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    Neu im Heimkino: Dieser Psycho-Thriller schlägt eine gesamte Bond-Ära – sagt sogar der Hauptdarsteller & Rekord-007 höchstpersönlich!
    27.11.2022 um 09:00
    Sidney Schering
    Sidney Schering
    -Freier Autor und Kritiker
    Er findet Streaming zwar praktisch, eine echte Sammlung kann es für ihn aber nicht ersetzen: Was im eigenen Regal steht, ist sicher vor Internet-Blackouts, auslaufenden Lizenzverträgen und nachträglichen Schnitten.

    Niemand hat im Kino öfter James Bond gespielt als Roger Moore. Aber in keinem Film gibt es mehr Roger Moore als im Psychothriller „Ein Mann jagt sich selbst“: In der losen Adaption eines Horrorklassikers tritt er in einer Doppelrolle auf.

    Er ist immer noch der Rekord-Bond: Roger Moore spielte im Kino sage und schreibe sieben Mal den Agenten mit der Lizenz zum Töten. Doch in seinen eigenen Augen erlebte Moore seinen schauspielerischen Karrierehöhepunkt drei Jahre, bevor er zu 007 wurde: Moore bezeichnete den Psychothriller „Ein Mann jagt sich selbst“ von 1970 als das Glanzlicht seiner Filmkarriere.

    In Deutschland machte der Film eine bewegte Geschichte durch: Er wurde sogleich dreimal mit wechselnden Sprechern synchronisiert. Eine deutsche Heimkino-Auswertung in HD-Qualität wurde ihm dagegen bisher versagt. Das ändert sich nun: „Ein Mann jagt sich selbst“ erscheint am 25. November 2022 erstmals auf Blu-ray – und zwar in drei limitierten Mediabooks. Die drei Editionen unterscheiden sich lediglich im Design, sind also inhaltlich identisch und enthalten den Kriminalthriller im Original sowie in sämtlichen deutschen Fassungen.

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    Neben „Ein Mann jagt sich selbst“ auf Blu-ray sowie auf DVD bieten die Mediabooks ein ausführliches Booklet mit vielen Begleitinformationen. Auf den Discs befinden sich indes als Extra unter anderem ein Audiokommentar von Hauptdarsteller Roger Moore und Produzent Bryan Forbes sowie eine Featurette, in der die Horror-Regisseure Joe Dante („Gremlins“) und Stuart Gordon („Re-Animator“) ihre Meinung über „Ein Mann jagt sich selbst“ kundtun.

    "Ein Mann jagt sich selbst": Ein Bond macht auf Hitchcock und ist rundum zufrieden

    Im Zuge eines schweren Verkehrsunfalls landet Harold Pelham (Roger Moore) im Koma. Nach seiner Genesung kommt es zu sonderbaren Ereignissen: Zahlreiche Menschen behaupten, er habe Dinge gesagt oder getan, an die er keinerlei Erinnerung hat. Man unterstellt ihm sogar, seine Ehefrau mit einer attraktiven Geheimnisvollen zu betrügen. Für den Familienvater stellt sich die Frage: Verliert er den Verstand oder stolpert er in eine Verschwörung?

    „Ein Mann jagt sich selbst“ basiert auf der Kurzgeschichte „The Strange Case Of Mr Pelham“* von Schriftsteller Anthony Armstrong, der sich gleichermaßen durch kompakte Suspense-Storys wie durch humoristische Erzählungen einen Namen gemacht hat.

    Armstrong orientierte sich bei seinem schwarzhumorigen Thriller lose an einem Klassiker der Horror-Literatur: „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“. Zu den Fans von „The Strange Case Of Mr Pelham“ zählte sogar Regie-Größe Alfred Hitchcock, der den Stoff für seine TV-Serie „Alfred Hitchcock präsentiert“* als halbstündige Episode inszenierte.

    15 Jahre danach machte Regisseur Basil Dearden, der schon Sean Connery mit dem Thriller „Die Strohpuppe“ einen Herzenswunsch erfüllte, aus der Geschichte den abendfüllenden Thriller „Ein Mann jagt sich selbst“ – und machte damit einem weiteren 007-Darsteller ein Geschenk.

    Neu im Heimkino: Mit diesem Kriminalthriller hat sich Sean Connery während seiner James-Bond-Amtszeit einen Herzenswunsch erfüllt

    An den Kinokassen war „Ein Mann jagt sich selbst“ ein wirtschaftlicher Rückschlag, was Roger Moore in seiner Autobiografie „My Word Is My Bond“* als Folge schlechten Marketings bezeichnet. Auf den Film selbst ist er wiederum stolz – sehr stolz sogar, wie bereits erwähnt:

    In einem Interview mit der BBC bezeichnete er „Ein Mann jagt sich selbst“ 2014 als seinen Favoriten unter seinen eigenen Filmen. Moore-Fans stimmen dem zumeist nicht vollauf zu, allerdings entwickelt sich der Kinoflop sukzessive zur Konsens-Antwort auf die Frage, was denn Moores bester Non-Bond-Film ist.

    In Deutschland wurde „Ein Mann jagt sich selbst“ erst 1980 ins Kino gebracht. Damals wurde Niels Clausnitzer auf Moore besetzt, also der Synchronsprecher, der Moore bereits in seinen Bond-Filmen sprach. Anschließend wurden zwei alternative Fernsehsynchros erstellt – eine mit Eddie-Murphy-Sprecher Randolf Kronberg auf Moore und eine mit Lothar Blumhagen, der Moore in der Krimi-Kultserie „Die 2“ sprach.

    Neu im Heimkino: Ohne diese Kult-Serie hätten Bud Spencer & Terence Hill in Deutschland sicher nicht so viele Fans!

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