„Last Hitman - 24 Stunden in der Hölle“ läuft am heutigen 21. Januar 2025 um 22.05 Uhr auf Tele 5. Eine Wiederholung folgt in der Nacht vom 22. auf den 23. Januar um 2.15 Uhr. Alternativ könnt ihr den FSK-16-Titel aktuell ohne Aufpreis im Rahmen der Flatrate-Abos von JoynPLUS+* und Amazon Prime Video streamen. Zudem ist er als Blu-ray, DVD und kostenpflichtiges Video-on-Demand* zu haben:
Gangster, Poesie und abgehackte Hände
Der englischsprachige Originaltitel von „Last Hitman - 24 Stunden in der Hölle“ lautet „The Liability“, was so viel wie „Bürde“ oder auch „Anfälligkeit“ bedeutet. Das ist nicht nur ein weit weniger generischer Titel. Es ist auch ein geradezu philosophisch daherkommender Name für den Gangsterfilm des danach leider nur noch fürs TV („Tin Star“, „Inspektor Morse“) tätigen Regisseurs Craig Viveiros. Fragt man sich in dessen Lauf doch immer wieder, wer hier eigentlich für wen zu einer Last und einer Gefahr wird: der junge Protagonist, der unversehens in die sich weit weniger glamourös als erwartet darstellende Welt des Verbrechens gerät, oder der alternde Berufskiller, dem er am heutigen Tag zur Hand gehen soll?
„Pulp Fiction“- und „Reservoir Dogs“-Veteran Tim Roth spielt letzteren mit einem mittlerweile fast schon zu seinem Markenzeichen avancierten, scheinbar allem überdrüssig gewordenen Gesichtsausdruck, der perfekt zur melancholischen Grundstimmung der Story passt. Dazu kommen knochentrockene, teils bitterböse, dann wieder tiefschwarzhumorige Dialoge, die die Hoffnungslosigkeit der Existenz der hier zu sehenden Figuren perfekt illustrieren.
Roth und sein junger Szenenpartner Jack O'Connell („Money Monster“) geben ein tolles Gespann ab. Es dauert nicht lange, bis wir als Publikum beginnen, uns Sorgen um sie zu machen. Die Routine, mit der Roths Figur ihren Job erledigt und nebenher versucht, einen potenziellen Nachfolger anzulernen, ist zu gleichen Teilen erschreckend und amüsant, aber irgendwie auch traurig und anrührend. Obwohl Viveiros‘ gelegentlich geradezu poetisch anmutender Inszenierungsstil bestimmt nicht jedermanns Sache sein dürfte, lohnt es sich allein schon wegen der Darsteller, sich auf diesen etwas anderen Roadmovie einzulassen.
"Last Hitman": Das ist die Story
Adam (Jack O'Connell) ist 19 und verbringt seine Tage ausschließlich mit Kiffen, Trinken, Fernsehen oder dem Zocken von Videospielen. Da wäre es eigentlich gar nicht so falsch, dass der neue Lover seiner Mutter (Kierston Wareing aus „Luther“) ihm einen Job verschafft. Doch dummerweise ist dieser Peter (Peter Mullan, „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“) ein Gangster, der den jungen Mann kurzerhand als Chauffeur eines Verbrecherkollegen abkommandiert.
Profikiller Roy (Tim Roth) kennt sich in der Stadt nämlich nicht besonders gut aus und braucht etwas Hilfe, um seine proppenvolle To-do-Liste abarbeiten zu können. Doch schnell bleibt es für Adam nicht nur beim Fahren. Denn Roy nimmt den Jungen direkt unter seine Fittiche und lässt ihn schon bei ihrem ersten Termin jemandem mit einer Axt die Hände abschlagen. Und das ist nur der Anfang eines Tages, an dem von Adam noch ganz andere Dinge verlangt werden.
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