Zu Beginn von „Skeleton Crew“ sehen wir, wie der in der Originalfassung von US-Synchronsprecher-Legende Fred Tatasciore („Marvel’s Hit-Monkey“) gesprochene Brutus seinem Namen alle Ehre macht. Das wolfsähnliche Alien fällt seinem Piraten-Captain in den Rücken und führt eine Meuterei an. Anschließend ist er selbst der Anführer der Crew. Später treffen wir ihn wieder. Als Fern (Ryan Kiera Armstrong), Wim (Ravi Cabot-Conyers), Neel (Robert Timothy Smith) und KB (Kyriana Kratter) auf der Piratenbasis Borgo landen, werden sie dort von Brutus und seiner Crew geschnappt.
Auch wenn das Ende der zweiten Folge andeutet, dass die Kinder nun erst einmal fliehen werden, dürfte Brutus weiter eine Rolle spielen. Wir gehen davon aus, dass er sich als erster Verfolger an ihre Fersen heften wird – angestachelt von den Erzählungen des Quartetts, dass ihre Heimat At Attin ist. Schließlich wurde bereits etabliert, dass dieser Ort für die Piraten ein Mythos mit hoher Anziehungskraft ist. Für sie ist At Attin ein verlorener Planet voll unendlicher Schätze.
Disney und seine verbundenen Unternehmen
Doch die Figur Brutus ist noch aus einem anderen Grund interessant. Er ist ein Shistavane, wie auch offiziell bestätigt wurde. Und diese Figur führt uns zur originalen Version von „Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung“ und zu einer großen Kontroverse unter den Fans der Saga zurück.
Der vor Brutus bekannteste Shistavane – er wurde einfach gelöscht
Einen Shistavanen gab es nämlich bereits zu sehen, als „Star Wars“ überhaupt das erste Mal die Kinos eroberte. Vor langer Zeit, in einer Galaxie nicht sehr weit entfernt, kam ein damals „Krieg der Sterne“ betitelter Film in die Kinos. In einer berühmten Szene dieses Films besuchen die Hauptfiguren eine Cantina und dort tummeln sich die unterschiedlichsten Alien-Rassen. Darunter ist auch ein Shistavane, von dem wir mittlerweile wissen, dass er Lak Sivrak heißt.
Wenn ihr euch allerdings heute diesen mittlerweile bekanntlich „Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung“ betitelten Film anschaut, werdet ihr keine Spur von ihm finden. Denn die Figur ist ein Paradebeispiel für die zahlreichen Änderungen, die George Lucas in den Special Editions der Original-Trilogie vorgenommen hat.
Disney und seine verbundenen Unternehmen
Maskenbildner-Legende Rick Baker und sein Team entwarfen das wolfsähnliche Alien für den Originalfilm 1977 unter großem Zeitdruck und mit beschränkten Mitteln. Als Grundlage diente ihnen dabei eine im regulären Einzelhandel gekaufte Halloween-Maske. George Lucas störte es aber später, dass hier eine ganz gewöhnliche Verkleidung aus unserer Welt zum Einsatz kam.
In der Special Edition von 1997 wurde Lak Sivrak so durch den Pacithhip Ketwol, ein elefantenähnliches Alien-Wesen mit mehreren Rüsseln ersetzt. Lucas' Ansicht nach wirkt das neue Wesen noch fremdartiger, die Cantina-Szene damit visuell vielfältiger. Lak Sivrak und seine Spezies wurden aber so nach 20 Jahren aus der „Star Wars“-Welt erst einmal gelöscht.
Viele Fans kritisierten die Änderungen und lobten die Nostalgie und den handwerklichen Charme der Originalmasken. Andere verteidigten dagegen Lucas‛ Bestreben, den Fortschritt der Technik zu nutzen, um seine Welt mit noch detaillierteren Aliens noch exotischer zu bebildern. Es ist eine Kontroverse, die bis heute nicht beigelegt ist, die aber auch dazu führte, dass Spielzeug- und Sammelfiguren von Lak Sivrak populärer sind als jene von den meisten anderen Cantina-Aliens.
Schon vor „Skeleton Crew“ stellten Bücher klar, dass die Alien-Spezies der Shistavanen und Shistavanninen weiterhin existiert. Mit der neuen „Star Wars“-Serie feiert dieses Volk nun endlich ein Comeback in bewegten Bildern. Vielen Old-School-Fans, die der nicht mehr erhältlichen Originalversion der Ur-Trilogie nachtrauern, dürfte so bei Brutus das Herz aufgehen – auch wenn er ein Bösewicht ist. Und da mit der Technik heute mehr möglich ist, es sich zudem ja um eine zentralere Figur und nicht nur einen Statisten im Hintergrund handelt, sieht die Maske natürlich auch besser aus als damals.
Ob Brutus Wim und Co. auch weiter zusetzen wird, werden die kommenden Episoden der neuen „Star Wars“-Serie zeigen. Weiter geht es mit „Skeleton Crew“ am Mittwoch, dem 11. Dezember 2024, auf Disney+.
Im nachfolgenden Artikel erzählen wir euch noch, wie gut die Serie zu den eigentlichen Plänen von George Lucas für die Fortsetzung seiner Saga passt.
So verweist "Skeleton Crew auf die Pläne von George Lucas für "Star Wars 7": Kommt's nun zum Bösewicht-Mega-Comeback auf Disney+?*Bei diesem Link zu Disney+ handelt es sich um einen Affiliate-Link. Mit dem Abschluss eines Abos über diesen Link unterstützt ihr FILMSTARTS. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.