Die hilfreichsten KritikenNeueste KritikenUser mit den meisten KritikenUser mit den meisten Followern
Filtern nach:
Alle
Jenny V.
141 Follower
237 Kritiken
User folgen
3,5
Veröffentlicht am 19. August 2016
Diesmal ein Klassiker der bewertet werden muss. Das Problem dabei ist natürlich, dass es schon eine ganze Weile her ist, dass ich den Film geschaut habe und das er produziert wurde. Deshalb hab ich mich noch einmal hingesetzt und einer der bewegendsten Trickfilme angeschaut. Das erste was natürlich ist der ziemlich alt wirkende Zeichenstil, den ich aber besser finde als das neumodische Zeug oder auch das ständige animieren in 3D. Die Hintergründe sind toll gezeichnet und auch die Hasen, bei denen jeder einen eigenen Charakter aufweist und man so irgendwann vergisst, dass es Hasen sind. Der Film zeigt sehr schön die damals aktuellen und noch immer nicht gelösten Probleme mit der Zurückdrängung von Tieren aus ihren Lebensräumen, wodurch unter ihnen Stress entsteht. Außerdem hält es in einigen Situationen der Menschheit wunderbar einen Spiegel vor, z.B. als es um die Abreise der Hasen geht und die obersten überhaupt nicht mehr fähig sind, Entscheidungen zum Wohle der Allgemeinheit zu fällen weil sie sich schon lange aus ihr zurückgezogen haben, ähnlich den Politikern auch heute noch. Ein großer Pluspunkt ist natürlich auch die musikalische Untermalung, welchem leider der große Minuspunkt gegenübersteht mit den sehr schwachen Dialogen häufig. Zudem nervt der kleine Hase wirklich sehr und je länger der Film immer mehr... sein Charakter ist zwar ängstlich aber das ist zu überspitzt dargestellt. Die Tragik des Films ist natürlich auch nicht außer Acht zu lassen und auch häufig sehr gut ausgearbeitet. Alles in Allem ist Watership Down einer der besten Trickfilme für Erwachsene, welcher sich keinesfalls hinter den heutigen verstecken sollte.
Als ich den Film zum ersten Mal sah, war ich relativ erschreckt über die teilweise sehr blutigen Szenen. Bisher dachte ich immer, es gäbe nur gewaltfreie Zeichentrickfilme, weshalb mich das viele Blut etwas irritierte. Meiner Meinung nach ist der Film auf keinen Fall für sechsjährige Kinder geeignet, denn selbst ich war ja über die grausame Inszenierung und die manchmal schrecklich düstere und unheilvolle, bedrohliche Atmosphäre schockiert. Der Film ist nicht der typische Kinderfilm, sondern richtet sich eher an die erwachsenen Zuschauer. Immerhin richtet sich der Film sehr nach der Buchvorlage- die Dialoge sind meist fast identisch mit denen im Buch, nur gekürzt natürlich. Der fanatische General Woundwort wirkt in manchen Szenen doch etwas übertrieben rachsüchtig (erinnert an Kapitän Ahab aus "Moby Dick" auf der Jagd nach dem Wal) und gegen Ende des Filmes hat er sogar Schaum vorm Maul(Tollwut?). Insgesamt ein außergewöhnlich vielschichtiger und dramatischer Film, wie gesagt jedoch nicht für Kinder geeignet. Jedem Erwachsenen möchte ich jedoch zumindest das Buch ans Herz legen- es lohnt sich wirklich!
Das weite Gras färbt sich in ein dunkles rot, schreie sind zu hören und das Ende des Lebens ist nah. Diese Vorahnung hat zumindest Fiver, der kleine Hasenbruder von Hazel. Schnell bringen sich viele der Hasen in Sicherheit, denn Fiver hat bei solchen Vorahnungen noch nie falsch gelegen. Doch die Suche nach einem neuen zu Hause gestaltet sich schwierig denn Ratten, Eulen, Füchse und der Mensch sind auf der Jagd nach Hazel und den anderen. Doch als sie endlich ihren neuen Bau finden, stellen sich ihnen andere Hasen entgegen. Sehr brutale und gnadenlose Rivalen, die solange kämpfen, bis das Gras sich rot färbt.
Dieser Film von 1978 geht ca. 92 Minuten und ist ab 6 Jahren freigegeben. Wir haben hier einen echten Klassiker den viele als Kind gesehen haben, zusammen mit einer Altersfreigabe wo man sich fragt, was habt ihr den geraucht. Der Zeichenstil sieht fantastisch aus, gerade aus heutiger Sicht wo nur noch Animationen vorherrschen, ist das mal toll wieder zu sehen. Die Story ist an sich nicht weiter wichtig, Hasen gehen von A nach B und erleben Abenteuer. Allerdings ist die Darstellung hier meisterhaft, denn zurückhaltend ist man hier nicht. Blut, Leid und Tod ist hier immer ein stetiger Begleiter und wird wie gesagt auch voll gezeigt. Das große Finale mit dem schwarzen Kaninchen rührt einen echt zu Tränen. Was mir nicht gefiel war zum einen die Möwe Kehaar, die nervt einfach nur und das in der mitte des Streifens eine kleine Länge entsteht. Am Ende bleibt ein wunderschönes und beeindruckendes Werk um das Tier was soviele Feinde hat, aber mit genügend Fähigkeiten ausgestattet wurde um sich bis heute zu behaupten.
Von mir bekommt der Film 8,5/10 Punkten. Der religiöse Aspekt, das Hasen an eine Art Gottheit glauben, ist nicht zu drüber und gut erzählt.