Children of Men
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aufder LAUer_11
aufder LAUer_11

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3,5
Veröffentlicht am 24. Februar 2026
Children of Men ist ein spannende und durchaus vorstellbare Dystopie. Nicht unbedingt die Unfruchtbarkeit, aber die Entwicklung der Gesellschaft. Auch das Konzept daraus ein Roadmovie zu machen, geht in meinen Augen auf. Es geht zügig hintereinander weg und die Handlung ist sehr stringent. Einiges wirkt aber dann doch ein bisschen stümperhaft und unrealistisch. Da wäre bspw. die letzte Sequenz in der Stadt und die unausgegorene (Ex-)Beziehung. Letztendlich ein Film mit Stärken und Schwächen.
Sebastian Schlicht7
Sebastian Schlicht7

11 Follower 356 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 4. Mai 2025
Erschreckend aktuell, filmisch herausragend und leider etwas zu christlich angehaucht!

Der mexikanische Regisseur Alfonso Cuarón ist einer der talentiertesten kreativen Köpfe des 21. Jahrhunderts. Auch wenn er seit 1991 Filme dreht, so wurde er doch vor allem durch seine tolle Verfilmung des dritten „Harry Potter“-Films in 2004 berühmt. Zwei Jahre später adaptierte Cuarón dann das dystopische Buch „Children of Men“ von P. D. James unter gleichem Namen. Und es ist schon irgendwie witzig, wie extrem unterschiedlich „Children of Men“ zu „Harry Potter“ ist: Vom humorvollen Fantasy-Film mit Kindern, die gegen Werwölfe und dergleichen kämpfen, zu einem der düstersten Actionthrillern des Jahrtausends.
„Children of Men“ sorgte für Aufsehen und war unter anderem für drei Oscars nominiert. Und mittlerweile (Stand 2025) ist das Werk fast 20 Jahre alt und hat sich erschreckend gut gehalten, während die religiösen Aspekte im Film dem Ganzen auch Kritik brachte. Doch egal wie positiv oder negativ man diese Dinge bewertet und analysiert: „Children of Men“ ist ein filmisches Erlebnis sondergleichen. Cuarón konnte 2018 mit „Roma“ ein ähnlich mitreißendes Werk abliefern. Doch „Children of Men“ sticht auch heute noch aus dem filmischen Mainstream heraus. Wieso?

Erstmal zur Story: Die Welt steht 2027 am Abgrund. Terror, Epidemien und die Zerstörung der Umwelt haben die Menschheit in eine Art Vorhölle gebracht. Nur England scheint noch stabil zu bleiben. Doch das Schlimmste: Seit 18 Jahren werden keine Kinder mehr geboren. Damit ist es amtlich: Die Menschen werden aussterben. Doch die Hoffnung liegt in der jungen Frau Kee, denn sie ist schwanger. Mithilfe des trinkenden und zynischen Theos soll Kee nun zum sogenannten „Human Project“ gebracht werden. Hier soll durch Kee heraus gefunden werden, wie man das Aussterben der Menschheit aufhalten kann…

Sehr ironisch, dass der Film im Jahre 2027 spielt und damit nun fast die Gegenwart erreicht hat. Im Gegensatz zu „Zurück in die Zukunft II“ jedoch, hat „Children of Men“ die Zukunft recht gut getroffen. Leider zu gut… Von Pandemien bis hin zum Faschismus, ist alles dabei. Und wir, die echte Menschheit, sind leider sehr nah an diesem düsteren Endzeitszenario. Gerade der Umgang mit Flüchtlingen wird hier im Film sehr echt und traumatisch gezeigt und ist dadurch umso wichtiger in der heutigen Zeit.

Die Geschichte ist aber auch ohne aktuellen Bezug sehr politisch aufgeladen, gerade der Umgang mit Kee und ihrem Baby wirft oft die Frage auf: Wie sieht die Zukunft für die Mutter und ihr Kind aus? Da gibt es die radikale Fisher-Gruppe, die das Kind instrumentalisieren wollen, während Theo einfach das ungeborene Baby gesund zur Welt bringen will. Theo spielt dabei eine besondere Rolle, da er als zynischer Mensch die Hoffnung auf eine positive Zukunft aufgegeben hat. Zudem wird er gespielt von Clive Owen, der in den 2000ern durch „Sin City“ oder „Shoot ´Em Up“ zum Actionstar wurde. Hier aber spielt er eine Figur, die nur in den seltensten Fällen selber kämpft und das auch nur aus Notwehr. Ansonsten ist er stets auf der Flucht und versucht sich und Kee zu retten. Innerhalb der ganzen Kriegsschlachten sehen wir in ihm eine Art Menschlichkeit, die versucht zu überleben.

„Children of Men“ ist voll von diesen symbolischen Momenten und gerade die angesprochenen religiösen Aspekte der Story sind immer wieder klar zu erkennen. Ein Kind, welches als Rettung der Menschheit fungiert und den Frieden bringt (sehr präsent in einer Szene gegen Ende). Leider sind es gerade diese Momente, die mir etwas sauer aufgestoßen sind. Ich würde zwar nicht sagen, dass der Film christliche Propaganda betreibt, doch die Parallelen sind schon klar erkennbar. Und für einen Atheisten wie mich, ist so etwas irgendwie immer schwierig anzusehen. Der Film spielt mit der Idee, dass alle Menschen von ihren Sünden früher oder später eingeholt werden, indem die ganze Welt zusammen bricht, wortwörtlich! Am Ende steht hier eine recht konservative Botschaft im Zentrum, da sowohl die linke als auch die rechte Seite als praktisch gleiches Übel dargestellt wird. Und das hat mich leider etwas gestört, was so schade ist, da der restliche Film das Potential hat ein sozialkritisches Meisterwerk zu sein.

Da wären unter anderem die starken Darsteller*innen: Clive Owen gibt hier eine seiner besten Leistungen als Theo und Michael Caine zeigt vielleicht seine beste Rolle überhaupt, was ich wirklich wundervoll fand. Daneben glänzen die noch jungen Chiwetel Ejiofor und Charlie Hunnam, sowie Julianne Moore. Nur Claire-Hope Ashitey als Kee war schauspielerisch etwas blass an manchen Stellen.

Neben einem tollen Score von John Tavener, überzeugt aber vor allem der visuelle Teil: „Children of Men“ ist in Sachen Optik, Production Design und Action auf absolutem Top Niveau. Kameramann Emmanuel Lubezki machte sich mit dem Film nicht umsonst einen Namen, denn die langen One-Takes sind absolut fantastisch und mitreißend. Immer wieder haben wir lange, ungeschnittene Einstellungen, die unfassbar genau choreografiert sind und durch ein perfektes Zusammenspiel aus CGI und echten Locations ikonische Filmmomente schufen. Dazu kommt eine (im wahrsten Sinne) bewegende Kameraführung, die fast ausschließlich mit einer Handkamera gefilmt wurde, um den Zuschauer*innen so einen realistischeren Blick in die Welt zu geben. In den 2000ern war diese Art des Filmens leider überall und wurde viel zu oft falsch benutzt (gerade für Actionszenen), aber Cuarón und sein Team bauten diese Technik absolut sinn- und kraftvoll in ihr Werk mit ein.

Nur das CGI-Baby hat mich etwas verwirrt. Natürlich kann man in großen Actionszenen kein echtes Baby dabei haben, aber es gab viele Einstellungen, in denen man ohne Probleme ein echtes Kind hätte nutzen können. Auch wenn die Technik für 2006 wirklich beachtlich ist, so ist der Uncanny Valley-Effect ziemlich hoch…

Fazit: Trotz all den Problemen, die ich mit dem Film habe, ist „Children of Men“ einer der bewegendsten und gnadenlosesten Filme, die ich seit Langem gesehen habe. Das Werk ist erstaunlich aktuell mit seiner Thematik und rein filmtechnisch unfassbar gut gemacht. Alfonso Cuarón ist zurecht ein begnadeter Filmemacher, der selbst mit einem seiner schwächeren Filme absolut begeistern kann!
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 9. Mai 2023
Was für einen großartigen Film hat Alfonso Cuarón hier abgeliefert. Ein absolut überzeugendes Ensemble agiert in einem überaus eindrucksvollen Plot, der voller Action ist und der auch noch politische Brisanz besitzt. Wir sehen eine düstere Zukunftsvision von einem autoritären Staat (England), der sich vom Rest der Welt abschottet (sic!) und dem Untergang geweiht ist, weil wegen der Unfruchtbarkeit der Frauen keine Babys geboren werden können. Die Handlung wird optisch perfekt dargeboten, begleitet an gut ausgesuchten Stellen von einem Super Score aus den 70er und 80er Jahren.
Es herrscht Chaos, die zerlumpten Menschen leben in Schmutz und Zerstörung. Soldaten kämpfen gegen Widerstandsgruppen. Eine davon sind die Fishes, die vorübergehend unter ihrer Anführerin Julian (Moore) im Einsatz sind. Theo (Clive Owen) ihr Ex, soll Kee (Claire-Hope Ashitey), eine schwangere Farbige zur Küste bringen, wo das getarnte Hospital Schiff ‘Human Project‘ auf sie wartet.
Auf der Suche nach einem sicheren Ort geraten Theo und Kee von einer brenzligen Situation in die nächste. Man kann sich auf niemanden verlassen. Syd, z.B. (Peter Mullen), ist ein windiger Bursche, der erst hilft, dann doch erschlagen werden muss. Einzige sichere Anlaufstelle ist die Hütte von Jasper (Michael Caine), einem Alt-Hippie und Eremit. In diesem Film beißen die Promis zuerst ins Gras. Julian Moore hat es schon vor ihm erwischt.
Die Flüchtlinge überstehen Häuser- und Straßenkämpfe nur ganz knapp. Am Ende wird ihnen von den Anwohnern sogar eine Art Huldigung gewährt, als sich die Nachricht von dem Baby, das Kee in einer Absteige geboren hat, herumgesprochen hat. Beinahe ein Messias-Effekt! Keineswegs zimperlich geht die Staatsgewalt vor. Ebenso wie die War Lords. Kee wird das Hospital Schiff erreichen, Theo nicht. Ganz großes Kino!
Philm
Philm

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3,0
Veröffentlicht am 19. März 2022
Tolle Szenen und Atmosphäre. Das war's dann aber auch. Die Geschichte ist schon sehr abstrus und zieht einen nicht wirklich mit. Womit auch Gefühl und Spannung weitgehende verloren gehen. Wirklich gut gemacht sind die Kriegsszenen am Ende.
Lord Borzi
Lord Borzi

364 Follower 747 Kritiken User folgen

1,5
Veröffentlicht am 31. Januar 2021
Wahrscheinlich das realistische Weltuntergangsszenario, das ich je gesehen habe. Die Menschheit wurde hier nicht durch schleimige Aliens, sondern durch die eigene Unfruchtbarkeit bedroht. Interessante Idee, aber leider viel zu langatmig erzählt. Zudem stand eher die Rebellion der Flüchtlinge im Vordergrund. Positiv zu erwähnen sind die eindrucksvollen Settings: zerbombte Häuser, verbrannte Autos etc. Auffällig waren die Farbe Grün, die den gesamten Film über dominierte, sowie die semi-futuristische Technik (z.B. wurde bei fahrenden Autos die Tachoanzeige auf der Frontscheibe dargestellt). Clive Owen spielte sich die Seele aus dem Leib und überzeugte auch in dialogfreien Szenen. Mein persönliches Highlight war die One-Shot-Aufnahme ziemlich am Ende des Films, die über fünf Minuten dauerte und ohne einen einzigen Schnitt auskam (ähnlich wie bei „Revenge Of The Warrior“). Der etwas andere Science-Fiction-Film mit Anspruch. Wegen der unnötigen Überlänge sowie das seltsame Ende gibt es nur eine 0,0, obwohl der Film Potenzial für eine höhere Bewertung besaß.
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 20. Dezember 2020
Auch wenn hier ein paar gut gemachte Szenen dabei sind, überwiegt vor allem die Enttäuschung über die flache Story, die an zu vielen Stellen an andere Filme des Genres erinnert. Dabei werden viele Aspekte angesprochen, die dann aber nicht weiter verfolgt werden. Zum einen geht es um illegale Einwanderer, die interniert und getötet werden, wobei Motive aus Schindlers Liste verwendet werden. Dann laufen die Hauptpersonen durch eine Stadt, in der ein Guerilla-Häuserkampf á la Black Hawk Down stattfindet. Und über allem liegt eine Atmosphäre, in der zur Abwechslung mal nicht die USA, sondern Großbritannien über den Rest der Welt gestellt wird.

In der eigentlichen Geschichte geht es im Grunde darum, dass die Welt keine Kinder mehr bekommen kann und es nur noch eine letzte schwangere Frau gibt, die zu einer Organisation an die See gebracht werden soll. Aber das war es auch schon. Das ganze Thema bleibt an der Oberfläche, verkommt zum reinen Mittel zum Zweck. Man erfährt nichts. Und alle weiteren Entwicklungen des Films lassen sich problemlos vorahnen (z.B. wann wer stirbt...).
Jerrybalotelli
Jerrybalotelli

2.406 Follower 1.009 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 11. November 2020
"Children of Men" ein Film, bei dem ich mir wieder wesentlich mehr versprochen habe. Gute Story, aber auch hier meiner Meinung nach nicht optimal umgesetzt. Gerade der Anfang ist schon sehr langatmig. Ab dem Mittelteil dann ist der Film gut, aber eben nichtmehr.
Martin K.
Martin K.

2 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 26. August 2020
Ich kann die Wertung dieses Filmes nicht verstehen. Ich war beim schauen sehr beeindruckt. Eigentlich gehe ich mit 85 % mit den Filmstarts Kritiken konform. Bei dieser Wertung allerdings auf keinen Fall. Es ist für mich ein kleines Meisterwerk.
Smile
Smile

7 Follower 48 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 30. Juni 2020
Der Film ist z. T. wirklich sehr spannend und man findet mindestens drei bekannte Schauspieler unter ihnen. Zwei davon: Batmans berühmter Butler Alfred sowie den bekannten Bösewicht aus Olympus has fallen, der sich bisher immer als Gerard Butlers Freund ausgab und sich nur durch eine Info zu viel verraten hat, worauf Gerard ihn im Film tötet. Schon schade, dass solche Filme gänzlich unbekannt sind, ich bin nur durch Zufall auf ihn gestoßen, hatte bisher nie etwas von ihm gehört.
BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

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3,5
Veröffentlicht am 30. August 2017
Ein Film der weniger mit der gebotenen Story sondern mehr mit der gezeigten Utopie ankommt. Die hier präsentierte Zukunft ist nicht abgehoben und überdreht wie man es von anderen Science-Fiction Filmen kennt sondern zeigt eine zerrüttete Wirklichkeit auf die wir nicht schnurstracks zulaufen, die aber doch andeutet: so könnte es mal wirklich passieren. Der reine Handlungsverlauf ist eine Art auf der Flucht ohnne dass er dem Zuschauer wirkliches, wahres Actionvergnügen gönnt: die Welt durch die Clive Owen hier rennt ist trist und die gelegentlich passierenden Kriegsszenen in die er gerät krachen zwar ordentlich, trotzdem bleibt ein eher ruhiger Grundton erhalten. Kritikpunkte gibt es massig, dass eine Figur überraschend schnell aus dem Film geworfen wird etwa, dass viele Fragen gar nicht erst beantwortet werden und auch der Film sehr schwach endet, dafür gibt's zum Ende hin eine überaus bewegende Szene und natürlich die sagenhaften langen Kamerafahrten bei denen Brian de Palma neidisch werden müsste. Highlight ist eine gut 8 minütige Sequenz in der Owen durch eine zerstörte Stadt rennt - komplett in einer Kamerafahrt durchgefilmt bei der man Owens Angst quasi fühlen kann. Daher bleibt also ein Science-Fiction Film mit Niveau den man ganz irre oder totlangweilig finden kann.

Fazit: Faszinierende Kamerafahrten in einem trist gehaltenen und deprimiert machenden Science Fiction Reißer!
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