Regisseur John Moore ist hier ein hervorragendes Paradebeispiel für Old-School-Horror gelungen, das den Zuschauer in seinen Bann zieht.
VORSICHT: SPOILERWARNUNG!
Normalerweise darf man von einem Remake ja nicht sonderlich viel erwarten. Allerdings gab es für mich bei diesem Film einen Unterschied: Ich kenne das Original von 1976 nicht! Somit hatte ich keine Ahnung, was auf mich zukommt. Schlechte Kritiken also, die sich auf der Tatsache stützten, dass sich diese Fassung kaum vom Klassiker unterscheidet, waren folglich keine große Abschreckung für mich!
Nachdem ich ihn schließlich abends angeschaut hatte, war ich geschockt! The Omen hatte es mir echt angetan.
Was ihn so aussergewöhnlich macht, ist meiner Meinung nach der Punkt, dass es sich hier um einen atmosphärisch unglaublich dichten Film handelt.
Er folgt nicht dem lächerlichem Motto: Ich blute, also bin ich!, sondern sorgt schlicht und ergreifend für Psycho-Terror.
Sämtliche Schauspieler sind gut besetzt. Vor allem aber Seamus Davey-Fitzpatrick als der Sohn des Satans hat einen bleibenden Eindruck auf mich hinterlassen.
Als sich die Familie beispielsweise der Kirche nähert und Damien seinen Anfall bekommt, ist es mir echt eiskalt den Rücken runter gelaufen.
Außerdem finde ich es so toll, dass der Zuschauer bis zum Ende eigentlich nicht weiß, ob es sich hier um die Wiedergeburt bzw. den Sohn des Teufels handelt. Sicher, die Anzeichen (oder besser gesagt Omen) sind ziemlich klar und lassen eigentlich keinen Zweifel aufkommen. Aber absolut sicher ist es eben nicht.
Zu guter Letzt sei noch der grandiose Schluss angemerkt:
Man sieht Damien an der Hand eines Mannes, den Rücken zum Zuschauer gewandt. Dann langsam dreht er den Kopf und blickt lächelnd direkt in das Gesicht des Betrachters.
Respekt, Horror in Reinkultur!