1998 kam es zu einem der legendärsten Blockbuster-Duelle der Filmgeschichte: Mit „Armageddon“ und „Deep Impact“ traten gleich zwei Filme an der Kinokasse gegeneinander an, in denen ein Meteorit die Erde zu zerstören droht – wobei der Bruce-Willis-Kracher ganz klar die Nase vorn hatte. Stolze 554 Millionen US-Dollar konnte „Armageddon“ weltweit in die Kinokassen spülen, was ihn zum mit Abstand erfolgreichsten Film des Jahres machte.
Nicht nur Superstars wie Bruce Willis, Ben Affleck, Billy Bob Thornton oder Steve Buscemi gehörten dabei zu dem Team, das damit beauftragt wird, den kosmischen Gesteinsbrocken aufzuhalten – auch Jason Isaacs war mit von der Partie. Nachdem er nur ein Jahr zuvor in „Event Horizon“ ins Weltall gereist war, um das Geheimnis eines verschwundenen Raumschiffs zu ergründen, musste er als Dr. Ronald Quincy in „Armageddon“ allerdings am Boden bleiben und die Mission von der Erde aus mit seiner wissenschaftlichen Expertise unterstützen.
Jason Isaacs sollte für "Armageddon" aus einem anderen Film aussteigen
Ursprünglich wurde Isaacs, den „Harry Potter“-Fans als Lucius Malfoy kennen und der zuletzt auch an der dritten Staffel von „The White Lotus“ beteiligt war, allerdings für eine ganz andere Rolle angefragt – die er aus terminlichen Gründen ablehnen musste. Doch wie der Brite in einem Interview mit dem Business Insider verraten hat, kamen ihm die Macher schließlich entgegen, damit die aufwändige Produktion in seinen vollen Zeitplan passt.
„Ich war gerade dabei, eine Komödie in Nordirland zu drehen [Anm.: Er bezieht sich wohl auf ‚Starkey‘], als mir ‚Armageddon‘ angeboten wurde“, erinnert sich der 61-Jährige. „Sie wollten, dass ich aussteige, weil die Dreharbeiten am nächsten Morgen beginnen sollten. Mir wurde eine der Astronautenrollen in ‚Armageddon‘ angeboten. Und ich sagte: ‚Ich kann nicht aussteigen!‘“
Isaacs fährt fort: „Ich erinnere mich an diesen Typen am Telefon, der sagte: ‚Jason, du musst verstehen, das ist ein Bruce-Willis-Projekt.‘ Und ich meinte nur: ‚Kumpel, das ist ein David-Thewlis-Projekt! Aber das macht keinen Unterschied. Ich bin ein professioneller Schauspieler. Ich habe einen Vertrag unterschrieben.‘“
Jason Isaacs verbrachte 6 Monate am "Armageddon"-Set – für eine Handvoll Zeilen!
Später kamen die Casting-Verantwortlichen erneut auf Isaacs zu und boten ihm die Rolle des Dr. Ronald Quincy an – denn dafür hätte der Schauspieler angeblich nur acht Tage am Set zubringen müssen. Letztendlich wurde allerdings ein halbes Jahr daraus, obwohl der „A Cure For Wellness“-Darsteller einen zwar nicht unwichtigen, aber im Vergleich doch ziemlich kleinen Part übernahm.
„[...] Es war ein seltsamer Film für mich“, so Isaacs. „Ich hätte damals, glaube ich, keine so kleine Rolle angenommen, wenn es nicht so gelaufen wäre. Am ersten Tag hatte ich […] die einzige Szene, in der ich viele Zeilen hatte. Und [Regisseur] Michael Bay fand Gefallen an mir und sagte: ‚Oh, das war großartig. […] Du wirst in allen Szenen sein und wir werfen dir hier und da eine Zeile zu.‘
Damals, weil ich gut erzogen bin, sagte ich: ‚Oh, vielen Dank‘, obwohl ich eigentlich dachte: ‚Meint ihr das ernst?‘ Und dann war ich im Wesentlichen als Statist sechs Monate dort. Es war nicht meine Lieblingserfahrung, obwohl ich die Gelegenheit hatte, zur NASA zu gehen und die Leute zu treffen, die auf der Internationalen Raumstation waren. Aber ich mochte es nicht, sechs Monate lang mit einem Klemmbrett am Set zu stehen und zu hoffen, dass mir eine Zeile zugeworfen wird wie einem Fisch der Köder.“
Ein anderer „Armageddon“-Star hatte eine bessere Zeit beim Dreh des Kino-Hits – obwohl er anfangs eingehend vor Bruce Willis gewarnt wurde. Mehr dazu lest ihr im nachfolgenden Artikel:
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