Als „The Big Bang Theory“ im Jahr 2007 an den Start ging, wurde die Serie schnell zu einem weltweiten Phänomen. Millionen von Fans folgten dem Alltag der liebenswerten Nerds Sheldon (Jim Parsons), Leonard (Johnny Galecki), Howard (Simon Helberg) und Raj (Kunal Nayyar) über zwölf Staffeln hinweg – und für die FILMSTARTS-Community handelt es sich bei „The Big Bang Theory“ sogar um die beste Sitcom aller Zeiten.
Das liegt mit Sicherheit auch an Kaley Cuoco, die sich als Nachbarin (und Leonards spätere Ehefrau) Penny in die Herzen der Zuschauer*innen spielte. Doch obwohl ihre Figur fraglos ein unverzichtbarer Teil der Kult-Sitcom ist, sieht Serienmacher Chuck Lorre in der Art, wie sie anfangs charakterisiert wurde, seinen vielleicht größten Fehler.
Kaley Cuoco war nicht von Anfang an in "The Big Bang Theory" dabei
Zur Erinnerung: In der (nie ausgestrahlten) ersten Version der Pilotfolge existierte Penny noch gar nicht. Stattdessen gab es mit Katie (Amanda Walsh) und Gilda (Iris Bahr) zwei andere Frauenfiguren. Doch diese Charaktere schienen einfach keinen Anklang beim Publikum zu finden, weshalb das Team schnell die Reißleine zog. Sie überarbeiteten das Drehbuch, schufen eine neue weibliche Hauptfigur – und dann kam Kaley Cuoco an Bord, die eine dringend benötigte Herzlichkeit in die Serie brachte, nachdem ihre Vorgängerinnen eher den Auftrag hatten, spöttisch auf die Nerds herabzublicken.
Chuck Lorre dazu: „Die Magie von Kaley war, dass [die Zuschauenden] sich von ihr unterhalten fühlten. Sie war weder kritisch noch hart. Selbst wenn sie sich ärgerte, tat sie dies nie auf eine aggressive Art und Weise. Das Publikum reagierte darauf äußerst positiv.“
Chuck Lorre über Penny: Sie war "die typische dumme Blondine"
Doch schnell geriet Penny auch in die Kritik – denn vor allem in den ersten Folgen wurde sie zum Teil ziemlich stereotyp und eindimensional gezeichnet. Das hat auch Chuck Lorre erkannt: „Wir haben sie anfangs sehr oberflächlich dargestellt, als die typische dumme Blondine, die sinnlose Dinge sagt“, gab der „Two And A Half Men“-Schöpfer in dem neuen „The Official Big Bang Theory Podcast“ offen zu.
Lorre fährt fort – und erklärt, wie er gemeinsam mit den Autor*innen die anfänglichen Fehler nach und nach korrigierte: „Wir erkannten, dass sie eine andere Art von Intelligenz in die Serie einbrachte. Eine soziale und emotionale Intelligenz, die einen starken Kontrast zur reinen Logik der Wissenschaftler bildete. Sie verstand Beziehungen und Familie auf eine Weise, die den anderen Figuren fremd war. Diese Entwicklung brauchte Zeit, wurde aber schließlich zu einem essenziellen Bestandteil der Serie.“
Pennys Charakter wuchs – und mit ihr die gesamte Serie. Bald war sie nicht mehr bloß die hübsche Frau von nebenan, sondern brachte eine Menschlichkeit in die Welt der Sitcom ein, die das perfekte Gegengewicht zu Sheldons kalter Logik und Leonards Unsicherheiten bildete.
Wenn ihr übrigens wissen wollt, weshalb sich Kaley Cuoco und Johnny Galecki hinter den Kulissen einmal so richtig in die Haare bekommen haben, dann lest auch den nachfolgenden Artikel:
"Ich kann diese Szene nicht mit dir machen, das ist ekelhaft!": Darum zofften sich Kaley Cuoco und Johnny Galecki am "The Big Bang Theory"-SetEin ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer spanischen Schwesternseite Sensacine.com erschienen.