So intensiv habe ich Kino lange nicht mehr erlebt! Ich wusste zwar, dass ich mich bei „The Substance“ irgendwie auf Horror einlasse und wurde dann doch komplett überrascht – genauso wie mein Sitznachbar, dem das Geschehen auf der Leinwand tatsächlich zu viel wurde und aus dem Saal begleitet werden musste. Wenn ihr DAS Horror-Highlight 2025 verpasst habt, solltet ihr es schleunigst im Heimkino nachholen.
Erhältlich ist der 2-fache Oscargewinner in einer 2 Disc Limited Collector’s Edition in 4K*, auf Blu-ray*, DVD* und als Stream bei Prime Video*. Ganz gleich, für welche Edition ihr euch entscheidet, macht euch auf einiges gefasst!
Bevor es weitergeht, noch eine persönliche Empfehlung: Geht am besten blind an den Film heran und lasst euch überraschen. Dieser Artikel bleibt nicht 100 Prozent spoilerfrei, auch wenn so wenig wie möglich verraten wird. Ihr seid gewarnt!
"Black Mirror" meets "Die Fliege" meets "Braindead"
Worum geht es in „The Substance“ eigentlich? Im Mittelpunkt steht Elisabeth Sparkle (Demi Moore), ein in die Jahre gekommener Hollywood-Star, die plötzlich von ihrem schmierigen Producer Harvey (Dennis Quaid) aus ihrer Aerobics-TV-Show geschmissen wird – und das an ihrem 50. Geburtstag!
Doch es kommt noch schlimmer: Eins ihrer Werbeplakate wird abgehängt, symbolisch für ihren altersbedingten Karriereabstieg. Und dann landet sie auch noch im Krankenhaus. Dort wird ihr ein mysteriöses Serum mit dem Namen „The Substance“ zugeschoben. Es soll eine jüngere, perfektere Version ihres Selbst erschaffen. Verzweifelt greift die aufs Abstellgleis geschobene Hollywood-Ikone zu und verwandelt sich in ihre junge, attraktive Kopie – allerdings mit unvorhergesehenen Konsequenzen…
Bis zu diesem Punkt wirkte der Film-Festival-Hit (Standing Ovations in Cannes) wie eine 1A „Black Mirror“-Folge auf mich. Die düster-dystopische Zukunftsvision trieft vor satirischer Gesellschaftskritik und lässt einen unruhig auf dem Kinosessel hin- und herrutschen, denn man ahnt schon, dass nicht alles glattgehen wird. Stück um Stück müssen wir zusehen, wie Elisabeth Sparkle ihrem Jugend- und Schönheitswahn nachgibt und dadurch ihren ursprünglichen Körper immer mehr zusetzt. Und so wird aus einer Sci-Fi-Dystopie ein waschechter Body-Horror, und was für einer!
Nichts für zarte Gemüter: "The Substance" kennt keine Gnade
Elizabeths krasse Transformation weckt Erinnerungen an den Genreklassiker „Die Fliege“. Und schock auch ähnlich – was mein Sitznachbar sicherlich unterschreiben würde. Und zumindest während meiner Vorstellung forderte auch die nächste Eskalationsstufe – die an Peter Jacksons Zombieklassiker „Braindead“ erinnert – ihren Tribut, denn es trieb es noch ein paar Zuschauer*innen aus dem Saal.
Das kann extrem abstoßen oder wirklich Spaß machen, wie FILMSTARTS-Chefkritiker Christoph Petersen in seiner Kritik feststellt: „‚The Substance‘ ist der pure Exzess“. Mit 4,5 von 5 Sternen vergibt er eine richtig starke Wertung und empfiehlt, dass „wirklich jeder Fan von Genrekino [diesen Film] miterlebt haben muss“.
Ihr wollt mehr Genre-Kino? Dann haben wir genau das Richtige für euch: Der nächste FSK-18-Hit für Horror-Fans ist ebenfalls gerade frisch auf 4K erschienen – hier geht’s zu unserem Artikel über „MaXXXine“:
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