Marvel- und "Star Wars"-Regisseur sollte beim "Minecraft"-Film Regie führen – das waren die Gründe für den Ausstieg
Stefan Geisler
Stefan Geisler
-Redakteur
Stefan liebt die Monty Pythons und deren Kult-Komödie "Ritter der Kokosnuss". Doch auch die skurrilen Filme von "Dänische Delikatessen"-Regisseur Anders Thomas Jensen oder Martin McDonaghs "Brügge sehen … und sterben?" haben ihn schon Tränen lachen lassen.

Jared Hess sollte eigentlich gar nicht die Regie von „Ein Minecraft Film“ übernehmen. Stattdessen war „Deadpool & Wolverine“-Regisseur Shawn Lewy für diesen Posten vorgesehen – doch nach kreativen Differenzen ist er aus dem Projekt ausgestiegen.

Shawn Levy ist spätestens seit dem 1,3-Milliarden-Erfolg von „Deadpool & Wolverine“ ein gefragter Mann, der sich aussuchen kann, woran er als Nächstes arbeiten möchte – und sich mit „Star Wars: Starfighter“ 2027 im legendären Science-Fiction-Franchise von George Lucas verewigen wird. Eigentlich hätte der Filmemacher auch die inszenatorischen Zügel bei „Ein Minecraft Film“ in der Hand halten sollten, doch bereits früh verließ der Regisseur das Projekt wieder.

In einem Interview mit dem Wall Street Journal hat Levy verraten, was die Gründe für seinen Ausstieg gewesen sind:

„Warner Bros. bat mich, eine Geschichte für einen Film zu entwickeln, da es sich nicht um ein narratives Spiel handelt. Wir hatten einen Ansatz, der sich für uns gut anfühlte, und ich diskutierte ihn mit Mojang [dem Entwicklerstudio hinter ‚Minecraft‘] und sie sagten: ‚Das klingt nicht nach dem, was wir wollen. Wir wissen zwar nicht genau, was wir in dem Film sehen wollen, aber das fühlt sich nicht richtig an.‘“

Das entsprechende Video haben wir euch hier noch einmal eingebunden:

"Minecraft": Ein Spiel ohne Story

Auch wenn man „Minecraft“ durchspielen kann, gibt es bei dem Sandbox-Game keine Story im eigentlichen Sinn – was es schwierig macht, das Spiel auf ein anderes Medium zu übertragen. Und wenn man den Aussagen von Shawn Levy glaubt, dann hatte selbst das Entwicklerstudio Mojang keinen blassen Schimmer, wie ein „Minecraft“-Film eigentlich aussehen soll.

Übrigens ist Shawn Levy bereits Ende 2014 aus der Entwicklung des Klötzchen-Blockbusters ausgestiegen – es sollten also noch über zehn Jahre ins Land ziehen, bevor „Ein Minecraft Film“ tatsächlich über die Leinwände flimmern sollte. Glücklicherweise hat sich alles zum Guten entwickelt. Levy hat mit „Deadpool & Wolverine“ den größten Hit seiner Karriere gelandet und Jared Hess war wohl genau der richtige Regisseur für das Projekt. Seine Lösung für das „Minecraft“-Handlungsproblem? Diese einfach über Bord schmeißen und stattdessen Gaga-Humor und vergnügliches Chaos zelebrieren.

Bei den Fans kommt das sehr gut an. Vielleicht sogar etwas zu gut, denn bei einigen Vorstellungen musste sogar die Polizei eingreifen. Mehr dazu erfahrt ihr hier:

Polizeieinsatz wegen "Ein Minceraft Film": Das sagt der Regisseur zum Kino-Chaos

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