Reservoir Dogs
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Kino:
Anonymer User
1,5
Veröffentlicht am 17. März 2010
Der Film ist so langweilig, unglaublich!! Keine Action, keine großartige Handlung, kein Humor und wo ist bitte diese krasse Brutalität??



Der Film ist zu 95% überbewertet!!

Filme die erst stundenlang, aufgrund ihrer mangelhaften Handlung, analysiert und interpretiert werden müssen um wenigstens etwas überragendes zu finden, sind von Anfang an einfach nur Müll.



Wenn ich jeden Film im Hinblick auf ach so tolle Dialoge, Kamerafahrten, Symbolsprache, Charaktereigenschaften, Bühnenbilder, Intentionen und den anderen Müll untersuchen würde, wäre jeder Film auf diesem Planeten ein Meisterwerk!



Gut so, dass der Film in den 90's im Kino untergegangen ist!!
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 17. März 2010
"Reservoir Dogs" ist ein absoluter Wahnsinnsfilm und mit Sicherheit einer der Besten seines Genres. Quentin Tarantino beweist mit diesem Film sein außergewöhnliches und einzigartiges Talent und schafft mit "Reservoir Dogs“ ein wahres Meisterwerk. Der Film erzählt die Geschichte eines missglückten Juwelierüberfalls, jedoch nicht den Überfall an sich oder die dazugehörige Flucht, sondern das geplante Treffen aller Beteiligten danach. Dies findet in einer abgelegenen und tristen Lagerhalle statt, die wunderbar die düstere und karge Atmosphäre und Situation widerspiegelt. Sein Erzählstil ist dabei wieder einmalig und schildert die ganze Geschichte in mehreren Rückblenden, die sowohl die Flucht als auch das Anwerben der jeweiligen Mitglieder beschreibt. All das macht Tarantino auf seine so großartige Art und Weise, das man nur den Hut vor ihm ziehen kann. Auch schauspielerisch ist der Film auf höchstem Niveau, vor allem Steve Buscemi als Mr. Pink, Michael Madsen als Mr. Blonde und Harvey Keitel als Mr. White spielen einfach hervorragend. Sie verleihen ihren Charakteren die nötige Glaubwürdigkeit und Tiefe und meistern ihre Aufgabe einfach unglaublich gut. Aber auch alle anderen Darsteller können uneingeschränkt überzeugen und reihen sich nahtlos an die anderen Leistungen an. Hier scheint also einfach alles zu passen!

Alles in allem ist "Reservoir Dogs" ein wirklich rundum gelungener und genialer Gangster-Film, bei dem Tarantino sein volles Können ausgespielt hat. Schauspielerisch, atmosphärisch und erzählerisch ist der Film eine reine Augenweide und kann den Zuschauer die vollen 95 Minuten durchgehend unterhalten und fesseln. Ein Muss für jeden Filmfan!!
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 17. März 2010
Tarantinos Regiedebüt zeigte schon deutlich die Vorlieben des Regisseurs für ein Kino, das gegen den Strich bürstet.



Die Geschichte von "Reservoir Dogs" ist derart simpel gestrickt, das sie eigentlich nicht weiter auffällt. Wie Tarantino diese Geschichte aber verarbeitet, ist hoch interessant und spannend inszeniert. Nicht die Vorbereitung und Durchführung der Tat stehen hier im Vordergrund, sondern die Folgen ihres Scheiterns. Tarantino dreht damit die klassische Reihenfolge solcher Filme auf den Kopf. Über die Schauspieler müssen wir auch nicht groß diskutieren. Da sind große Kaliber dabei, allesamt bringen Topleistungen und keine Rolle fällt ab.



"Reservoir Dogs" ist ein durchweg gelungener erster Streich von Quentin Tarantino.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 17. März 2010
Im Jahr 1992 erlebte in der dünnen Luft des hochgelegenen Sundance Film Festivals der Independent-Film so etwas wie seinen Durchbruch gegenüber dem Mainstream-Kino. Nicht nur, dass sich neue Geldgeber fanden und die Lage für unabhängige Filmemacher verbesserten, auch stieg das Interesse des Publikums an Alternativen zur massenabfertigenden Popcornware aus Hollywood. Als einer der großen Profiteure, auch wenn ihm keiner der Preise des Festivals zukam, erwies sich Quentin Tarantino. Sein „Reservoir Dogs“ galt in Sundance `92 als das radikalste Stück ‚anderen‘ Kinos und während Alexandre Rockwells „In the Soup“ als Gewinner auserkoren wurde, überreichte man Tarantino nur deshalb keine Trophäe, weil seine Zukunft bei einem solchen Talent für die Veranstalter als gesichert galt. Was sich drei Jahre später, als „Pulp Fiction“ sieben Oscar-Nominierungen und ein weltweites Einspielergebnis von 214 Millionen erntete, auch bewahrheiten sollte.

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Nach dem Unglück mit „My Best Friend’s Birthday“ (1987), dessen Rolle während der Fertigung des Endschnitts zum Teil verbrannte, brachte Tarantino mit „Reservoir Dogs“ zum ersten Mal einen Film tatsächlich auf die Leinwand. Die Geschichte um eine zusammengewürfelte Gruppe von Dieben, deren Diamantenraub fatal und in einem Blutbad endet, schrieb er aus dem Gedankengang heraus, dass es mal wieder an der Zeit für ein Heist Movie sei. Im Gegensatz zu vielen Vertretern des Genres gehen bei Tarantino jedoch keine clever-sympathischen Schlawiner oder Gentlemangauner zu Werke, sondern knallharte Dreckskerle, die zwar durchaus ihre Vorstellungen von Moral und Ehre verfolgen, diese aber meistens mit gezückter Waffe und rücksichtsloser Brutalität durchsetzen. Und überhaupt: viel mehr, als die Bedienung eines klassichen Genres, ist „Reservoir Dogs“ Tarantinos Etablierung seiner ganz eige nen Dramaturgien, Mechanismen und Logistik. Neben den vielen Zitaten und Referenzen an seine Vorbilder zimmerte sich der Mann aus Knoxville seinen cineastischen Stil aus irrwitzigen, oft endlos um Banalitäten kreisenden Dialogen, enthemmter Gewaltdarstellung und einer Charakterzeichnung, irgendwo zwischen rotziger Satire und kerniger Echtheit, zusammen. -----------------------------------------------------------------

In der Eröffnungsszene sitzen die Gangster in einem Diner, der von Tarantino selbst gespielte Mr. Brown referiert über die tiefere Bedeutung von Madonnas Entjungferungshymne »Like A Virgin«, Steve Buscemis Mr. Pink stellt den Sinn von Trinkgeldzahlungen in Frage, Harvey Keitel neckt als Mr. White den Chef der Truppe Joe, gespielt von Lawrence Tierney. Im Grunde geht es hier um nichts, dass für den Verlauf des Films von Bedeutung wäre, doch Tarantino gelingt es mit dieser geballten Unwichtigkeit seine Charaktere in eine popkulturell existente Welt einzupflanzen, aus der sie später umso weiter herausragen. Ein Haufen Jedermänner, die sich teils beiläufig, teils hitzig über Dinge unterhalten, über die sich jeder unterhält, nur um danach Dinge zu tun, die nicht jeder tut. Über den bevorstehenden Diamantenraub verliert niemand ein Wort und nachdem „Reservoir Dogs“ die Einleitung abblendet, einen Radiomoderator erklingen lässt und in einen schwingenden Vorspann übergeht, ist nach dessen Ausklingen bereits alles geschehen und gescheitert, ein blutüberströmter Mr. Orange liegt auf dem Rücksitz eines Wagens und vom Überfall selbst hat man nichts gesehen und wird es auch nicht. Mr. White schafft den schwerverletzten Mr. Orange zum Treffpunkt der Gang, einem verlassenen Lagerhaus, dort treffen sie auf Mr. Pink und fortan beschäftigt sie nur noch eine Frage: von wem wurden wir verraten?

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An diesem Punkt ist „Reservoir Dogs“ eine Viertel Stunde alt, hat noch achtzig Minuten zu füllen, lässt aber nach vorne gerichtet kaum noch etwas passieren. Die weitere Story dreht sich um so gut wie nichts und immer wieder das selbe, für die Gangster natürlich um das Entscheidende. In unablässigem Dialog und mit jeder weiteren im Lagerhaus auftauchenden Person auf’s neue wird über Verrat und Vertrauen diskutiert. Dass sich der Film dabei nicht in der Monotonie seiner im Kreis laufenden didaktischen Wiederholungen verliert, verdankt er Tarantinos unkonventioneller Methodik. Mit kleineren und größeren Rückblenden unterbricht er den Kreislauf und das sehr präzise immer genau an den Stellen, an denen eine Ausleuchtung und Vertiefung der Charaktere die Story bereichert und bedingt. Nicht allen gönnt Tarantino dieses Mehr an Hintergrund, sein Mr. Brown ist ebenso nur Randerscheinung, wie der von Edward Bunker gespielte Mr. Blue. Außer als erste zu sterben haben beide nichts zu tun. Letztlich sind es Keitel, Tierney, Buscemi und Tim Roth als Mr. Orange, sowie Michael Madsen als Mr. Blonde und Chris Penn als Nice Guy Eddie, unter deren Beziehungen zu- und untereinander das Dilemma des Schlussaktes ausgewürfelt wird. Die einzelnen Rückblenden innerhalb des Hauptplots in der Lagerhalle sind dabei klar voneinander abgesteckt und mit einer kurzen Texteinblendung versehen, die den Hauptprotagonisten ausgibt. So folgt der Handlungsaufbau zwar keiner herkömmlichen Struktur, bleibt aber übersichtlich, findet in seiner Anordnung zu einem Rhythmus und macht „Reservoir Dogs“ trotz eingeschränkter Schauplätze dynamisch. -----------------------------------------------------------------

Für Dynamik sorgen auch die Darsteller, auf die sich in vielen Passagen alles fokussiert. Madsens Mr. Blonde, der selbst dem Jigsaw-Killer aus der Saw-Reihe Nachhilfe in Sachen Folter geben könnte, fällt dabei der oft schauspielerisch dankbare Part des abartigen Psychopathen zu, wobei Madsen allerdings sein fast schon zurückgenommenes Spiel auf eine bedrohliche Lässigkeit reduziert. Besonders in jener Sequenz, in der er sich mit Rasiermesser und zu Stealers Wheels Song „Stuck in the Middle with You“ einen gefesselten Polizisten vorknöpft, nimmt dies abartig grotesk-intensive Formen an. Bei aller Abscheulichkeit nutzt Tarantino die Gewalt aber selbst hier nicht selbstzweckhaft, sondern als Stilelement und lässt der Brutalität in Gestalt von Tim Roth einen Gegenpol ‚guter‘ Gewalt entgegen wachsen und definiert Gewalt im Allgemeinen über den ganzen Film zumeist als früher oder später erfolgende Reaktion auf Aktion. Für seine Antihelden geht es nicht darum ob, sondern wann Gewalt eingesetzt wird und daraus lässt Tarantino einiges an Tragik erwachsen, etwa in der Beziehung zwischen Mr. White und Mr. Orange. Innerhalb der sechsköpfigen Gruppe gönnen nur sie sich einen Anflug von Vertrautheit, doch am Ende hält auch hier der eine dem anderen die Waffe an den Kopf. Roth und Keitel agieren großartig miteinander und bilden mit dem übrigen Cast ein insgesamt vortreffliches und einander spannend entgegengestelltes Ensemble. -----------------------------------------------------------------

Quentin »I love fuckin‘ with an audience« Tarantinos „Reservoir Dogs“ ist ein kompromissloses Stück Schund, im positiven Sinne. Bärstig, bärbeißig, bärenstark, wenn auch nicht jeder Dialog und nicht jede Einstellung den kompletten Rundschliff erhalten hat. Weniger, als die im Grunde frugale Geschichte, bleiben ihre außergewöhnliche Umsetzung, die Charaktere und ihr Handeln im Gedächtnis. Der klasse Soundtrack (dessen gewählter Einsatz ein weiteres Markenzeichen Tarantinos wurde), bestehend aus Songs aus den 70ern und der gelegentliche Einatz des fiktiven Radiomoderators K-Billy DJ und seinen Kommentaren aus dem Off, leisten ihren Beitrag zur Atmosphäre des Films, ebenso die Kameraführung von Andrzej Sekulas, der viel mit Totalen, Schwenks und Zooms arbeitet. Bühnenhaft direkt wirkt „Reservoir Dogs“ zumeist, eine Theateraufführung mit blutgetränktem Vorhang, die zu bannen weiß. »Was that as good for you as it was for me?« fragt Mr. Blonde, nachdem er dem Polizisten ein Ohr abgeschnitten hat. »Yes, it was«, antwortet man als Zuschauer, nachdem man ihm und seinen Kollegen zugesehen hat. -----------------------------------------------------------------

kompletter Review siehe http://blogs.myspace.com/index.cfm?fuseaction=blog.view&friendId=418824324&blogId=504874055

Kino:
Anonymer User
1,5
Veröffentlicht am 26. August 2023
Es fällt mir schwer, den Hype um das angeblich furiose Debüt des Regietalentes Quentin Tarantino nachzuvollziehen. Abgesehen von der Erzählweise, die von der eigentlich banalen Handlung ablenken soll, wird diese in Einzelteile zerlegt und durchgemischt nachliefert. Der Film schwankt zwischen blutüberströmten Brutalo-Szenen und endlos langen Dialogen der Gangster, die sich meistens anschreien. Und am Ende haben sie sich alle gegenseitig umgelegt. Na toll!

Will man uns zeigen ’Gangster sind miese Killer’? , ’In dem Metier traut keiner keinem’? oder etwa ’So weit im Leben, ist so nah am Tod’? Das wussten wir schon vorher.

Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 17. März 2010
Muss mich da Jurib00 anschließen!



"Ein Film der mit dem Zuschauer spielt."



Schon wieder ne kranke Story von Tarantino... prima umgesetzt und überraschendes Ende mit ner wichtigen Aussage..



ECHT SUPER!!!!!!
SpiderLoc91
SpiderLoc91

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5,0
Veröffentlicht am 17. März 2010
Perfekt, perfekt und okay ich sag es eben nochmal perfekt!
Der Anfang toppt einfach alles, das Gespraech ueber Madonnas "Like A Virgin" oder die Disskusion darueber ob man Trinkgeld geben sollte oder nicht. Einer der den Film nicht gesehen hat und das jetzt liest, denkt sich aha aber was soll daran interessant sein und darauf kann ich nur sagen: Das macht Tarantino aus, dieser Typ schafft es einfach mit seinen Personen, deren Coolness, dem Look seiner Filme aus einem Alltagsgespräch das derbste Gespraech der Filmgeschichte rauszubringen(Uebertrieben dargestellt). Und der kroenende Abschluss des Films ist natuerlich der Td aller Mitglieder der Crew.
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 17. März 2010
Man liest überall nur gutes über den Film, hier hat der Film klasse Wertungen von Lesern und der Redaktion bekommen. So war ich zurecht gespannt auf Tarantinos ersten Film. Als ich den Film fertig sah, war ich doch etwas überrascht. Der Film war für mich nicht das angepriesene Meisterwerk, was hier immer behauptet wurde. Die Handlung ist einfach, das Ende kann man sich aufjedenfall denken. Ingesamt baut sich bei mir keine Spannung auf. Die Leistungen der Schauspieler sind gut, aber nicht überragend.



Ingesamt hat mich der Film zwar gut unterhalten, mit seinen klassen Dialogen, aber dem Film fehlt es an etwas, um ein super Film zu sein.



Wieso sollte der Film in den 90s so untergangen sein, wenn er so gut war ? Man wurde später auf den Film aufmerksam und überschätz Ihn total.
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 19. März 2010
Tarantinos Erstling kann mit einer ungewöhnlich erzählten Story, toll geschriebenen und perfekt besetzten Charakteren sowie den sehr guten Dialogen begeistern. Zwar ist der Film an sich eher ein B-Movie, hat aber gewissen psychologischen Tiefgang zu bieten, der auch das kompromisslose, geniale Ende bestimmt. Die musikalische Auswahl beschert ein paar großartige Momente und ist sehr gut gewählt, erreicht jedoch bei Weitem nicht das Niveau seiner späteren Werke, dafür bleibt der Film bis auf den stellenweise auftretenden Dialogwitz durchgehend relativ ernst und hat einige sehr intensive Momente, physisch wie psychisch. Ein kleine brutale Gangsterfilmperle der etwas anderen (Erzähl-)Art.
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