kurzen Auftritte vermögen zu überzeugen. Nur Emile Hirsch bleibt ein bisschen blass wie ich finde. "Alpha Dog" ist für mich eigentlich recht untypisches Kino der Marke Hollywood. Untypisch, weil der Film sich wirklich viel Zeit nimmt für seine Charaktere und nicht mit wahnsinnig viel Bombast daher kommt. Es gibt wirklich kaum Action, kaum Effekte oder sonst was, was in momentanen Verhältnissen wirklich erstaunlich ist. Klar, so was braucht ein Film dieser Art auch nicht, doch trotzdem finde ich es beachtlich. Die Jugend wird "Alpha Dog" aber trotzdem erreichen, weil er komplett auf modern getrimmt ist. Soll heißen: Schnelle Schnitte, Splitscreens, Perspektivwechsel, viel Hip-Hop-Musik usw. Fazit: Viel Lob, aber kein perfekter Film. Im Endeffekt fehlt es "Alpha Dog" doch noch an einigem um einen wirklich sehr guten Film darzustellen. In manchen Szenen übertreibt man es ab und zu mal, denn dass der Film so auf pseudoreal macht, hätte meines Erachtens gar nicht sein müssen. Dennoch fühlte ich mich ganz gut unterhalten. Die Inszenierung ist gut geworden, die Schauspieler spielen überzeugend und der Score passt zum Film. Sehenswert!
nicht nur ben foster spielt wirklich wirklich ausgezeichnet, auch der rest des casts (vor allem auch anton yelchin) haben den sinn ihrer rolle überaus verstanden.
der film ist es total wert, ihn gesehen zu haben und ein letztes wort noch zu justin: auch er hat mit dieser rolle überzeugt, dass er nicht nur ein toller sänger ist, als schauspieler tut er sich auch sehr gut..
Die Balance zwischen ernsten und dann wieder erheiternden Szenen wurde perfekt kombiniert!
Man tauchte in die Drogen und Partywelt praktisch hautnah mit ein!
Auch der Soundtrack war klasse, das lied am ende say goodbye to hollywood war perfekt gewählt zu den zusätzlich auftauchenden Einblendungen der Bestrafungen der beteiligten Personen!
Auch die Schauspieler klasse!
Justin Timberlake sehr überzeugend
Bruce Willis cool wie immer
Emilie Hirsch sehr lässig als Johnny Truelove
Ben Foster perfekte den durchgeknallten junkie gespielt