Die One-Shot-Serie „Adolescence“ schlug bei Netflix ein wie keine andere Show in diesem Jahr. Innerhalb kürzester Zeit mauserte sie sich zum globalen Phänomen. Während aktuell darüber nachgedacht wird, ob und wie es zu der eigentlich abgeschlossenen Mini-Serie eine zweite Staffel geben kann, legt der Streaming-Riese erst einmal mit einem anderen, vielversprechenden Titel nach: „Bad Boy“, in dem es ebenfalls um einen Teenager geht, der in massive Schwierigkeiten gerät – wenn auch von deutlich abweichender Natur.
Während der britische Titel „Adolescence“ mehr oder weniger aus dem Nichts kam, weist „Bad Boy“ bereits eine beeindruckende Erfolgsgeschichte auf. War die Serie doch in ihrem Herkunftsland Israel schon ein riesiger Publikumsmagnet. Zudem räumte „Bad Boy“ bei den Israelischen TV-Awards (vergleichbar mit den Emmys in den USA oder dem hiesigen Deutschen Fernsehpreis) in rekordverdächtigen sieben Kategorien Preise ab – darunter „Beste Serie“, „Beste Regie“ und „Bestes Drehbuch“.
„Bad Boy“ startet am 2. Mai 2025 weltweit beim Streaming-Service Netflix.
Erfinder, Co-Autor und Produzent von „Bad Boy“ ist Ron Leshem. Der sowohl die israelische als auch die US-Staatsangehörigkeit besitzende Ex-Journalist war schon Schöpfer der israelischen Serie „Euphoria“. Diese diente als Vorlage des gleichnamigen US-Megahits mit Zendaya, Sydney Sweeney und Jacob Elordi in einigen der Hauptrollen. Bei der US-Version fungiert Leshem als ausführender Produzent.
Anlässlich der Aufführung einiger „Bad Boy“-Episoden im Rahmen des renommierten Toronto International Film Festivals (TIFF) gab Leshem ein Interview, in dem er sich zum Hintergrund der Serienstory äußerte. So finden sich die Anfänge der Idee offenbar in seiner Zeit als Enthüllungsjournalist, als er mit einer Reportage in einem Jugendgefängnis beauftragt wurde.
Im selben Artikel erklärte Regisseurin und Co-Autorin Hagar Ben-Ashar („Long Bright River“), dass Teile der Serie in echten Jugendgefängnissen in Israel gedreht wurden. Außerdem würden sich 95 Prozent des Casts aus Laiendarsteller*innen zusammensetzen.
"Bad Boy": Das ist die Story
Eines Nachts wird das Leben des bei seiner Mutter (Neta Plotnik) wohnenden Dean (Guy Manster) durch ein nächtliches Klopfen an der Tür aus der Bahn geworfen. Justizvollzugsbeamte stürmen die winzige Wohnung und schaffen ihn in eine Jugendstrafanstalt. Dort stößt der vorlaute, mit einem Hang zur Provokation ausgestattete Teenager schnell an Grenzen. Denn schon am ersten Morgen wird er Zeuge einer grausamen Gewalttat. Umgehend erkennt Dean, dass er sein Verhalten anpassen muss und wie riskant es ist, in dieser Umgebung irgendjemandem zu vertrauen.
Dennoch freundet er sich schnell mit Zoro (Havtamo Farda) an, der wegen Mordes verurteilt wurde und den die restlichen Insassen fürchten. Da Zoro jedoch die meiste Zeit in Einzelhaft verbringt, beginnt für Dean ein täglicher Kampf ums Überleben hinter den Gefängnismauern. Sein Humor und seine Schlagfertigkeit helfen ihm dabei. Doch auch 20 Jahre später – Dean (jetzt: Daniel Chen) ist mittlerweile ein gefeierter Komiker – macht ihm seine Zeit hinter Gittern noch zu schaffen. Denn niemand weiß, dass er eingesessen hat. Falls seine Vergangenheit herauskommen sollte, droht sie alles zu zerstören, was er sich seit damals aufgebaut hat …
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Und wie sieht es mit der dritten Staffel von „Euphoria“ aus? Im folgenden Artikel hat FILMSTARTS-Redakteur Julius Vietzen alles zusammengetragen, was wir bisher über Season 3 wissen:
Eine der besten Serien der letzten Jahre geht endlich weiter: Diese Stars sind in "Euphoria" Staffel 3 dabei [UPDATE]