Bekommt "Adolescence" eine 2. Staffel bei Netflix? Macher wecken Hoffnung auf Nachschub!
Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Berührt und fasziniert zu werden, aber auch etwas über sich selbst lernen – das bedeutete Kino schon immer für Daniel. Darum machte der einstige Sozialarbeiter am Ende seine Leidenschaft auch zum Beruf.

„Adolescence“ ist das Serien-Phänomen der Stunde. Die vierteilige Miniserie gilt grundsätzlich als abgeschlossen. Das bedeutet allerdings nicht unbedingt, dass wir nicht schon bald mit Nachschub versorgt werden könnten…

Das hatte noch vor einigen Wochen oder Monaten wohl niemand kommen sehen: Obwohl mit „The Electric State“ gerade erst der bislang teuerste Netflix-Film aller Zeiten – inszeniert von den „Avengers: Endgame“-Machern und besetzt mit Superstars wie Chris Pratt und Millie Bobby Brown – auf der Streaming-Plattform an den Start ging, schlägt der sehr durchwachsen aufgenommene Sci-Fi-Blockbuster keine allzu großen Wellen. Stattdessen ist „Adolescence“ DAS aktuelle Netflix-Gesprächsthema schlechthin.

Auch zwei Wochen nach Start belegt die vierteilige Miniserie um einen Jugendlichen, der beschuldigt wird, eine Mitschülerin getötet zu haben, immer noch in über 70 Ländern Platz 1 der Seriencharts auf Netflix (via Flixpatrol) – und sorgt praktisch überall für Begeisterung, wie ein Blick auf diverse Bewertungsplattformen im Netz zeigt.

Adolescence
Adolescence
Starttermin 2025-03-13
Serie: Adolescence
Mit Stephen Graham, Owen Cooper, Ashley Walters
User-Wertung
3,9
Im Stream

In einer Zeit, in der Femizide in erschreckendem Maße zunehmen und toxische Maskulinität immer seltener verschwiegen wird, hat das von Jack Thorne und Darsteller Stephen Graham erdachte Format den Finger am Puls der Zeit.

Doch „Adolescence“ erschüttert nicht nur mit seiner Erzählung, sondern fasziniert auch mit seiner Inszenierung. Auch in der Cinephilen-Bubble wird die Serie so geschätzt, denn Regisseur Philip Barantini und sein Kameramann Matthew Lewis sorgen mit den vier jeweils in einer einzigen Einstellung gedrehten Episoden für ein besonders immersives, außergewöhnliches Serienerlebnis.

Kurzum: „Adolescence“ ist unbedingt sehenswert, wird seinem Hype vollends gerecht – und lässt dementsprechend auch darauf hoffen, dass es das noch nicht gewesen ist. Erwartet uns in Anbetracht des Erfolges womöglich bald eine zweite Staffel? Dazu äußerten sich nun die Verantwortlichen hinter dem Streaming-Hit.

"Mal schauen, wie die Zahlen sind"

Stephen Graham, der die Serie mit auf den Weg brachte und zugleich den Vater des 13-jährigen Protagonisten Jamie Miller (Owen Cooper) spielt, wolle zuerst „mal schauen, wie die Zahlen sind“, wie er etwa von Variety zitiert wird. „Aber ja, es gibt die Möglichkeit, eine andere Geschichte zu entwickeln“, so Graham.

Das klingt nicht unbedingt nach einer direkten Fortsetzung, womöglich aber nach einer potenziellen Erweiterung in Form einer Anthologie-Serie. Im Crime-Segment („True Detective“) wie auch im Horror-Sujet („American Horror Story“) und anderen Genres funktionieren Serien, die aus in sich geschlossenen Staffeln bestehen, schließlich seit geraumer Zeit hervorragend.

Eine neue Geschichte, aber wieder ein One-Shot?

Grahams Frau und Produktionspartnerin Hannah Walters sieht ebenfalls Potenzial, in der einen oder anderen Form an „Adolescence“ anzuschließen. Ein Prequel und damit eine vermeintliche „Erklärung“ für die Ereignisse in der Serie schließe sie kategorisch aus. Wir bekommen also (zum Glück!) nicht alle Umstände vorgekaut und noterklärt, die vermeintlich zu den Ereignissen in der Serie führten. Zugleich scheint Walters jedoch genau um die Qualitäten von „Adolescence“ zu wissen. Und darüber, wovon das Publikum wohl mehr sehen möchte:

„Es steckt so viel Potenzial in One-Shot-Serien und so darin, sich wieder mit der menschlichen Natur auseinanderzusetzen“, so Walters. Zudem würde sie „jederzeit“ wieder mit Netflix zusammenarbeiten wollen. An Angeboten – „von winzig kleinen Dingen bis hin zu lächerlichen großen Sachen“ – mangele es Walters aber ohnehin nicht, wie Graham weiter verrät.

Diesen Film von den "Adolescence"-Machern könnt ihr schon jetzt schauen

Tatsächlich lässt sich schon erahnen, was die zunächst kryptisch wirkenden Äußerungen von Graham und Walters am Ende bedeuten könnten. Schließlich ist auch „Adolescence“ nicht ihr erstes Projekt dieser Art – und damit gewissermaßen eine Fortführung im Geiste.

Denn mit „Yes, Chef!“ legte das Team vor wenigen Jahren bereits eindrucksvoll vor. Den Film drehten Barantini und Lewis ebenfalls als One-Shot – mit Stephen Graham in der Hauptrolle!

Nur steht hier ein Chefkoch und Mitbesitzer eines Nobelrestaurants im Mittelpunkt des Geschehens, der zunehmend unter seinen privaten und beruflichen Herausforderungen zerbricht und dessen immenses Stresspensum sich unweigerlich auf das Publikum auswirkt. Warum ihr den Film spätestens jetzt unbedingt gesehen haben solltet, wenn euch auch „Adolescence“ gefallen hat, verraten wir euch im nachfolgenden Artikel:

Von den "Adolescence"-Machern: Diesen Film sollten Fans des Netflix-Hits spätestens jetzt unbedingt nachholen

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