Über die acht Staffeln hinweg wurde „Game Of Thrones“ immer teurer und teurer: Kosteten die Episoden in Staffel 1 noch jeweils fünf bis sechs Millionen US-Dollar, was man ihnen aber auch ansieht, wuchs das Budget auf rund zehn Millionen pro Folge bei Staffel 6 und saftige 15 Millionen bei der finalen achten Staffel. Beim Ableger „House Of The Dragon“ blättert man aktuell sogar um die 20 Millionen pro Episode hin. Doch mit dem zweiten Spin-off backt man bei HBO nun kleinere Brötchen.
Und das alleine schon im Hinblick auf die Staffellänge: Bestanden die ersten beiden Staffeln von „House Of The Dragon“ aus zehn bzw. acht Folgen, werden die drei geplanten Staffeln der neuen Serie „Game Of Thrones: A Knight Of The Seven Kingdoms“ jeweils nur sechs Episoden lang sein. Und diese kosten auch wesentlich weniger als die große „Dragon“-Schwester.
Eine "kleinere" Serie für weniger Geld
Wie Francesca Orsi, die Verantwortliche für Drama-Stoffe bei HBO, im Interview mit The Hollywood Reporter verraten hat, kostet jede Folge von „A Knight Of The Seven Kingdoms“ weniger als zehn Millionen US-Dollar. Das seien Peanuts im Vergleich zu den Kosten von „Game Of Thrones“ und „House Of The Dragon“, führte sie weiter aus. Tatsächlich sei man angehalten gewesen, das neue Spin-off ein wenig günstiger zu produzieren, schließlich herrsche überall Sparzwang.
Doch es hat auch gute Gründe jenseits von Sparmaßnahmen, warum „A Knight Of The Seven Kingdoms“ nicht so teuer ist. Schon von Beginn an wurde die Serie als „kleiner“ beschrieben, als ein intimeres Abenteuer, bei dem nicht so viel über den kompletten Kontinent von Westeros (und darüber hinaus) herumgereist werde. Zudem fehlt der Serie über den Ritter Duncan the Tall (Peter Claffey) und seinen jungen Knappen Egg (Dexter Sol Ansell) ein ganz bestimmtes, in der Produktion sehr kostenintensives Element: Drachen.
HBO
Kämpfe sehen so gut aus wie in "Game Of Thrones"
Auch epische Kämpfe wird es wohl nicht in so großer Zahl geben, obwohl wir nicht gänzlich auf solche werden verzichten müssen – und diese werden trotz des geringen Budgets beeindruckend aussehen, verspricht Orsi: „Die Kampf-Szenen, die die Regisseure umgesetzt haben, sind auf einem Niveau mit denen von ‚Game Of Thrones‘ und kosten nur einen Bruchteil.“ Man habe bei HBO gelernt, dass man die bei vielen Blockbuster-Serien inzwischen explodierenden Kosten auch durchaus infrage stellen müsse.
Von einem „sehr viel kleineren Budget“ für „A Knight Of The Seven Kingdoms“ sprach auch schon Vorlagen-Autor George R.R. Martin, weswegen die Serie aber auf gar keinen Fall billig aussehen dürfe. Dass dies nicht der Fall ist, davon habe er sich aber selbst überzeugen können – die Kostüme, die Wappen und die Kämpfe würden herausragend aussehen.
Noch immer warten wir auf den ersten richtigen Trailer zu „A Knight Of The Seven Kingdoms“, bisher gab es nur einen Mini-Teaser. Starten soll das „Game Of Thrones“-Spin-off im Herbst oder Winter 2025 auf HBO, in Deutschland werden die Folgen dann wie gewohnt auf Sky und WOW zu sehen sein. Mit „House Of The Dragon“ Staffel 3 geht es dann 2026 weiter. Welche Änderung Emma D’Arcy für die neuen Folgen verlangt hat, erfahrt ihr in diesem Artikel:
"Es wird langsam lächerlich": Diese Änderung verlangt Emma D’Arcy für Rhaenyra in "House Of The Dragon" Staffel 3