"Sie hatte Glück, dass sie die Rolle nicht bekam": Vor 30 Jahren sprach Charlize Theron für einen Film vor, der ihre Karriere hätte beenden können
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Liebt es, wenn Filme in Bewegung sind – und bekommt von (guten!) Action-Filmen deshalb niemals genug. „Speed“ hat seine Leidenschaft für Action-Kino einst entfacht, und durch Filme wie „Ambulance“ oder „RRR“ lebt sie weiter.

Zu Beginn ihrer Karriere hätte Charlize Theron wohl beinahe jedes Angebot angenommen. So riss sie sich auch um die Hauptrolle in einem Flop, der lange als einer der schlechtesten Filme aller Zeiten galt.

Filmfans kennen Charlize Theron als oscarprämierte Charakterdarstellerin („Monster“) und schlagkräftige Actionheldin („Mad Max: Fury Road“). Doch auch wenn die Südafrikanerin längst zu den größten und wandelbarsten Hollywood-Stars gezählt wird, war der Beginn ihrer Karriere eher beschwerlich. Nachdem sie sich in Mailand als Model verdingte und ihre Ballett-Ausbildung aufgrund einer Knieverletzung an den Nagel hängen musste, versuchte Theron im Alter von 19 Jahren in Los Angeles ihr Glück – doch in der Stadt der Engel angekommen, wurde sie zunächst mit der harten Realität konfrontiert:

Schließlich gab es neben dem „Atomic Blonde“-Star noch eine Vielzahl weiterer junger Frauen, die davon träumten, als Schauspielerin berühmt zu werden. Bevor sie durch die Zufallsbegegnung mit einem Hollywood-Agenten ihre erste Filmrolle erhielt (mehr dazu in diesem Artikel), war Theron perspektiv- und mittellos.

Vielleicht liegt es auch an ihrem eigenen Werdegang, dass sich Theron für eine Rolle in „Showgirls“ interessierte. Schließlich steht in dem legendären Flop von Paul Verhoeven die junge Nomi Malone (Elizabeth Berkley) im Mittelpunkt, die ebenfalls mit nicht viel mehr als einem Koffer nach Las Vegas kommt – in der Hoffnung, als Tänzerin entdeckt zu werden. Stattdessen landet sie in einem heruntergekommenen Striptease-Schuppen.

30 Jahre nach seinem Erscheinen wurde „Showgirls“ längst einer Neubewertung unterzogen. Nicht nur Quentin Tarantino feiert ihn als Camp-Klassiker und grelle Showbiz-Satire. Doch als der „schmutzigste Big-Budget-Studiofilm aller Zeiten“ (Zitat der Filmkritikerin Janet Maslin) in die Kinos kam, sah das noch völlig anders aus. Mit einem weltweiten Einspielergebnis von 37,7 Millionen US-Dollar (gegenüber einem Budget von 45 Millionen) war „Showgirls“ ein klarer Mega-Flop. Dazu kamen vernichtende Kritiken und sieben Auszeichnungen mit dem Negativpreis Goldene Himbeere, darunter als Schlechtester Film. Die Leinwand-Karriere der ebenfalls mit einem Razzie Award geschmähten Elizabeth Berkley war so schnell vorbei wie sie begonnen hatte.

Ob es Charlize Theron ähnlich ergangen wäre, wenn sie an Berkleys Stelle die Hauptrolle übernommen hätte? Heute natürlich schwer zu sagen – wenn auch angesichts des Misserfolgs des Films nicht unwahrscheinlich. Somit war die Absage für „Showgirls“ im Rückblick wohl das beste, was Theron damals passieren konnte – auch wenn die heute 49-Jährige das zu diesem Zeitpunkt sicher anders gesehen haben dürfte.

Paul Verhoeven über Charlize Theron: "Sie war gut und wollte die Rolle wirklich"

In einem Interview mit Vanity Fair erinnerte sich „Showgirls“-Regisseur Paul Verhoeven, der drei Jahre zuvor schon für den Erotikthriller-Hit „Basic Instinct“ mit Drehbuchautor Joe Eszterhas zusammengearbeitet hatte, an das Vorsprechen des späteren Megastars zurück. „Sie war gut und wollte die Rolle wirklich“, so der Niederländer. „Aber sie war zu diesem Zeitpunkt schlichtweg noch nicht bekannt genug und es passte einfach nicht – also sagten wir Nein.“ Selbst er musste einräumen: „Sie hatte großes Glück, dass sie die Rolle nicht bekommen hat.“

Sehr wohl bekommen hat Theron Rollen in Actionkrachern wie „The Old Guard“ oder dem „Fast & Furious“-Franchise. Wenn ihr wissen wollt, wie sehr sie unter diesen körperlich herausfordernden Performances zu leiden hatte, dann lest auch den nachfolgenden Artikel:

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