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    Neu auf Amazon Prime Video: Von diesem 125 Millionen teuren Superhelden-Debakel können heutige Comic-Verfilmungen etwas lernen!
    Pascal Reis
    Pascal Reis
    -Redakteur
    Ohne Zack Snyder und die "Fast & Furious"-Reihe wäre das moderne Blockbusterkino nicht nur leiser, sondern auch weitaus weniger zärtlich.

    „Batman & Robin“ genießt heute absoluten Kultstatus. Nicht aber, weil der Film gelungen ist. Allerdings könnten heutige Comic-Verfilmung viel von der Trash-Sause von 1997 lernen. Ab sofort bei Prime Video.

    Die „Batman“-Reihe aus den 1990er-Jahre ist ein filmgeschichtliches Kuriosum. Das liegt vor allem daran, weil sie völlig inkohärent ist. Während in den ersten beiden Teilen („Batman“ & „Batmans Rückkehr“) auf ein ausgeprägtes Maß an Düsternis und Charakterorientierung gesetzt wurde, sollte „Batman Forever“ im Vergleich mit den beiden Vorgängern wie ein explodierter Farbkasten wirken, bei dem es nicht nur um psychologische Konditionen, sondern um grelle äußere Effekte ging.

    Batman & Robin“ treibt die Marschroute von „Batman Forever“ auf die Spitze. Während im ersten Fledermaus-Abenteuer von Joel Schumacher („Falling Down“) immerhin noch Val Kilmer dafür gesorgt hat, das Szenario ein wenig zu erden, ist George Clooney in „Batman & Robin“ ebenfalls eine sensationelle Lachnummer – Batnippel inklusive. Gegenwärtige Comic-Verfilmungen können von „Batman & Robin“ allerdings einiges lernen.

    Ihr habt „Batman & Robin“ bislang noch nicht gesehen? Dann könnt ihr den Superhelden-Blockbuster nun im Abo von Amazon Prime Video nachholen. Auch Batmans Rückkehr“* und Batman Forever“* stehen aktuell im Prime-Abo zum Abruf bereit. Falls ihr Batman“* ebenfalls sehen wollt, müsst ihr Geld in die Hand nehmen. Die UHD-Version bekommt ihr bei Prime Video schon für einen schmalen Taler.

    Darum geht’s in "Batman & Robin"

    Mr. Freeze (Arnold Schwarzenegger) ist ein eiskalter Zeitgenosse, der momentan die Sicherheit von Gotham City bedroht. Wenn die Temperatur über null Grad steigt, fühlt sich der Superschurke nicht mehr wohl. Auf einer Wohltätigkeitsveranstaltung versucht er, ein wertvolles Schmuckstück zu stehlen, findet dort aber seinen Meister und wandert geradewegs ins Kittchen. Damit ist die Bedrohung aber nicht dauerhaft beendet.

    Poison Ivy (Uma Thurman), eine gefährliche, extrem verführerische Schönheit, die seit einem Giftpflanzenunfall tödlich wirken kann, und ihr kraftstrotzender Gehilfe Bane (Jeep Swenson) befreien Mr. Freeze. Gemeinsam möchten sie Bruce Wayne (George Clooney) in die Schranken weisen, da er sie in aller Öffentlichkeit gedemütigt hat. Aber natürlich stellen sich Batman, Robin (Chris O'Donnell) und Batgirl (Alicia Silverstone) dem durchtriebenen Trio in den Weg.

    Eine Gurke mit Vorbildfunktion

    Keine Frage, „Batman & Robin“ ist alles, aber nun wirklich kein guter Film. Nein, diese 125 Millionen US-Dollar schwere Gurke von Joel Schumacher ist schwach erzählt, zuweilen dilettantisch inszeniert, die Schauspieler*innenleistungen jagen einem bisweilen einen Schauer über den Rücken und von Spannung kann sowieso keine Rede sein (das war aber auch schon in „Batman Forever“ der Fall). Dennoch tut das Comic-Desaster wie „Batman & Robin“ dem Autor dieser Zeilen heutzutage gut.

    Warum? Weil „Batman & Robin“ heutzutage quasi wie die Antithese zum mit heiligem Ernst aufgeladenen sequenziellen Erzähl-Wahnsinn von heute erscheint. Natürlich hat man auch bei diesem Blockbuster darauf gehofft, dass er bei der Kritik und dem Publikum besser ankommt, um die „Batman“-Reihe noch weiter ausbauen zu können. Allerdings ist „Batman & Robin“ nicht auf Biegen und Brechen darauf aus, etwas Episches bieten zu wollen.

    Ganz im Gegenteil. Joel Schumacher hat hier eine kunterbunte Zirkusveranstaltung geboten. Manege frei für Batnippel und Arnold Schwarzenegger in plüschigen Hausschuhen! Das hat schon etwas von einer Entschlackungskur, gerade dann, wenn man sich ansieht, was das heutige Comic-Kino zu bieten hat: Seelenlose Materialschlachten, pseudo-komplexe Geschichten, uninteressante Figuren, denen eine scheinbare Dreidimensionalität angedichtet wurde. „Batman & Robin“ ist da ehrlicher. Unsinn, aber mit voller Breitseite.

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