Diese Fortsetzung ist noch überdrehter und noch abgefahrener als das kultige Original – jetzt neu im Heimkino
Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Er findet Streaming zwar praktisch, eine echte Sammlung kann es für ihn aber nicht ersetzen: Was im eigenen Regal steht, ist sicher vor Internet-Blackouts, auslaufenden Lizenzverträgen und nachträglichen Schnitten.

Sechs Jahre nach der Kult-Komödie „Heavy Trip“ ging die abgedrehtere Fortsetzung „Heavier Trip“ im Kino an den Start. Jetzt rockt sich der schräge Metal-Spaß auch ins Heimkino!

Wer Metal liebt, oder zumindest Leute kennt, die Metal lieben, ist ihr ganz bestimmt begegnet: Der finnisch-norwegischen Komödie „Heavy Trip“, in der die Eigenheiten der Szene liebevoll und verrückt durch den Kakao gezogen werden. Seit sie 2018 erschienen ist, stieg die Geschichte der fiktiven Band Impaled Rektum zum absoluten Kult in der Szene auf – da verwundert es kaum, dass eine Fortsetzung nachgereicht wurde.

Und in der lässt es das Regie-Duo Juuso Laatio & Jukka Vidgren nicht nur noch wilder zugehen, es sucht sich auch als einen wichtigen Handlungsort ein gewisses Metal-Mekka im Norden Deutschlands aus!Heavier Trip – Road To Wacken“ ist ab dem 24. Januar 2025 auf DVD und Blu-ray zu haben:

Darum geht es in "Heavier Trip"

Impaled Rektum feiert sich als „die gefährlichste Metalband der Welt“. Diesem Ruf wird die lautstarke Truppe auch mit Deutlichkeit gerecht: Die Band sitzt im Knast und bekommt daher von einem mysteriösen Manager in Aussicht gestellt, einen Auftritt beim Metal-Open-Air in Wacken hinlegen zu dürfen.

Bassist Xytrax (Max Ovaska) verpasst dem Manager jedoch eine Absage, weil Wacken zu kommerziell geworden sei. Bevor die Band die Konsequenzen dieser vorschnellen Reaktion verarbeiten kann, folgt auf den potentiellen Karrierefrust eine private Tragödie: Der Vater von Gitarrist Lotvonen (Samuli Jaskio) hatte einen Herzinfarkt, weil der Schlachthof seiner Familie kurz vor dem Ruin steht!

Also beschließen die Saitenzupfer, ihr Sänger Turo (Johannes Holopainen) und Drummer Oula (Chike Ohanwe) kurzerhand, auszubrechen und mit fetten Gigs für Glück und Gesundheit zu sorgen. Und natürlich steht nun Wacken ganz oben auf der Wunschliste. Erst von Turo, dann von ganz Impaled Rektum...

Ein Feuer an Metal-Referenzen

Das Wiedersehen mit der wohl welteinzigen Symphonic-Post-Apocalyptic-Reindeer-Grinding-Christ-Abusing-Extreme-War-Pagan-Fennoscandian-Metal-Band kommt auch mit allerlei Verweisen auf andere Metal-Subgenres und diverse Elemente der Metal-Subkultur daher. An dieser Stelle seien selbstredend nicht alle Referenzen, Seitenhiebe und Cameos vorweggenommen – um euch aber einen (teils schon im Trailer abgedeckten) Vorgeschmack zu geben:

Unter anderem nimmt die japanische Kawaii-Metal-Band Babymetal genüsslich ihr Image aufs Korn und Impaled Rektum scheppert sich durch einen Musik-Antiquitätenladen voller schräger und schwarzhumoriger Anspielungen auf Legenden lauter Mucke. Dabei ziehen die Filmschaffenden auch vor der Kult-Mockumentary „This Is Spinal Tap“ ihren Hut!

Generell ist „Heavier Trip“, trotz eines zentralen Handlungsfadens über Vertrauensprobleme innerhalb der Band, „noch überdrehter, noch abgefahrener“ als das Original, wie FILMSTARTS-Kritiker Oliver Kube in seiner Rezension festhält. Beispielsweise kommt in der Comedy-Fortsetzung „der wohl albernste Gefängnisausbruch der Filmhistorie“ vor, was ihr gute 3,5 Sterne in der FILMSTARTS-Kritik einbrachte.

Übrigens: Ein waschechtes 5-Sterne-Meisterwerk könnt ihr in seiner besten Fassung bloß auf Disc, und nicht etwa im Streaming erleben! Mehr dazu erfahrt ihr in unserem folgenden Heimkino-Tipp:

Nicht im Streaming: Einen der besten Western aller Zeiten könnt ihr nur so in der ultimativen 4-Stunden-Fassung sehen

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